Der Spargel im Speck

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Als Kind habe ich Spargel gehasst, konnte die erwachsene Begeisterung nicht verstehen. Stattdessen habe ich Kartoffeln mit Nussbutter und Schinken gegessen. Heute kommen mir Kartoffeln nicht mehr in den Topf – ich bin auf den Spargel umgestiegen. Und wenn dann Spargelzeit ist, heißt es Freiwillige zum Schälen verpflichten oder das Ganze als Gelassenheitsübung sehen – die Qual wird belohnt.

Meine Zutaten:
Weißer Spargel
Speck in Scheiben (entsprechend der Anzahl der Spargelstangen)
(Weidemilch)Butter
Feldsalat
Walnüsse
Kürbiskernöl
Olivenöl
Rotweinessig
Körniger, französischer Senf
Salz
Pfeffer
Xucker

  • Also fix den Spargel geschält – nicht den dünnen, damit er nicht bricht, aber auch nicht die holzigen, dicken Dinger. Eher die delikate Mitte. Pro Person rechne ich mit 400-500 Gramm. Ja, wenn man die  „Sättigungsbeilagen“ weglässt, kann man sich auf die Hauptdarsteller des Essens konzentrieren.
  • Aber, ich schweife ab. Den geschälten Spargel für 10 Minuten in Salzwasser mit einem Stückchen Butter kochen, bis er der Gabel noch Widerstand bietet, dann abgießen und kurz unter kaltem Wasser abschrecken.
  • Jetzt je zwei Stangen Spargel in zwei Scheiben dünnen Speck wickeln, das Ganze in einer Auflaufform sortieren und bei 180 Grad in den Ofen bis der Speck schön kross ist (bei mir waren das ca. 15 Minuten).
  • In der Zwischenzeit großzügig (Weidemilch-)Butter in einem Topf zerlassen für die Nussbutter. Beurre Noissette – das klingt wunderbar nach Bocuse und Stoffservietten.
  • Profis sieben die Butter durch ein Tuch, ich lasse sie im Topf, da ich das Röstaroma dann noch schöner finde (zudem gibt es Grenzen der Umstandskrämerei). Also schön aufpassen, ab einem bestimmten Punkt wird die Butter dunkel und beginnt das Röstaroma zu verbreiten, dann runter vom Herd und noch etwas frische Petersilie hineingerührt.
  • Als Beilage gibt es einen schlichten Feldsalat mit gerösteten Walnüssen und einer Kürbiskernöl-Vinaigrette.
    Für die Vinaigrette nehme ich Kürbiskernöl und Olivenöl (im Verhältnis 3:1), Rotweinessig, körnigen französischen Senf, einen Spritzer Zitrone, Salz, Pfeffer und eine Prise Xucker.

Jetzt noch schnell die Tulpen und bunten Servietten auf den Tisch und den ästhetischen Ansprüchen ist Genüge getan.

Guten Appetit!

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