Das Runde will auf den Tisch – Kokos-Kürbis-Taler und das Gemüse-Desaster

Paleo FladenMan könnte meinen, es gibt nur Kürbisse  und Süßkartoffeln  in den Tiefen meinen Vorratsschrankes. Hmm, nein. Aber ich mag beides sehr gerne und man kann wunderbar vielfältig damit kochen.  Zudem sind sie fantastische Nährstoff-Lieferanten und, was ich besonders wichtig finde bei einer Kohlenhydrat-reduzierten Ernährung: Sie halten den Blutzucker-Spiegel stabil  – also keine Heißhunger-Attacken obwohl doch erst eine Stunde zuvor ordentlich gegessen hatte.

Das mit dem Gemüse, auch wenn ich bei Süßkartoffeln und Kürbissen im Hinblick auf die Gattung wohl nicht von Gemüse sprechen kann, aber ich bin keine Botanikerin, finde ich nach wie vor verwirrend. Manche scheiden aus, einfach wegen ihres Kohlenhydrat-Gehalts, andere mag ich nicht essen, da ich mich frage ob saubere Landwirtschaft dahinter steckt.  Wir scheinen als Spezies ja viel Energie darin zu investieren, den Planeten von unserer belastenden Existenz zu befreien.

Dann wieder gibt es Gemüsesorten, die vertrage ich nicht mehr so ohne weiteres: Von Paprika rülpse ich, dass es nicht mehr zu entschuldigen ist und Tomaten sorgen mitunter für juckende Spannungen der Haut rund um den Mund. Und warum soll ich  mich wieder an etwas gewöhnen, das mir anscheinend nicht gut tut?

Dann Salat: Mag ich nach wie vor sehr gerne, aber ich habe immer etwas Sorge was drin steckt, auch bei Bio und mein Magen verträgt die rohe Struktur auch nur in Maßen. So verringert sich die Liste von ganz alleine und trotzdem ist eigentlich immer etwas Gemüse dabei – nur halt viel weniger. Wo ich früher zwei Zucchini, eine Aubergine und zwei Tomaten angebraten hätte, als Beilage für zwei Personen, reicht heute eine Zucchini voll und ganz. Total abgefahren, manchmal denke ich ich müsste mehr essen, aber einfach nur weil ich es jahrelang so gemacht habe.

Und eine ganz neue Erfahrung ist es auch unterwegs zu sein. Ein Grund für den Wegzug aus der großen Stadt war ja die Sehnsucht nach dem weiten Grün. Hier im Taunus haben wir es gefunden und so machen wir uns regelmäßig bei wunderschönen Wanderungen kaputt oder gehen Paddeln oder oder…der Rucksack ist viel leichter, wenn man nicht noch den nächsten Fix für den Blutzuckerspiegel mitschleppen muss. Manchmal nehme ich pro Forma etwas Kleines mit, denn da ist die heimliche innere Sorge man könnte in der Wildnis Mitteldeutschlands, fern ab jeder Zivilisation, verhungern. Und dann stelle ich meistens fest, dass ich den Proviant zuhause wieder auspacke. Und wer nun mault, dass man dann ja nirgendwo einkehren kann, dem muss ich sagen, dass ich kulinarisch unterwegs selten vom Hocker gehauen wurde und nichts spricht dagegen in der Manier guter alte Ausflugslokale einen fiesen schwarzen Kaffee  oder einen Teebeutel-Tee zu trinken. Das sorgt auch für gedankliche Zeitreisen. Und ganz selten findet man auch kleine Perlen, die dann auch die Geschmacks-Snobs unter den Wanderern (zu denen ich mich oftmals zähle) glücklich machen, mit einer italienischen Kaffeemaschine oder  losem Tee.

Aber zurück zudem was bleibt, wenn man durch eine Ernährungsumstellung sein Nahrungspalette neu sortiert. Es ist mir ein großes Vergnügen zu schauen, was alles möglich ist mit den Dingen, die ich mag. Süßkartoffel-Schoko-Brownie, Rote-Beete-Schoko-Kuchen…lecker oder nomnom wie man wohl sagt.

Ich habe mein Kürbisbrot abgewandelt und eine trockenere Version in Form von Talern oder kleinen Fladen daraus gemacht.

Mein Rezept

1,5 Tasse Kürbiswürfel (ca 250 ml)
100 Gramm  Butter
3-4 Esslöffel Kokosmehl
2-3 Eier (drei, falls der Teig mit zweien zu trocken ist)
Salz
Pfeffer
Cayenne Pfeffer
Getrocknete Korianderblätter

  • Den Ofen auf 200 Grad vorheizen
  • Die Kürbiswürfel in der Butter weich schmoren und dann pürieren.
  • 2 Eier quirlen und unter die etwas abgekühlte Kürbismischung rühren.
  • Das Kokosmehl nach und nach unterrühren, der Teig soll fest aber nicht zu bröselig sein – im Zweifel das dritte Eier hinzufügen
  • Nun nach Geschmack mit den Gewürzen abrunden. Ich empfehle etwas mehr Schärfe, die passt gut zu der buttrigen Süße des Kürbis.
  • Aus dem Teig 4-5 gleichmäßige Kugeln formen und auf dem Backpapier ausgekleideten Backblech zu Fladen drücken.
  • Für ca. 20-25 Minuten in den Ofen. Die Konsistenz sollte am Ende eher etwas trocken und die Oberfläche angebräunt sein.

Tipp: Dazu passen wunderbar krosser Bacon (auf dem Bild ist es gebratener Schweinebauch) und eine Curry-Butter!

Guten Appetit

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