Au revoir – ein Wiedersehen im Advent

Advent

Wintersonnenlichtmomente

 

Trennungen tun mitunter gut und manch ein Abschied ist letztlich nur auf Zeit. Deshalb war ich nicht wirklich erstaunt, als es in der letzten Zeit vermehr begann nach geschafften Tageswerk in den Fingern zu kribbeln. „Schreib uns auf“, riefen die Gedanken. „Hau rein“, brüllten die Tasten. „Ach ne“, zierte sich das Faul-Ich.

Bevor eben jener Teil des Ichs, der sich mit dem Buch ins Warme wünscht, alles Bewegliche unter kekskrümmelnder, wohliger Betäubung versteckt, klopfe ich sanft in die Tasten und kehre zurück zum Gedankenordnen. Ganz passend in dieser so einzigartigen Stimmung, die nur der Dezember mit sich bringt. Wenn die nachmittägliche Dunkelheit dank Kerzenlicht Behaglichkeit schenkt und der letzte warme Sonnenstrahl noch so nah ist, dass man sich noch nicht fieberhaft in Richtung des nächsten Frühlings wünscht. Man zieht Bilanz und denkt nach vorn. Es ist eine ganz eigne Ruhe, die diese Adventstage schaffen im lauten Rauschen der Welt. Obwohl, Rauschen tut der Wald vor der Tür. Die Welt, sie kreischt. Schrill und bunt und auf zu vielen Kanälen.

Also dann, es passiert so viel, denken wir es durch.

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