Ich will Dir fressen – ne, doch nicht

Frucht Gummi PaleoIch bin ja noch mit Hallo Spencer groß geworden.  Einmal die Woche wurde die Sesamstraßen-Routine von dieser rückblickend etwas irren und deshalb so sympathischen Truppe abgelöst. Besonders eingeprägt hat sich mir der Jungdrache Poldi, der seinem Umfeld zumeist mit dem Ansatz begegnete „Ich will Dir fressen!“ – in ausufernden Dialogen, die man sich heute wahrscheinlich zurück ins Kinder-Programm wünscht (ich habe weder Kind noch Fernseher), wurde dieser Wunsch natürlich pädagogisch wertvoll anders gelöst. Dennoch – der Satz hat sich eingebrannt und bis zur Umstellung auf die Paleo-Ernährung auch das Gefühl mein Umfeld anfallen zu wollen, wenn ich in einem Hungerloch steckte.  Für die Menschen in meiner Nähe besteht nun  keine Gefahr mehr und ich selbst bin froh, der Welt ausgeglichener und freundlicher entgegen zu treten und nicht innerlich von einem abfallenden Blutzucker-Spiegel beherrscht zu werden.

Tatsächlich vergesse ich manchmal das Essen für lange Zeiträume – der Körper nimmt sich was er braucht und er braucht viel viel weniger als ich immer dachte. Zusätzlich ist das Intermittent Fasting ein fester Bestandteil des Lebensrhythmus geworden.  Nun ist das so ein Thema, wo es schwer fällt eine verbindliche Richtlinie vorzugeben, da muss jeder ausprobieren und schauen was man am besten verträgt. Wir sind gerade bei einer Mischform angelangt. Einen Tag in der Woche heißt es „Eat Stop Eat“ dabei beträgt das Fastenfenster 24 Stunden und um es sich einfach zu machen, kann man den Beginn der Fastenzeit in den Nachmittag legen, so hat man die Schlafenszeit in die Fastenzeit integriert. Und dazu ergeben sich gerade von alleine 16/8 Tage.

Gerade bei periodischen Fasten gilt einmal mehr, dass man nicht blind einem Schema folgt sondern auf den Körper hört und die Lebensumstände mit einbezieht. Wenn ich die Fasten-Perioden unkompliziert in meinen Alltag einbinden kann, ohne mich unter Druck zu setzen, bin ich auf einem guten und gesunden Weg. Das periodische Fasten sollte jedoch nicht in Stress ausarten oder die Form einer versteckten Essstörung annehmen, so kann jeder positive Effekt ins Gegenteil verkehrt werden.

Ich merke einfach ganz konkret, dass mich das periodische Fasten klarer macht und ich mich besser und länger konzentrieren kann. Der innere Poldi ist zum Schweigen gebracht. Und die Abhängigkeit von der Mahlzeiten-Aufnahme sinkt. Zudem hat das periodische Fasten eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, in die es sich lohnt einzulesen, genauso wie in die unterschiedlichen Modelle.

So, nun will ich mein Umfeld ja nicht mehr anfallen aber dafür produziere ich andere Dinge, die ich mir gerne einverleibe.  Nachdem nun selbst gemachtes Frucht Gummi durch eine Vielzahl von Blogs wanderte, habe ich mich in die Küche gestellt und auch einmal experimentiert.

Da ich nicht so ein Freund von Fruchtsäften bin, habe ich genommen, was die Speisekammer hergibt. Variationsmöglichkeiten gibt es zahlreiche…ich werde sicher mehr machen.

Zitrus-Ingwer-Grüner-Tee- Gummis (noch etwas sperrig im Namen aber super!!)

Saft einer großen reifen Grapefruit
Saft von zwei Zitronen
Schale von einer unbehandelten Zitrone in Streifen geschnitten
1 großzügiges Stück Ingwer, geschält und in Streifen geschnitten
2 Esslöffel Xucher (in diesem Fall wollte ich es eher sauer halten)
2 Teelöffel milder Grüner Tee
12 Blatt Gelatine (ca. 3 fache Menge der Rezeptangabe, abhängig von der verwendeten Flüssigkeitsmenge)400ml Wasser

  • Die Gelatine-Blätter in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Wasser mit dem Ingwer, der Zitronenschale und dem Xucker erhitzen, dann 5-10 Minuten kurz vorm Siedepunkt ziehen lassen. Zwischendurch probieren, es soll nicht zu bitter werden. Den Zitronen und Grapefruit-Saft hinzugeben und die Teeblätter und das ganze weitere 4 Minuten ziehen lassen.
  • Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb abgießen und dann die eingeweichten und ausgedrückten Gelatine-Blätter unterrühren.
  • Das Ganze in ein flacheres Gefäß mit planem Boden füllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Die geschmackliche Basis war so lecker, dass ich sie beinahe getrunken hätte. Die Mischung lässt sich ohne Gelatine auch perfekt als Eistee trinken. Oder für Gäste mit Sekt aufgießen oder mit weniger Gelatine zu einem Wackelpudding verarbeiten….oder oder…

Ach ja: Menschen mit ästhetischen Ambitionen nutzen Silikonförmchen für eine formschönere Präsentation. Ich mag kein Silikon, deshalb lebe ich sehr gut mit der Würfelform, sie tut dem Geschmack keinen Abbruch, aber ich suche noch nach geeigneten kleinen Ausstechformen…..

Guten Appetit!

 

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2 Gedanken zu “Ich will Dir fressen – ne, doch nicht

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