Herbstsonntage, Buchstaben-Familien und Frittierfreuden

Paleo Familienessen am SonntagUnbedingt raus da. Also in den sonnigen Herbst da draußen, wenn die Sonne einem beim Spaziergang nochmal schön den Rücken wärmt, während der Wind von vorne knisterkalt um die Ohren weht und der Himmel unfassbar klar ist. Ein wenig Sonntags-Schwärmerei ist da mehr als angebracht. Ein bisschen freue ich mich, in dieser Woche haben wir es immerhin auf zwei längere Spaziergänge inmitten von Feldern und Herbst und unverschämt üppigen Obstbäumen am Wegesrand gebracht. Eigentlich sollten es noch viel mehr sein, aber irgendwie kommen da immer noch die Anforderungen des Lebens dazwischen. Ich arbeite daran.

Und wenn man dann die widerstrebenden ersten 200 Meter hinter sich gebracht hat und die Häuser hinter einem liegen, wird die Lust am Gehen größer und der Schritt regelmäßiger und irgendwann ist man dann im Fluss. Im Gehen und in den Gedanken.  Und auch im Sprechen und währen da diese kühle Sonne die dunkle Jahreszeit nochmal etwas nach hinten geschoben hat im Kopf, haben die Gedanken den Spielraum genutzt und haben sich irgendwie  an der Familie aufgehängt. Nicht an meiner Familie im Besonderen, sondern eher allgemein an diesem speziellen Konstrukt, in das wir verwoben sind. Wir werden in einen Zusammenschluss von Menschen geboren, die wir vielleicht niemals getroffen hätten, wenn eben nicht über die Ebene der Blutsverwandtschaft. Und wir stehen zu all diesen Menschen in ganz vielfältigen Beziehungen, als Kinder, Eltern, Enkel, Onkel, Cousinen, …. Und die Menschen unter einander ja auch wieder. Nicht nur mit uns, sondern auch, wenn wir uns ausklammern würden. Da erscheint  vor meinem inneren Auge gleich ein furchtbar kompliziertes Muster an Verflechtungen…. Zusätzlich zu den Konstrukten, in denen wir uns dann noch selbstgewählt mit Freunden, Bekannten, Partnern und Kollegen bewegen… Da möchte man stehen bleiben um nicht über Fallstricke zu stolpern.

Und nicht nur diese familiär verzweigten Verbindungen machen dieses Geflecht so delikat, es sind vor allem die vielen Geschichten und Gefühle, die da mit hinein spielen: Das Verhältnis unserer Eltern zu ihren Eltern, unsere Geschichte mit unseren Eltern, unsere Geschwister mit den Großeltern und uns und und und..schwindelig…Es schwirrt, nicht nur der Kopf, wenn ich mir Familie als abstrahiertes Modell vorstelle, sondern auch dieses Modell, vor Dynamiken und Energien. Und alle stecken wir drin. Und das macht es so kompliziert, innerhalb dieses Systems etwas zu ändern. Innerhalb der vielen Rollen, die man innehat, möchte man ja niemanden weh tun, wobei, es gibt leider auch die Menschen, die sich innerhalb dieses Geflechts gekonnt bewegen und sicherstellen, dass ihre Bedürfnisse gestillt werden, ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf andere.

Es ist also nicht ganz einfach.  Aber es ist eine heilige Kuh und diese tumben Viecher werden nicht angerührt. Sollte man aber und vielleicht die ein oder andere auch einmal schlachten. Wir mögen innerhalb von Familien nur ungern kritisch gegenüber anderen Familienmitgliedern sein, also den ganz engen, die zweite Reihe Onkels und Tanten ist dann immer wieder gut für Geschichten und kleine verbindende Hetzkampagnen – wir Menschen sind streng genommen schon ein illoyales Pack. Und von außen sollte sich eh niemand anmaßen sich genötigt zu fühlen einen, vielleicht durchaus hilfreichen, Kommentar zuzusteuern. Das Rudel wird verteidigt und Kritik weggebissen. Situationen kennt jeder, jeder ist ja in irgendein spezielles Familiengeflecht verwoben. Und auch wenn man die Maschen ganz locker hält, kann es sein, dass einen das ein oder andere Thema oder Moment im Familienkontext plötzlich zusetzten. Aber wo setzt man mit dem Entwirren. Einfach wäre die Heckenschere, aber das bringt nichts, wer etwas ändern will, will sich ja nicht abschneiden. Wie bei den Freundschaften auch darf man aber Maschen fallen lassen oder Fäden ins Leere laufen lassen, man kann sie wieder aufgreifen, wenn man möchte, aber man muss nicht. Das sagt einem aber keiner. Familie ist irgendwie gesetzt und wir plötzlich geplagt von blinden Flecken.

Ich finde Familienkonstrukte auf jeden Fall hochspannend. Nicht in dem Sinne, dass ich alle Menschen meines Umfelds ausfrage, Onkel Erwin und Tante Friede sind mir ehrlich recht egal, wenn ich sie nicht kenne, aber der Stoff Familie gibt so viel her. Und deshalb liebe ich Bücher, die Familien zum Thema haben. Im allerbesten Falle geben sie einem etwas mit auf dem Weg: Verständnis , einen veränderten Blickwinkel oder Freude. Im beklemmenden Fall lassen sie einen seltsam verwirrt und bedrückt zurück und man sollte dann das Warnlicht nutzen zu schauen, was einen da so aufgewühlt hat. Und ganz nebenbei kann man sich als unsichtbarer Voyeur in die (Un-)Tiefen anderer Leute Verstrickungen begeben, ohne selbst handeln zu müssen.

Eine ganz fantastische Familiengeschichte hat Jonathan Franzen geschrieben. Diese eine heißt Freiheit. Wobei Freiheit nicht das ist, was dem Leser während der Lektüre durch den Kopf geht. Es ist ein eher beklemmendes Familienportrait. Nicht geschmückt mit attraktiven Protagonisten, sondern verzweifelt bemühten Mittelklasse Charakteren, das Kopfschütteln ist vorprogrammiert. Aber es ist auch eine spannende Lektüre, herrlich nüchtern und schnörkellos – ein Portrait einer amerikanischen Familie und ihrer komplizierten Verflechtungen und emotionalen Verbindungen. Ganz ohne Weichzeichner und eher mal mit einer Falte und Augenringen behaftet. Das macht es neben der Spannung phasenweise echt bedrückend und deshalb liest man weiter und weiter, denn der  unerbittliche Blick macht die Geschichte so real.

Eine Familie, die man an den langen Herbstabenden gut einmal besuchen kann.

Und wenn man dann auch einmal ganz real mit der eigenen Familie zusammen sitzt und nicht das Porzellan zerschlägt, oder in redundante Diskussionen über die immer gleichen Themen verfällt und die immer selben  Handlungsmuster abspult, wenn man also ganz bescheiden das Beisammensein genießt, sollte man diesen Moment mit etwas Leckerem versehen und Genuss teilen.

Rouladen mit Rotkohl und  frittierter Süßkartoffel

4 Rouladen
12 Scheiben Speck (nicht zu dünn)
Chutney, Cornichons oder eingelegtes Obst nach Wahl
1 kleiner Kopf Rotkohl
5 mittlere Zwiebeln
4 Süßkartoffeln
2 Eier
Schmalz
Pfeilwurzelstärke
Salz
Pfeffer
Senf (Dijon ist mein Favorit aber scharf und körnig ist auch eine gute Wahl)
Rotwein
4 Lorbeerblätter

  • Die Rouladen abspülen und trocken tupfen.
  • Nun ausrollen und salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen.
  • Jede Roulade mit drei Scheiben Speck belegen.
  • Für die Füllung, nach Geschmack , an einem Ende einen Klacks Chutney oder eine Cornichon auf den Speck legen, die Roulade nun um diese Füllung herum aufrollen und am Ende entweder einem Faden wickeln oder mit Zahnstochern feststecken.
  • Die Rouladen im Bräter von allen Seiten scharf anbraten.
  • Die Zwiebeln schälen und vierteln und zu den Rouladen geben.
  • Den Rotkohl vom Strunk befreien, vierteln und in breite Streifen schneiden und ebenfalls in den Bräter geben. Nun das Ganze mit einem großzügigen halben Liter Rotwein angießen, salzen, pfeffern und die Lorbeerblätter dazu geben. Deckel drauf und gut zwei Stunden köcheln lassen. Am besten schmecken sie, wenn man die Rouladen schon am Vortag vorbereitet und dann das Ganze noch einmal aufwärmt.
  • Die Süßkartoffeln schälen und wie klassische Pommes in schlanke Streifen schneiden.
  • Die beiden Eier gründlich verquirlen und Pfeilwurzelstärke (etwa 4-5 Esslöffel) unterrühren bis sich ein flüssiger Teig ohne Klümpchen gebildet hat. Diesen großzügig salzen und pfeffern.
  • In Ermangelung einer Fritteuse nun ein gutes Töpfchen Schmalz in einem kleineren Topf erhitzen und die Süßkartoffeln portionsweise im Teig wenden, abtropfen und im Schmalz frittieren bis sie gut goldbraun sind, dabei in Bewegung halten, damit sich nicht zusammenkleben.
  • Kurz auf Küchenkrepp abtropfen, damit sie nicht zu labbrig sind und mit etwas groben Salz mischen.

Eine Neuinterpretation von Fleisch mit Rotkohl und Pommes – super.

Guten Appetit!

 

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Bücher für die anderen, Rituale und zwei schnelle Freuden (herzhaft und süß)

Lesen und EssenLesen. Wenn mich jemand fragt, womit ich mich, neben der gedanklichen und praktischen Auseinandersetzung mit Essen, am liebsten beschäftige, dann ist die Antwort eindeutig für mich: lesen.
Bücher sind mein liebster Ort neben dem schönen Zuhause, wenn die Sonne durchs Fenster scheint, die Katze schnurrt, der besondere Mensch anwesend ist und alles für den Moment so schön ist, dass man kurz die Luft anhält, damit es nicht weg geht. Oh, ich schweife ab in Freitags-Harmonie.

Als Kind habe ich allabendlich darum gebettelt, dass die Vorlesezeit ausgeweitet wird und kaum ordneten sich die Buchstaben des Alphabets für mich zu Worten, habe ich selber angefangen Bücher zu verschlingen. Und dann konnte es schon mal vorkommen, dass meine Mutter mich beim blöden Blockflöten-Unterricht wähnte (das einzige was mir daran gefiel war, dass ich zum Vorspiel Rüschensocken durchsetzen konnte), während ich in Wahrheit vergessen hatte loszugehen und auf dem Boden lag und las.  Und diese Faszination für geschriebene Welten zieht sich durch mein Leben, wobei ich dabei einige Wandel durchgemacht habe. Als Kind habe ich viel zu früh auch immer mal in das elterliche Bücherregal gegriffen und Sachen gelesen, die sich meinem Erfahrungshorizont entzogen und deren Schnipsel mir heute manchmal noch einfallen. Da war ein Buch über ein Gehirn in einem Tank in einem Labor…ich weiß es nicht, aber das war es, was es mich immer fasziniert hat: dass Bücher einem Bekanntes ganz neu und Unbekanntes ganz vertraut zeigen können. Sie geben Antworten oder hinterlassen Fragen und treiben einen so an sich mit bestimmten Themen weiter auseinander zu setzten und aufs ganz Wunderbarste wächst man so an seiner Lektüre.

Und ja, das hängt natürlich auch von der Lektüre ab. Und das meine ich jetzt nicht mit intellektuell-bildungsbürgerlich erhobenem Umblätter-Zeigefinger, der mahnend auf den Kanon der 100 wichtigsten Bücher verweist, die einem bekannte Leitmedien in regelmäßigen Abständen immer wieder zusammenstellen und dabei am Besten noch den Untergang aller Kultur proklamieren, wenn die Jugend die literarischen Pappenheimer nicht mehr aus dem Effeff zitieren kann. Davon halte ich nicht viel. Zu lesen, was man gemeinhin halt lesen sollte, nur um zu sagen, dass man es gelesen hat, ist sinnlos. Ich glaube nicht, dass dann viel hängen bleibt. Neugier ist der wohl schönste Motor, der einen in der Büchervielfalt vorantreiben kann.

Neugier, Interesse und eine offene Einstellung. Dann können einem ganz wunderbare Begegnungen mit Büchern passieren und es werden einem Geschichten geschenkt, die berühren, denn auch wenn es kitschig klingt: Es liest halt mehr als nur der Kopf. Und manche Bücher bleiben bei einem, weil ihre Geschichte so wundervoll ist oder ihre Sprache so besonders und fesselnd. Leider gibt es da aber auch Unmengen von Büchern, die sind wie Fernsehen an einem Nachmittag unter der Woche. Nach einem Baukastenprinzip an der Zielgruppe ausgerichtet. Auf Spannung, Voyeurismus und  Ersatzbefriedigung, Betäubung ausgelegt. Das sind Bücher, die man wohl kein zweites Mal in die Hand nimmt, die die falsche Form von Abtauchen bringen und den Leser auch etwas unbefriedigt zurücklassen. Beispiele kennt wohl jeder: schnell gestrickte Krimis, peinliche Romantik- ,Erotik- oder Historienschmonzetten… Jeder hat doch Buchleichen in der nicht so auffälligen Ecke seines Regal versteckt. Ja, ich stehe jetzt einfach mal dazu. Ich habe eine Zeitlang gerne skandinavische Krimis (und da gibt es sehr gute, aber nicht nur) und auch mal einen Baukasten Stephen King gelesen.

Und, als Studentin der Geisteswissenschaften und einem gewissen intellektuellen Druck verspürend, lagen diese Bücher nicht ganz so offensichtlich rum wie die französische Ausgabe der Monde Diplomatique. Die ich natürlich im Original lesen konnte. Und mit dieser Verschleierungs- und Gaukel-Taktik stand ich sicherlich nicht allein da. Gerade in der großen Stadt Berlin wird nicht nur darauf geachtet, was Du trägst, sondern auch das Buch, das während der U-Bahnfahrt gezückt und  mit angemessen attraktiv geknautschter Stirn gelesen wird, ist ein Statement, das Gleichgesinnten zuzwinkerte „Hey, ich gehöre auch dazu!“ und Anderslesenden das geschriebene Brauenrümpfen zeigte. Rückblickend tut es mir leid, dass ich mich von diesem betont intellektuellen Getue, in das man als Student allzu schnell gerät, so habe hinreißen lassen.  Traurig, dass das nötig war und viele bleiben darin verhaftet, da wird dann mit Namen um sich geschmissen, die man dem letzten Wochenend-Feuilleton entnommen hat und die Spielregeln sehen vor, nicht zu genau nachzufragen. Denn Vorsicht: Nicht jedes beeindruckend gefüllte Buchregal wurde auch gelesen! Und wenn man dann in ehrlich gemeinter Bewunderung als Gast vor dem Regal steht und Interesse äußert, das über Bewunderung hinausgeht, ist der arme Gastgeber vielleicht genötigt leise vor sich hin zu grummeln, dass man das Buch noch nicht gelesen hat, oder ihm nichts abgewinnen konnte. Das ist nicht gut und sorgt für unangenehme kleine Momente. So sollte es nicht sein! Ich würde mich freuen, wenn mir dann mal jemand sagen würde: „Ganz ehrlich, ich dachte dass muss man haben und fand es so unverständlich und pfurztrocken im Vorwort, dass ich es nicht gelesen habe.“ Das wäre schön und eine Erleichterung und ich würde dieser Ehrlichkeit tiefsten Respekt zollen, ich würde es auch sagen. Mittlerweile, aber das war auch ein Prozess. Heimlich „Schund“ lesen – ein schlimmes Laster, nicht wahr? Nein, durchaus verzeihbar.
Die Lesegewohnheiten haben sich mittlerweile geändert. Belletristik und Krimis müssen mich heute deutlicher überzeugen als früher. Immer öfter greife ich nach Sachbüchern, da es einfach so vieles gibt, was ich wissen, lernen und verstehen möchte.

Das mit schönste Lesen für mich aber ist das Vorlesen. Ein Ritual, das sich vor gut zwei Jahren eingeschlichen hat und immer mehr Raum einnahm. Es ist so ein schöner Moment, Geschichten mit jemanden teilen zu können und über Bücher zu reden und im Lesen einfach eine schöne Zeit miteinander zu verbringen, in Geschichten einzutauchen und diese in der Erinnerung zu teilen, wie einen gemeinsam verbrachten Urlaub. Ich kann nur für viel mehr Vorlesen plädieren!

Und beim Vorlesen wird noch einmal ganz neu auf die Auswahl der Lektüre geblickt. Geschichten und Erzählkunst stehen hier im Vordergrund. Wer vorlesen möchte, dem kann ich als Einstieg nur Michael Ende oder Rafik Schami  empfehlen.  Allein das Erlebnis, einen Kindheitsbegleiter wie Momo noch einmal zu lesen, jetzt wo man in der Welt der erwachsenen grauen Herren angekommen ist – es lohnt jeden Buchstaben.
Und manchmal verfliegt dann so viel Zeit mit den Büchern, dass es mit dem Essen ganz schnell gehen muss. Deshalb ein Abendessen und etwas nur halbvernünftiges Süsses für zwischendurch zum Lesetee.

Bohnen mit Speck (Eine bereits erwähnte Beilage, die mit mehr Speck eine Hauptrolle verdient hat)

500 Gramm grüne Bohnen
Schmalz
2 mittelgroße Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
150-200 Gramm Speck in Würfeln
Salz
Pfeffer
Rotweinessig

  • Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln.
  • Mit dem Speck in großzügig Schmalz andünsten, bis der Speck knusprig wird.
  • Nun die Bohnen dazugeben, guten salzen und pfeffern und etwa 12-15 Minuten knackig dünsten.
  • Zum Ende noch einen Schuss Essig dazu: Fertig.

Ganz wunderbar schmecken die Bohnen auch lauwarm bis kalt,  mit noch etwas extra Olivenöl und einem Löffel Chutney …Oder zu Fleisch.

Aprikosen-Kokos-Konfekt (ganz köstliche kleine Kugeln, aber bitte nicht zur Gewohnheit werden lassen! Ich stehe dem massiven Fruchtzucker kritisch gegenüber, aber ab und zu und wohl dosiert…..)

200 Gramm getrocknete, unbehandelte Aprikosen
75 Gramm Kokoschips
1 Teelöffel reineVanille
Kakaopulver
Kokosraspeln

  • Die Aprikosen zwei – drei Stunden in lauwarmen Wasser einweichen (sonst fängt der Pürierstab schon mal an zu qualmen..).
  • Die Aprikosen abgießen und mit den Kokoschips und der Vanille schön mit dem Pürierstab bearbeiten, bis die Stücke immer feiner werden und sich aus der Masse schöne Kugeln formen lassen.
  • Diese nun einfach pur belassen oder wahlweise in Kokosflocken oder Kakao wälzen.

Guten Appetit!

 

Kindergarten-Leber-Alpträume aufarbeiten

Lecker Leber Super FoodSo, es kehrt wieder Ruhe ein und auch die lieben Menschen aus dem Umfeld, die einen in einem temporären Anfall besessen-moralischer Bürgerpflichtsverkörperung in den letzten zwei Tagen noch den Untergang der Demokratie in die Schuhe geschoben haben, dürften sich mittlerweile wieder etwas stabilisieren und den gerechten Empörungspuls herunterfahren.
Und ich freue mich auf spannende vier Jahre Politikbetrachtung und hoffe, ich zeige genug Größe, den einen oder die andere nicht etwas zu piesacken, wenn nach dem Brennen für die Wahl das Interesse am politischen Tagesgeschehen wieder einschläft. Ich bin auch nur ein Mensch und arbeite an den kleinen Fehlern. Nein, ich bin, glaube ich, nicht nicht so der Ätsch-Typ. Eher beredtes Blicken und leichtes Schnauben, wenn es denn schon sein muss.

Aber egal. Kreuzchen, ähm, Häkchen hinter dieses Thema. Vorerst.
Stattdessen eine kleine Exkursion in Kindertage, in denen ich in regelmäßigen Abständen gezwungen war im Kindergarten zu Mittag zu essen. Wenn ich es richtig erinnere, bekamen wir das Essen geliefert, das sonst als Essen auf Rädern an arme wehrlose Senioren verteilt wurde, die nichts getan haben um kulinarisch so abgestraft zu werden!
Und der ganz besondere Alptraum, neben dem zwangsverordneten Mittagsschläfchen, war der Tag, an dem es immer Leber gab. Ich kann mir den Geruch bis heute in Erinnerung rufen. Fast weißer Instant-Kartoffelbrei (es gab eine Zeit, da habe ich Kartoffelbrei aus der Tüte geliebt und in knappen Studentenzeiten schien das Preis-Leistungs-Verhältnis ok, noch etwas Butter und Muskatnuss…habe ich erwähnt, dass ich dann irgendwann zu kämpfen hatte?) mit einer graubraunen Soße in der kleine Stückchen schwammen. Leber und irgendein Gemüse…. Es würgt… Ich war sicher nicht das einzige Kind, dass es zu einer gewissen Kunstfertigkeit darin gebracht hat, sich Soße ohne Stückchen auf den Kartoffelbrei zu giessen. Und dann Daumen gedrückt, dass keiner was merkt. Sonst gab es nämlich extra viele Leberstückchen. Weil die so gesund sind.

Das stimmt im Grunde ja auch. Leber ist eines dieser Super Foods.  Mit einem beeindruckenden Gehalt an Vitaminen und Mineralien wie Zink, Magnesium, Vitamin A, D…. Wenn, ja auch hier wieder ein Wenn, die Tiere aus einer artgerechten Haltung mit entsprechender Fütterung stammen. Und das glaube ich beim Essen auf Rädern nicht. Das ist schade. So wird das althergebrachte Wissen, dass Leber gesund ist und gegessen werden sollte, ins Gegenteil verkehrt und man serviert eine Portion Schadstoffe, wenn es sich um Leber aus konventioneller Massentierhaltung handelt.

Das Argument, dass Leber so belastet ist, hat mich jahrelang vor dem Verzehr ebendieser gerettet. Aber mit dem Wissen, wie gesund Innereien sind und mit der richtigen Fleischquelle, habe ich mich überreden lassen…Und habe überlebt. Nun sind wir noch keine dicken Freunde, die Leber und ich, aber ich beginne zu erkennen, was sie so beliebt macht. Noch esse ich mit spitzen Zähnchen und habe lieber noch schnell ein paar Birnen zur Sicherheit als Beilage eingelegt, um im Zweifel die Leber durch den Birnengeschmack überdecken zu können (noch so eine Taktik von früher), aber es ging. Tatsächlich. Es war gar nicht übel und wir werden unser Verhältnis vertiefen.

Aber im Zuge dieser Kopfarbeit im Vorfeld des Leber-Verzehrs musste ich noch einmal an die zum großen Teil miese Lage in Sachen Essen in öffentlichen Einrichtungen nachdenken.
Natürlich, es ist eine Frage des Budgets, aber vielleicht sind grundsätzlich Prioritäten falsch gesetzt? Ich bin noch um die Ganztagsschule herum gekommen und muss zum Glück nicht die entsprechenden Themen mit Lehrern und Erziehern diskutieren, denen entweder die Hände gebunden werden, oder die fest an das Evangelium der industriegeprägten Ernährungspyramide glauben. Wer an diese Front kämpft, der verdient den größten Respekt, denn gerade auch auf den Tellern werden Weichen gestellt. Den einzigen kleinen Ausschnitt, den ich als Einblick habe, verdanke ich meiner Mutter, die seit langen Jahren mit Herzblut Erzieherin ist (ich würde mir manchmal wünschen, sie würde niederschreiben, was sie aus bald 40 Jahren in diesem Beruf zu erzählen hat…). Nun isst meine Mutter nicht Paleo-konform. Sieht aber ein warum wir das tun und interessiert sich für das Thema Ernährung. Ihr Kindergarten hatte immer schon eine Hauswirtschafterin und Köchin, die lange Jahre selber das Mittagessen gekocht hat. Dann wuchs der Kindergarten und nun wird regelmäßig Convenience-Mist angeliefert, der dann nur fertig gegart werden muss und ansonsten unterscheiden sich die Tage in solche mit brauner oder weißer Soße und Fisch und Fleisch-Klein-Klein in Panade zu lustigen Dingen geformt…Ein Graus. Da wird aus Kostengründen die Gelegenheit verspielt, Kinder an Essen heranzuführen. Denn Fakt ist nun einmal, dass dies nicht mehr in allen Familien geleistet werden kann. Und man die Schuld daran nicht den Eltern, sondern zuerst der Politik in die Schuhe schieben sollte.

Nein, keine Politik heute. Irgendwie schon, aber nicht explizit. Wie geht man damit um als Eltern, wenn man sein Kind vor diesem Essen schützen möchte? Man möchte seine Kinder ja sicherlich nicht ausgrenzen und Untersuchungen haben gezeigt, dass Erzieherinnen genauso beeinflussbar sind wie alle anderen Bevölkerungsgruppen. Wenn Kinder also gut gepflegt, hübsch angezogen und mir einem soliden Grundwortschatz in den Kindergarten kommen, werden sie automatisch anders wahrgenommen als jene Kinder, die weniger privilegiert aufwachsen. Und dasselbe gilt wohl auch für die Wahrnehmung der Eltern und ich würde mal frech behaupten, dass man es mitunter den lieben Kleinen nicht einfacher macht, wenn man seine Überzeugungen jenseits des Mainstreams vertritt. Wir Menschen tun uns einfach schwer im rationalen Abwägen von Argumenten und der objektiven Beurteilung anderer. Ich schließe mich da ein.

Aber ich merke immer mehr, dass ich mich  daran störe, wie sehr Essen auch ausgrenzen und schlimmstenfalls Chancen verschlechtern kann. Ich glaube schon, dass wir noch ein winziges Stück besser sind als etwa unser westlicher Partner USA.  Dort sind die Schulkantinen längst unter den großen Softdrink-Anbietern aufgeteilt und was dort serviert wird, kann nicht förderlich sein. Als neulich eine Fotoserie online ging, die  Bilder der trostlosen Essensituation zeigte, bekam ich Kopfschmerzen vom anschauen. Wie sollen Kinder mit diesem Essen aufmerksam sein und lernen?  Und wer sich nun beklagt, das wären erste Welt Probleme und irgendwo anders gäbe es gar nichts zu essen, der sei noch einmal darauf hingewiesen, dass viel von dem Dreck, der den Kindern  in westlichen Nationen serviert wird, in Ländern angebaut wird, denen dank dieser West-Exporte die Ressourcen wie Wasser und Ackerfläche für die lokalen Anbaumethoden entzogen werden. Ein Teufelskreis.

Essen ist ein Thema, das die Gemüter bewegt und zu wahren Glaubenskriegen am Essenstisch führen kann und deshalb sollte man ganz genau hinschauen und wenn man kleine Lichtblicke oder vernünftige Projekte findet, kann man etwas tun! Spenden oder sich engagieren!
So ist der Convenience-Fraß aus meinem Leben verschwunden und die Leber schleicht sich wieder. Das ist ok. Darf sie.

Rinder Leber mit Apfel und Zwiebel

500 Gramm Leber
2 säuerliche Äpfel
2 mittlere Zwiebeln
Rotwein
Pfeffer
Salz

  1. Die Leber abwaschen, von der Haut befreien und in zarte Streifen schneiden. Diese ca. eine Stunde in einem Rotwein nach Wahl ziehen lassen.
  2. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden, Apfel schälen und in Spalten schneiden. Beides in ordentlich Butter mit etwas Salz anbraten, bis die Zwiebeln golden werden. Dann zur Seite stellen und warm halten.
  3. Die Leber abgießen und gut abtropfen lassen. In Butter kurz scharf anbraten und ordentlich pfeffern. Danach noch weiter köcheln lassen. Bis alles noch zart, aber durch ist. Erst zum Schluss salzen!

Dazu passt auch gut Chutney oder eingelegtes Obst oder ein Rotkohlsalat!

Guten Appetit!

Was die sich einbilden und der Kopf im Birnen-Chutney-Glas

Binren ChutneyEs wird Zeit, dass einen nicht mehr von jeder Laterne und jeder Kreuzung feiste Politikergesichter dumm angrinsen. Die personifizierte Saturiertheit des Hinterbänklertums steht den meisten Vertretern der großen Volksparteien ins Gesicht geschrieben.

Und an allen Ecken wird man ermahnt morgen auch bloß ja zur Wahl zu gehen. Ich bin es aber leid, wenn mir irgendwelche hochbezahlten Fußballer über das Radio erklären, dass die Wahl morgen wichtig ist und man wählen soll. Aha, ja toll, vielen Dank für die tief schöpfende Erklärung. Twitter nervt mich mit der Aufforderung zur Wahl zu gehen, Avaaz möchte sogar, dass ich meine Freunde besuche und sie persönlich zur Wahl schicke.  Und als Krönung des Ganzen kriege ich ungefragt eine Bild-Zeitung-Sonderausgabe zum Thema schöner Wählen in den Kasten gesteckt. An dieser Stelle ein Kompliment an unsere  super freundliche Postbotin, die nicht nur viel zu schwere Fleisch-Pakete bei uns abliefert, sondern auch persönlich unangenehm betroffen war, wann immer sie einem in den letzten Wochen Politiker-Werbung in die Hände drücken musste.

Die Bildzeitung lässt die Herausforderer noch schnell Menscheln und hohle Fragen von noch hohleren Prominenten beantworten. Das ist dann immer lustig zu sehen, wer noch versucht mit einer quasi Fach-Frage zu glänzen. Klassen-Streberin Veronica Ferres etwa erkundigt sich nach möglichen Koalitions-Partnern, aber die Frau mit der ätzenden Stimme habe ich gefressen, nachdem sie in einer Talkshow nach einer ihrer seicht-bewegten, zeitgeschichtlichen Schmonzetten als persönlich berührte Geschichts-Expertin auftrat. Verdammt, da hätte ich mir mein Geschichtsstudium auch sparen können, im Angesicht von so viel Gefühl und Einsicht. Und für die unentschlossenen Jung- und Erstwähler gibt es in der Bild noch eine Doppelseite mit erstwählenden Abziebildern, die ihre politische Präferenz kund tun – da kann man sich dann schnell noch da einordnen, wo man sich wohlfühlt und entsprechend das Kreuzchen setzen.

Somit habe ich heute zum ersten Mal nach ich weiß nicht wie vielen Jahren in einer Bildzeitung geblättert… Im Ergebnis wurde sie wutschnaubend zerknüllt und ins Altpapier gesteckt, der Dreck. Und hätte ich den Spiegel im Haus, was nicht der Fall ist, er fiel mir nur gestern beim Zeitungshändler ins Auge, wäre es ihm ebenso ergangen. Dort prangert der Titel an, Nichtwähler würden die Demokratie verspielen.

Nein, nein, nein – das stimmt so nicht. Es sind Medien, die eine Wahl zum Happening mit Spannungscharakter aufblasen und so tun als würde sich etwas bewegen, die die Demokratie gefährden. Es sind Unternehmer, die sich genötigt sehen, Wahlempfehlungen auszusprechen, es ist das Bombardement an Aufforderungen bloß ja morgen Kreuzchen zu machen, die gefährlich sind. Denn, welchen inhaltlichen Wert haben Stimmen von Wählern, die auf äußeren Druck hin Wählen gehen, aber im Grunde gar keine inhaltliche Wahl treffen, sondern eine mediengeformte, Umfeld-konforme, letzten Endes unüberlegte Wahl? Haribo wünscht mir eine schöne Wahl und hofft insgeheim wahrscheinlich, dass der Zucker der eigenen Produkte längst so viele Bürgersynapsen geschädigt hat, dass eine Wahl getroffen wird, die dann einfach bloß legitimiert, was sich im Grunde ja nicht wirklich ändert. Glaubt wirklich noch jemand, dass ein politischer Führungswechsel einen Ruck in eine neue Richtung bedeuten würde?  Denn auch wenn sich Mehrheiten verschieben und es tatsächlich Änderungsansätze gäbe, würden da immer noch Hunderte aufgeblähter Politiker-Egos sitzen, die sich in Abstimmungsprozessen aus niedersten Motiven gegenseitig blockieren, damit sich eben nicht viel ändert und vier Jahre später die Wahlkampfmaschine wieder angestoßen wird. Ich sage nicht, dass es nicht auch Menschen mit lauteren Motiven und vernünftigen Ansätzen gibt, die versuchen sich innerhalb der Parteienlandschaft zu engagieren und hoffen, etwas ändern zu können. Aber wieder einmal gewinnt der Stärkere und das ist nicht immer der Bessere und so findet man sie selten in den Elfenbeinturm-Ebenen der Bundespolitik, die wahren Gewissens-Politiker.  Eher sind es dann Vertreter einer besonders widerlichen Spezies, die das Weltverbesserertum vor sich her tragen und in moralischen Gewässern auf Stimmenfang gehen.

Ich bin desillusioniert. Ich habe immer gewählt, seit ich das erste Kreuzchen machen durfte. Und als Kind war ich gepackt von der ernsten Spannung, die sich ausbreitete, wenn die Eltern am Wahlabend mit Gleichgesinnten zusammen saßen und den Ausgang der Wahl verfolgten und diskutierten.

Das hat mich geprägt und jeder politischen Diskussion in späteren Jahren haftete immer auch so eine Aufbruchsstimmung an, der emotional aufgeladene Wahlabend in seiner perfekt orchestrierten Inszenierung funktionierte, wir saßen gefesselt vor den Bildschirmen, diskutierten für und wider und glaubten an eine Änderung. Hatten politische Vorbilder und das war auch ein bisschen cool. Naja, der urbane intellektuell-politische Mainstream Anfang/ Mitte Zwanzig halt.

Ich will da nicht mehr mitmachen. Und wer mich dafür angeht, den lade ich herzlichst zu einem kleinen Austausch ein, denn allzu oft kaschiert das Unverständnis für Nichtwähler nämlich auch eine Uninformiertheit, ein Nichtverstehen und Nichtverstehenwollen des politischen Zirkusses, weil es einfacher so ist. Und einfacher ist es dann auch einfach zuzuschnappen, wenn da einer aus der Reihe tanzt. Eines bitte nicht falsch verstehen, so desillusioniert und politikzweifelnd ich auch bin, halte ich die Bundestagswahl durchaus für wichtig. Ich denke halt, dass es hier um eine Bewusstseinsentscheidung geht. Wer einfach sein Kreuzchen macht, weil man das so macht und mir aber nicht erklären kann, warum er so gewählt hat, den kann ich nicht verstehen. Denn es geht um eine Wahl, eine Entscheidung, die einen Prozess des Nachdenkens erfordert. Wer diese Chance vertut, rettet nicht die Demokratie, im Gegenteil, er arbeitet weiter daran mit, die Wählerstimmen ins ferne Land des Nichtrelevanten zu treiben. Wer also mit Überzeugung und Wissen wählt, dem wünsche ich, dass seine Erwartungen nicht enttäuscht werden (ich sage nur Rot/Grün Agenda 2010 und Afghanistan…). Und wer sich sagt, er will nicht wählen gehen, den bitte ich diese Entscheidung nicht aus reiner Faulheit zu treffen, sondern diesen Anlass zu nutzen und sich noch einmal bewusst zu machen, warum Nichtwählen auch sinnvoll sein kann und was ihn stört.
Ich störe mich an vorgekauten, gefälligen Argumenten, die uns dank umtriebiger Medien im Wahlkamps allzu schnell serviert werden, aber wenn ich dies kritisiere, bin ich auch in der Schuld, meine Wahl der Nichtwahl bewusst zu treffen.
Ich habe mich entschieden, ich bin morgen nicht dabei. Das ist meine Wahl.

Und damit ich den vielversprechenden morgigen Herbsttag sinnvoll und produktiv nutze, habe ich mich entschlossen weitere Chutney-Experimente zu starten und eine zweite Ladung Wegesrand-Birnen zu verarbeiten. Ich habe den Kopf lieber voller Wohlgerüche als hohler Phrasen.

Birnen Chutney

Ca. 3 Kilo Birnen
500 Gramm rote Zwiebeln
120 Gramm Xucker
150-200ml Apfelessig
1 großes Stück Ingwer (ca. 7 cm)
4 Lorbeerblätter
6 Lorbeeren
4-5 Esslöffel Senfkörner
3 scharfe Chilischoten
3 Zimtstangen
100 ml Cidre
Gläser mit Schraubdeckel

  • Die Birnen schälen und klein schneiden.
  • Zwiebeln, Ingwer schälen und fein hacken, ebenso die Chilies.
  • Den Xucker in einem Topf mit etwas Fett schmelzen, dann Zwiebeln. Chilies und Ingwer darin karamellisieren.
  • Alle anderen Gewürze dazu geben. Dann die Birnen, den Cidre und den Essig, erst einmal 150 ml und dann noch einmal nach 10 Minuten abschmecken und entsprechend mit etwas Xucker oder Essig nachwürzen.
  • Alles 30-40 Minuten köcheln lassen, bis im Mus noch Stücke erkennbar sind.
  • Die Gläser und Deckel mit kochendem Wasser spülen, abtrocknen und bis einen Fingerbreit unter dem Rand füllen. Denn  Rand mit einem Tuch säubern, die Deckel festschrauben und die Gläser auf den Kopf 10 Minuten abkühlen lassen, dann umdrehen.

Sie knacken dann beim ersten Öffnen und halten sich monatelang – aber bis dahin ist es hier leer…

Passt hervorragend zu irgendwie allem was ich mag…

Guten Appetit!

Das mit dem Brautkleid und dem Blaukraut

Rotkohl SalatEs ist schon etwas seltsam, mitten im Taunus zu sitzen und daran zu denken, dass heute eine sehr gute Freundin im fernen Mexico heiratet.
Lange Jahre haben wir uns durch das Erwachsenwerden in der großen Stadt Berlin begleitet, haben Sonnenaufgänge geteilt und seltsame Dinge durch die Stadt geschleppt. Klamotten getauscht und die Welt besprochen.
Sie war meine Trauzeugin und hat mich sehr bestärkt, als ich mich in Bewegung setzte, die Stadt zu verlassen. Und während es bei mir in Richtung Dorf ging, zog es sie, des Herzens wegen, nach Mexico City.

Das ist ganz schön weit weg. Und das macht es manchmal ganz schön schwer, da man sich nicht so einfach treffen kann und auch feststellt, dass sich Beziehungen verändern, weil jeder einen neuen Lebensrhythmus hat, mit ganz eigenen Wichtig- und Nichtigkeiten.
Natürlich passiert so etwas nicht über die Nacht, ich kann da nur für Mädchenfreundschaften sprechen, aber sicher gibt es da Grundsätzlichkeiten, die auch Männer erleben.
Es ist ein großes Geschenk, wenn man Freundschaften lebt, die einen durch wichtige Zeiten begleiten, in denen man all die kleinen und großen Verrücktheiten und besonderen Momente erlebt, die noch Jahre später für eine Geschichte gut sind und die Augen zum Glitzern bringen – Partners in Crime oder wenigstens beim Großwerden.

Verändern tut sich dann schon etwas, wenn einer oder beide plötzlich noch eine (Liebes-)Beziehung  in ihr Leben lassen. Dann verschieben sich die Gewichtungen und Rollen werden neu definiert.
Das ist nicht immer einfach und schmerzfrei, aber es gehört wohl dazu. Mitunter ist es auch aufreibend, irgendwie sind wir ja auch geprägt von Bildern, die uns suggerieren, dass wir uns ständig mit vielen Menschen umgeben sollen, unsere Beliebtheit offen vor uns her tragen sollen und somit zeigen, dass wir dem Bild entsprechen und konforme Gesellschaftstiere sind. Je mehr Leute einen mögen, desto sicherer kann man ja sein, dass man nicht aneckt und alles richtig macht.

Ich mag Menschen, sogar sehr. Auch wenn ich vieles, was sie tun, nur schwer nachvollziehen kann. Und ich weiß um den Wert echter Freundschaften. Aber ich habe für mich auch gelernt, dass mir eine kleine Gruppe wahrer Freunde wichtiger ist als eine immer größer werdende Schar von Freunden, deren Bekanntschaft sich auf lange Nächte an der Bar beschränkt und wo das Bindeglied der Taumel des Stadtlebens ist und wenig mehr. Klingt blöd, ist aber so. Und man muss nur einmal aus der Stadt wegziehen und man wird schnell merken, welche Kontakte mitwachsen und wo anscheinend die Verbindung einschläft. Und das ist völlig ok. Trifft man sich dann durch Zufall, ist es nett aber zeigt auch, dass man seine begrenzte Energie auch auf bestimmte Menschen konzentrieren darf und nicht wie Smarties damit um sich schmeißen soll. Smarties sind eh Mist und außerdem musste ich die  in Kindertagen (und darüber hinaus) immer zwanghaft nach Farben sortieren… aber egal.
Nein, Freundschaften sollte man eben so weise und mit Bedacht wählen, wie die Konflikte, auf die man sich einlässt.

Nun habe ich mich allein schon durch die Entscheidung, mein Leben umzukrempeln, räumlich sehr aus allem zurück gezogen, das schafft automatisch eine Distanz und erlaubt auch andere Perspektiven. Aber es hat auch schöne neue Türen geöffnet und Freundschaften neu definiert, wie das in dem letztlich immer gleichen Umfeld der großen Stadt wohl nicht passiert wäre. Wenn mich jemand fragt, ob ich mich einsam fühle – kein Stück. Und ob das nicht zu nah ist, so arbeiten und leben und lieben mit ein und demselben Menschen. Dann muss ich mich wundern, wenn ich mir mit diesem Menschen nicht alles hätte vorstellen können, hätte ich ihn nicht geheiratet. Und ja, da steckt auch Arbeit drin. Wie in jeder Beziehung und wer da den Kopf schüttelt und sagt bei mir ist alles Eierkuchen, da erlaube ich mir ein Stirnrunzeln. Menschen mit ihren Besonderheiten, persönlichen Geschichten, Verletzungen, Ticks und Ängsten, bedeuten immer auch etwas Arbeit, wenn man sie zusammen steckt.  Und meist sind es Ehrlichkeit und Austausch, die hier den Weg ebnen und es ermöglichen, dass man sich auf einer Ebene begegnet, die ermüdende (Macht-)Spielchen und frustrierende Projektionen vermeidet. Und damit spart sich gleich eine ganze Menge der Dramen, die in vielen Beziehungen so häufig passieren und mitunter noch als Leidenschaft gedeutet werden, dann braucht man nicht so genau hinzuschauen.

Meiner lieben Freundin in der Ferne wünsche ich, dass sie diesen Menschen gefunden hat, der ihr Herz sieht und der weiß, wer sie ist, welch kostbarer und besonderer Mensch. Ich wünsche ihr von Herzen alles Glück und alle Energie, die es vielleicht auch manchmal braucht und einen ganz besonderen Tag. Eines weiß ich mit Sicherheit: Egal wie das Brautkleid aussieht, sie wird besonders schön sein.
Und so werde ich in wenigen Stunden ganz fest in die Ferne denken, mit einem Rührungsklops, weil ich so unheimlich sentimental bin und wir so viel erlebt haben. Und ich weiß nicht, was sie dann essen werden an diesem besonderen Tag im fernen Mexiko.
Ich werde mir einen Rotkohlsalat machen, weil es schnell geht und mehr Zeit für Rührung bleibt und weil ich die Farbe so mag.

Orangen-Rotkohl-Salat mit Walnüssen

Einen halben Rotkohl (oder einen ganzen kleinen)
1 große Orange
2 Handvoll Walnüsse
Apfelessig
Olivenöl
Kürbiskernöl
Salz
Pfeffer

  • Den Rotkohl mit einem Messerin feinde Streifen schneiden und gut durchwaschen.
  • Die Orange filetieren und in kleine Stücke schneiden.
  • Die Walnüsse klein brechen in der Pfanne anrösten.
  • Den Rotkohl mit Apfelessig, Olivenöl, Kürbiskernöl, Salz und Pfeffer anmachen. Ruhig großzügig sein mit dem Kürbiskern Öl, der Geschmack passt so gut.
  • Die Orange und die Nüsse unterheben und alles gut durchziehen lassen (1-2 Stunden).

Ein schöner knackiger Salat zu Fleisch oder auch einfach mit gerösteten Speckwürfen. Hält sich wunderbar ein paar Tage im Kühlschrank, wenn man zu viel gemacht hat. Wer mag kann ihn sich dann immer neu verfeinern und noch einen Apfel rein schneiden.

Guten Appetit!

Der Elefant und das Mädchen – etwas von Peta und eine Geschichte

ElefantenGanz unbedarft klickte ich heute morgen auf einen Link, den mir eine befreundeter Mensch ohne Kommentar hatte zukommen lassen. Im Kampf gegen letzte Schlafwolken im Kopf setzte schnell Ernüchterung ein und er war da der Klops im Hals. Nun bin ich kein so überzeugter Fan von Peta. Klar, sie haben einen guten Weg gefunden über prominente Gesichter eine Öffentlichkeit zu erreichen, aber Kampagnen wie etwa die Vegetarier-Motive sind mir zu flach, zu kurz gedacht. Aber das ist momentan eh mein Problem mit dem Vegetarier-Hype. Der Fleisch-Verzichter als Vorbild…. Nein, auch ich möchte ein artgerechte Tierhaltung, aber ich möchte eben auch, dass moralisch vertretbare Maßstäbe in der Landwirtschaft angesetzt werden. Und diese Diskussion wird bei diesen öffentlichkeitswirksamen Promi-Kampagnen eben nicht geführt. Und ich finde auch, dass da so manch einer mal viel zu schnell sein Gesicht in die Kamera hält, ist ja ein schöner Kontext, ohne soweit zu gehen, auch die eigene Lebensweise einmal konsequent zu durchdenken.
Aber das Vegetarier-Erlöser-Gehabe ist eine Diskussion für sich. Der Peta-Link um den es mir geht, gehört zu einer Kampagne gegen Wildtiere im Showgeschäft.  Aufhänger ist der zwanzigste Todestag eines Zirkuselefanten, der in den 90ern in Hawaii während der Vorstellung seinen Trainer angriff und aus dem Zirkus floh, um dann auf der Straße erschossen zu werden. Ein eindringliche Form der Dokumentation, die andere Zirkustiere als quasi Zeugen befragt und den Zuschauer schwer schlucken lässt.  Ich bin immer wieder erstaunt zu welchen grausamen Höchstleistungen es Menschen immer wieder bringen, sich selbst, der Umwelt und den Tieren gegenüber. Manchmal vergisst man, dass Respekt leider nicht die selbstverständliche Grundlage für menschliches Handeln ist. Wie anders würde unsere Welt aussehen. Und da ich realistisch bin, bleibt nur immer wieder sich selbst zu ermahnen, dass man es selber anders machen kann.
Aber heute ging es mir um das Video und um die Elefantin Tyke. Denn warum mich das Video so sehr berührt hat, liegt auch in meiner persönlichen Geschichte. Und ich habe das große Glück, dass mein Vater mir diese Episode als Geschichte geschenkt hat, so werde ich sie nicht vergessen. Und heute möchte ich diese Geschichte gerne erzählen und bediene mich der Worte meines Vaters.

Der Elefant und das Mädchen

Als sie vom Campingplatz durch den Pinienwald zum Strand gehen wollten, hörte M. Musik. Natürlich mussten alle, Vater, Mutter, Bruder, mit ihr in diese Richtung gehen. Es sollte der erste Badetag am großen Meer, am Atlantik sein. Am Abend zuvor war die Familie angekommen, nach langer Fahrt, mit dünnen Nerven und viel Gepäck. Als dann die Zelte aufgebaut waren – die Eltern hatten das größte Zelt, der Bruder ein kleines und M. ihre Hundehütte, wie die Familie dieses Zelt nannte – waren alle froh und geschafft in ihre Stühle gesunken.
Die Musik kam von gegenüber, von der anderen Seite des Strandweges. Ein altes klappriges Kinderkarussell, ein dicker Mann mit einem Affen, eine Frau mit einem Kind auf dem Arm und ein alter Lastwagen, das wars schon.
Vor dem Lastwagen lag Heu, ein Wassereimer lag umgefallen daneben und in einem Korb sah M. gammelige Äpfel und verschrumpelte Möhren. Aber erst einmal wollte sie nun einige Fahrten mit dem Karussell machen. Ihr Bruder war zwar nicht davon angetan, denn er wollte zum Strand und die Eltern eigentlich auch. Papa ließ sich erweichen, Mama stimmte zu und während M. ihre Runden drehte, schaute der Vater sich um, wo er denn wohl eine Zeitung kaufen könnte.
Endlich war die Familie so weit – endlich zum Strand! Doch plötzlich wackelte der Lastwagen! Alle blieben stehen. In dem Wagen war ein Tier. Der Mann mit dem Affen ließ eine Seitenwand herunter und da stand er, groß, mit schrumpeliger, rissiger Haut, mit großen hängenden Ohren, von denen eines verletzt war. Fliegen saßen auf der Wunde. Und an einem der großen, runden Füße hatte die Kette die Haut abgescheuert. Welch ein erbärmlicher Anblick! Was war aus dem stolzen und starken Elefanten geworden? Seine Stoßzähne waren kurze Stummel und die Augen, ja, die Augen, sie gingen M. ins Herz. Der Blick dieser Augen! „Schau, Papa, wie traurig der uns anschaut!“ Der Vater konnte gar nicht richtig antworten. Alle Familienmitglieder waren entsetzt. Am schlimmsten aber war es dem Elefanten in die Augen zu sehen. Das tat richtig weh. M. konnte auf dem Weg zum Strand nur noch an den Elefanten denken. Auch als sie an die letzte Düne kam, hinter der das große Meer zu sehen war, dachte sie an den traurigen Elefanten. Sie stellte den Eltern ständig Fragen: „Warum ist der Elefant allein? Hat er keine Freunde? Ist der Mann böse? Schlägt er den Elefanten? Können wir dem Elefanten nicht frisches Wasser und richtige, gute Äpfel bringen?“
Je näher sie alle auf dem Rückweg dem Elefantenauto kamen, umso bedrückter wurden die Eltern, M. und auch der Bruder. Aber das Mädchen hatte unterwegs eine tolle Idee gehabt. Sie erinnerte sich an den Kinderzauberer, an den ja nur die Kinder glauben können. Und nur, wenn Kinder ihn rufen, antwortet er. Und er antwortet so, dass er meistens gleich etwas tut. Er redet erst gar nicht. Aber wenn er redet, kann seine Sprache nur von Kinderohren gehört werden.
Kurz vor dem kleinen Platz mit dem Elefanten blieb M. zurück und drehte sich in die Richtung, in der sie den Kinderzauberer vermutete. Er würde sie schon hören. Als sie sich neulich über ihren Vater beschwert hatte, weil der so mit dem Bruder gemeckert hatte, da hatte sich unmittelbar danach der Vater den Inhalt der Kaffeetasse über die Hose gegossen. Nur M. wusste damals, dass da der Kinderzauberer dahinter steckte. „Bitte, lieber Kinderzauberer, hilf mir, Dass ich dem Elefanten helfen kann.“ Sie hörte genau in die Richtung und tatsächlich: Durch alle Geräusche glaubte sie seine Antwort zu hören. „M. nun komm endlich!“ rief die Mutter, „was bleibst Du denn da hinten stehen. Wir möchten zum Duschen auf den Campingplatz und dann fahren wir noch raus.“ „Ja ja, ich komme schon.“ Langsam ging sie am Gitter vorbei und tatsächlich: Der Elefant, der eben noch mit dem Rücken fast die Autoplane berührt hatte, wurde kleiner und kleiner. Niemand außer ihr schien das zu bemerken. Sie ging näher an das Gitter: Tatsächlich! Er hatte die Größe ihres Stoffelefanten. Blitzschnell griff sie durch das Gitter und nahm ihn heraus. Er war gar nicht schwer, aber es war der Elefant aus dem Wagen. Seine winzige Stelle am Ohr und die kleine Schramme am Bein konnte sie gerade noch sehen.
„Hattest Du Kasperina (so hieß ihr Stoff-Elefant zuhause) mit am Strand?“ fragte der Vater, „ich habe sie gar nicht bemerkt.“ M. antwortete nicht direkt. Sie sagte nur:“ Ich habe den Elefanten, weil ich mich um ihn kümmern muss.“ Die anderen konnten ja nicht sehen, was sie sehen konnte. Als die Eltern und der Bruder schon zum Duschen waren – M. hatte gesagt, sie könne ja auch später noch duschen – kümmerte sie sich erst einmal um den Elefanten. Vorsichtig tupfte sie das kranke Ohr mit Sonnenschutzcreme und auch die Schramme am Bein behandelte sie damit.
Die Familie wunderte sich sehr, dass M. nicht aus dem Zelt kam und statt dessen im Zelt leise murmelte und redete. Keiner konnte sie verstehen, aber es hatte den Anschein, als spiele sie dort mit ihren Puppen. Noch mehr verwundert war die Familie, dass M., statt Eis zu kaufen für ihr Taschengeld, Möhren und Äpfel kaufte und dass sie sich ständig Sonnenöl auslieh, mit dem sie ins Zelt ging, wo sie die rissige Haut des Elefanten behandelte. Allmählich wurde der Elefant gesund. Aber nun war die Frage: Was mit ihm tun? Zurück durfte er auf keinen Fall. Nicht wieder in diesen dunklen Autokäfig. Wohin dann? Wieder ging M. zum Kinderzauberer und der wusste auch wieder eine Antwort. Nur die Erwachsenen hatten davon keine Ahnung.
Die Ferien gingen zu Ende und die Familie packte die ganze Zeltausrüstung zusammen. Eng wurde es im Wagen. Dennoch fand der Elefant zwischen den Füssen von M. Platz. So konnte sie ihn während der Fahrt drücken und auch mal streicheln und ihm ab und zu etwas zu fressen geben.
Mitten im Land übernachteten alle in einem Hotel. Auf dem alten Marktplatz vor dem Hotel konnte man unter großen Platanen zu Abend essen. Es war eine wunderschöne Stimmung und sehr ruhig beim Essen. Die Zweige der Platanen leuchteten in verschiedenen Farben, weil Glühlampen-Girlanden in ihnen befestigt waren.
Auf einmal war Musik zu hören. Diese Musik kam immer näher und dann marschierten Zirkusmenschen und Tiere über den Platz. Sie kündigten an, dass die abendliche Zirkusvorstellung bald beginnen würde. M. wurde ganz unruhig. Unbemerkt von den anderen holte sie ihren kleinen Elefanten aus der Tasche, die über ihre Stuhllehne hing. Dann stand sie ruhig auf und ging auf die Zirkusmenschen und Tiere zu. Sie wartete bis die Tiere kamen, darunter auch zwei riesengroße Elefanten. Schnell setzte sie ihren kleinen Elefanten auf den Boden. Und was geschah? Er bewegte sich und wurde größer und größer. Jetzt sah er schon aus wie ein richtiges Elefantenkind im Vergleich zu den Zirkuselefanten. Und er wuchs noch weiter. M. musste schon zu ihm aufschauen. Während er größer wurde, wurde M. glücklich und traurig zugleich.
Glücklich, weil sie ihm so sehr wünschte in die Gemeinschaft der Zirkuselefanten zu kommen und dort einen Platz zu finden und traurig, weil sie sich nun von ihm verabschieden musste. Mit Freude sah sie, dass die Verletzung am Ohr ausgeheilt war und dass auch die Kettenschramme am Bein verschwunden war.
Nun war der Augenblick des Abschieds gekommen. Der Elefant wollte schon zu den beiden anderen Elefanten gehen, als er innehielt und auf M. zuging. Langsam und bedächtig, mit einem freundlichen Blick, senkte und hob er den Kopf. „Danke“ hieß das. M. blickte zurück. Sagen konnte sie nichts, aber sie wusste: Der Elefant hatte verstanden. So ist das, wenn Freunde sich verabschieden.