Fasten und vom Braten träumen

IMG_3138Der Fasten-Selbstversuch. Dann doch. Nachdem es schon länger zur Diskussion stand, haben wir gestern Abend einfach mal beschlossen das Intermittent Fasting zu wagen, da diesem – abgesehen von reiner Faulheit- nichts entgegenstand. Einen letzten Ausschlag gab dann die sehr griffige „Gebrauchsanweisung“ auf dem Blog „paleoleben“ und so hieß es dann nach dem gestrigen Abendessen erst einmal Nahrungsaufnahme-Stopp.
Wir haben uns 22 Stunden gegeben und die gingen ganz wunderbar zügig vorbei. Der Tipp, die Schlafperiode in die Fastenzeit mit einzubeziehen, war sehr hilfreich und der Start in den Tag wurde mit viel grünem Tee ganz einfach.
Auch die Stimmung war weitestgehend positiv und erst zur späten Mittagszeit begann eine leichte Angespanntheit sich breit zu machen. Wobei es tatsächlich noch hätte weitergehen können.

Das Gefühl war ein ganz neues und positives – nicht aus Reflex heraus die nächste Mahlzeit einzunehmen, sondern zu schauen, wie der Körper auf den längeren Nahrungsentzug reagiert und was er mir mitteilt. Ich habe in der Vergangenheit eh schon festgestellt, dass bei einer konsequenten Paleo-Ernährung deutlich weniger Nahrung nötig ist und sich essensfreie Perioden nicht mehr zu sozialer Unverträglichkeit auswachsen. Sehr beruhigend. Und das Energie-Level ist konstanter, die Leistungsfähigkeit unterliegt weniger Schwankungen, was letztlich die Arbeitszeit einiger Frustrationen beraubt. Auch während des Fasten habe ich konzentrierte Kopfarbeit geleistet und zudem noch ein mittägliches Pilates-Pensum einbauen können.

Dennoch war die Knochen-Brühe zum „Fastenbrechen“ mit das Beste, was ich seit Langem gegessen habe! Bevor es aber die Brühe gab, war mein Geist kurzzeitig vom fixen Gedanken an ein bestimmtes Gericht besessen: Heidschnucken-Keule.
Diese Köstlichkeit, die es bei uns an Ostern gab, hat sich so eingebrannt, dass ich sie noch schnell teilen will. Heidschnucken sind wohl meine Lieblinge unter den Schafen. Andere Schafe mögen weiße Lämmer haben, aber keines schmeckt so wunderbar wie Heidschnucke!

Meine Zutaten

Eine frische Bio- Heidschnucken-Keule (es waren knapp 1,5 Kilo)
4-5 dicke Möhren
6 Zwiebeln
1 große Tasse Brühe
1 große Tasse trockenen Rotwein
Salz
Pfeffer
Rosmarin
Knoblauch
Olivenöl

  • Ofen auf 120 Grad vorheizen.
  • Die Heidschnucken-Keule säubern, trocken tupfen und ein paar Knoblauchzehen spicken. Da es keinen Rosmarinzweige gab, habe ich improvisiert und aus getrocknetem Rosmarin, etwas Knoblauch, Salz, Peffer und Olivenöl eine Pesto-artige Würzpaste hergestellt. Diese habe ich großzügig auf der Keule verteilt.
  • Möhren schälen und in grobe Stücke schneiden, Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden und beides in einen großen Bräter geben. Dazu 3-4 Esslöffel Brühe.
  • Nun die Keule auf das Gemüsebett geben und in den Ofen schieben. Nach ca. 40 Minuten die Brühe und den Wein in den Bräter gießen, so dass die Keule schön schmoren kann.
  • Nach 3,5  Stunden war unsere Keule fertig und perfekt – noch leicht rosa. Um sicherzugehen, schneidet man die Keile an der fleischigsten Stelle an: tritt roter Bratensaft aus, dauert es noch. Ist der Saft klar – super!

Nun noch schnell den Tisch gedeckt und die Keule serviert, dazu das wunderbar durchgeschmorte Gemüse, das all die leckeren Aromen aufgenommen hat…

Guten Appetit!

P.S.: Bratenreste ergeben mit dem Olive-Fluff-Brot  ein absolut deliziöses Sandwich!!

Advertisements

2 Gedanken zu “Fasten und vom Braten träumen

  1. Pingback: Kickstart in den Tag – Wundermittel Knochenbrühe | Teilstücke

  2. Pingback: Ich tue nur so – es darf auch schnell gehen | Teilstücke

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s