Es riecht so gut – Deo selber machen

Foto[1]Nachdem ich meine Liebe zum Kokosöl ja schon kundgetan habe hier noch ein Nachtrag: das DIY Deo.

Ich hätte nicht gedacht, jemals an den Punkt zu kommen, an dem selbstgemachte Kosmetik eine Option ist, vielleicht sogar die einzig konsequente.

Vorurteilsbeladen habe ich damit Menschen-Gruppen assoziiert, denen ich mich nicht zugehörig fühlte, oder ich fand die rigorose Ablehnung konventioneller Kosmetik-Produkte völlig überzogen.
So falsch kann man liegen und Zeiten und Menschen können sich ändern – zum Glück.

Und so bin ich nun angekommen an dem Punkt, wo ich nicht nur genau wissen will, was ich esse, sondern eben auch, was ich mit meiner Haut tue. Und eine der Chemie-Bomben, die sich länger im Badezimmer gehalten hat, war das herkömmliche Deo.

Gerüche sind ein persönliches Thema. Dreht es sich dabei doch um den persönlichen Geschmack und darüber hinaus führt das Thema Schwitzen und Schweiß in einen Bereich, in dem wir uns im Spannungsfeld von eigener Körperwahrnehmung und Gesellschaftsbild bewegen.  Die Werbung macht es uns doch vor: Wir sollen quasi „keimfrei“, hygienisch sauber und möglichst wenig natürlich sein. Ich für meinen Teil reagiere empfindlich, wenn mich mein Umfeld mit Gerüchen belästigt – sei es zu stak dosiertes Parfum oder unangenehme Körpergerüche. Bei ersterem kriege ich Kopfschmerzen und bei letzterem bleibe ich unwillkürlich auf Abstand. Die Nase entscheidet doch sehr schnell, was ihr zusagt und was nicht.
Ich will selber meinem Umfeld auch Respekt zollen und fühle mich wohler, wenn ich weiß, dass ich in bestimmten Situationen nicht plötzlich vor mich hinmüffel oder den Geruchssinn anderer Leute belästige. Deshalb war das konventionelle Deo so lange selbstverständlicher Begleiter, oftmals abgerundet durch noch andere Duftstoffe.

Bis ich irgendwann einmal, im Zuge meiner Arbeit, einen Termin bei einem Kosmetik-Hersteller hatte und mit Erschrecken erkannt habe, dass wir oftmals gar nicht wissen (oder auch nicht wissen wollen), was wir uns eigentlich antun in dem Bestreben, nicht zu Schwitzen. Der Mensch schwitzt nun einmal, unterschiedlich stark und manchmal vielleicht auch in nicht gesundem Ausmaß, aber diese körperliche Funktion hat ihre Berechtigung.

Keine Berechtigung sollten hingegen Wirkstoffe haben, die wir über den Körper aufnehmen und bei denen – wie etwa bei Aluminium – nicht abschließend geklärt ist, was sie anrichten.
Da wir unseren Körper mit seinen Funktionen aber nun nicht so einfach umstellen können wie unser Deo, war ich froh, für Letzteres einen Ersatz zu finden. Ein Deo zum Selbermachen, bei dem ich weiß, was drin ist und dessen Duft ich selbst gestalten kann.

Das Rezept fand ich hier.
Die Zutaten sind denkbar einfach und die Zubereitung schnell hinter sich gebracht.

3 TL Kokosöl
2 TL Natron
4 EL Pfeilwurzelstärke
5-10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

Ich habe nur etwas mehr ätherisches Öl genommen: zehn Tropfen Zitronengras und fünf Tropfen Ingwer.

Das Kokosöl bei leichter Wärme schmelzen und mit den anderen Zutaten zu einem Brei vermischen. Das Ganze dann in ein kleines Gläschen und fertig ist das Duftwerk.

Jetzt fühle ich mich ganz zitronenfalterig und rundum wohl und bin schon gespannt, weiter einzutauchen in die Welt der selbstgemachten Kosmetik-Produkte.

Nachmachen lohnt sich!

Nachtrag: Weitere schöne Blogs zum Thema selbstgemachte (oder auch DIY-) Kosmetik sind:

The Pistachio Projekt 

Empowered Sustenance

Hinterwäldler 

Langsamer leben

Advertisements

2 Gedanken zu “Es riecht so gut – Deo selber machen

  1. Pingback: Falsches Filet, falsche Freunde und die richtige Form | Teilstücke

  2. Pingback: noch mehr selbstgemachte Kosmetik | Natur und Bildung-Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s