K(l)eine Liebesdienste und ein Favorit aus dem Ofen: Beinscheibe mit Ingwer

Beinscheibe mit IngwerSo, da der klebrige Valentinstagszuckerguss nun vom Tisch ist, stört man ja niemanden mehr in seinen rosaroten Befindlichkeiten.  Ich kann mir immer nicht helfen, ich finde, dieser Tag mit seinen absolut kommerzialisierten und fremdbestimmten Ritualen läuft all dem zuwider, wofür die Gefühle eigentlich stehen, die uns Einzelhandel und Werbung da so fleißig mit großen Sehnsüchten und materiellen Wünschen unterfüttern und aufblasen, bis wir sie glauben und ihm nachzueifern suchen, dem Bild davon, wie sie aussieht, die große Liebe.  Und ein erschreckendes Rollenverhalten zeigt sich da: er schenkt Blumen, Nippes, Schokolade und zahlt fürs Essen, sie macht sich hübsch, klappert artig dankbar mit den Wimpern und zahlt mit Sex… überspitzt vielleicht, aber darauf lässt es sich doch irgendwie reduzieren. Wer das dann romantisch findet und als Ausdruck tiefer Emotionen sieht (stimmt, tiefe, echte Emotionen sind in solchen vorgegeben Konstruktionen ja nicht vorgesehen, sie könnten emotional emanzipieren…),  dem kann man ein Aufwachen wünschen, aber der Großteil der Menschen scheint ja gerne in der Bequemlichkeit des Dauerschlafes verhaftet zu bleiben und führt dann entsprechende Beziehungen. Und  die funktionieren eben über die großen Gesten an Ego und Eitelkeit und die schnelle Befriedigung des eigenen Egos. Der Schritt darüber hinaus, das ist die Kür und das bedeutet Arbeit.  Und überhaupt – die, die gerade allein dastehen, mitten im Wirbelwind öffentlicher zelebrierter Zweisamkeit… Ja, die einsamen Herzen dürfen sich ein bisschen schlecht fühlen, müssen aber zumindest ein wildes Singleleben führen. Anleitung dazu und zum niemals an die wahren Gefühle herankommen bietet die gängige Medienlandschaft zu Genüge. Aber Vorsicht, gerade Frauen ab einem bestimmten Alter (das bestimmte Alter beginnt wohl etwa mit der 30, regional kann es aber auch früher sein…) geraten schnell  in Generalverdacht, da könne was nicht stimmen – wohingegen Mann sich weiter aufführen darf wie er mag. Wer es geschafft hat und das Leben mit den Jahren in die vorgesehenen Bahnen gelenkt hat, dem sind unendliche Möglichkeiten gegeben, die selbstgerechte Zufriedenheit des Erfolges öffentlich zu zelebrieren. Und so manch einer fühlt sich angepikst und der Neid zwackt ihn und er strampelt sich noch mehr ab um auch so zu sein, um noch ne Schippe oben drauf legen zu können.

Man könnte meinen wir seien weit gekommen, aber der Wettbewerb ist noch derselbe, wie ihn die Hausfrauen der 50er schon in adrett gestalteten Vorgärten ausgetragen haben, wo man sich unter leichtem Seufzen dazu hinreißen ließ die neueste Errungenschaft für den Haushalt ins Gespräch einfließen zu lassen oder die geplante Italienreise,  und die Männer mit ihrer beruflichen Sicherheit, dem Auto und dem streng hierarchischen Leben in so manch westdeutschem Verein…

Wie wunderbar, dass wir uns heute noch viel schamloser darstellen können, es ist ja im Zweifel die eigene kreative Ader und gelebte Individualität und wer bitte möchte da so kleinliche Hintergedanken haben und Narzissmus und Geltungssucht unterstellen. Ne, ist ja klar. Und völlig normal, dass wir plötzlich jedem ins Wohn-, Schlaf-, Esszimmer gucken können, durch den Kleiderschrank geführt werden und das hübsch inszenierte Essen bewundern dürfen. Food Styling, so machen das die ambitionierten unter den Essensbloggern, da wo das nette Rezept leider verschwindet hinter der inszenierten Bilderflut des kreativen Genies, das dort am Werke war.

Es ist im Grunde ziemlich erbärmlich, wie wir so beharrlich vorhersehbar ticken. Dank unserer Eitelkeiten und Ängste immer wieder offen für die Verlockungen, die uns da draußen das große Glück und eine Erfüllung versprechen.  Niemand ist wohl frei davon. Ich nehme mich da nicht aus. Aber einmal Augen aufgemacht und hingeschaut, ist es alles so viel Schein und Gestrampel und so wenig interessant. Und es sorgt für ein konstantes Rauschen, einen Strom von Eindrücken, der auf uns einprasselt, dass die kleinen hoffnungsvollen Lichter, die wirklich menschlichen Erlebnisse, darin fast untergehen.

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Herausforderungen, zu lernen, auszublenden und in neue Richtungen zu schauen, damit man nicht vorbeigeht an den Schätzen am Wegesrand?  Auch wenn sie nicht immer so stark leuchten wie das aufgeblasene, substanzentleerte Wabern drum herum.

Und wenn dennoch die Sorge quält, den V-Day nicht genutzt zu haben, dem hilft vielleicht die simple Wahrheit, dass das Jahr 365 Tage hat und jeder dieser Tage unzählige Momente umfasst… da sollte sich doch eine Möglichkeit ergeben, dem Ausdruck zu verleihen, was da in einem strahlt?

Und das kann die Tasse Kaffee sein, die man morgens ans Bett bringt. Oder ein Abendessen nach einem anstrengenden Tag.

Das hat der besondere Mensch die Woche getan und die beste Beinscheibe der Welt gezaubert, so dass ich immer noch hin und weg und schwer verliebt bin…

Beinscheibe aus dem Ofen mit Ingwer
2 Beinscheiben (ca. 600 Gramm)
4 Zwiebeln, geviertelt
2 Möhren, in Scheiben
4-5 Zentimeter Ingwer
1 Zehe Knoblauch, gewürfelt
Rotwein
Thymian
Salz
Pfeffer
Schmalz

  • Die Beinscheiben salzen und pfeffern und in heißem Schmalz von beiden Seiten anbraten und in eine Auflaufform geben.
  • Die Zwiebeln, Möhren, den Ingwer und den Knoblauch im Bratensud kräftig anbraten, salzen, mit Thymian würzen und mit Rotwein angießen, so dass das Gemüse schwimmt.
  • Das Gemüse mit dem Wein zu den Beinscheiben in die Auflaufform geben und das ganze bei 180 Grad für ca. 2 Stunden im Ofen garen. Wer mag nimmt einen Bräter mit Deckel. Ich liebe krosses Fleisch und deshalb war die Auflaufform perfekt.

Dazu passt ein Feldsalat.

Guten Appetit

Advertisements

Selbst und ständig und ein apfeliges Herbstschwein

Schweineschulter mit Cidre und IngwerJa, wenn man zuhause arbeitet, dann geht das ja auch mit dem Kochen. So oft wie wir uns das anhören müssen, ist es mal Zeit für ein dezentes leises Kragen platzen lassen.
Nein, liebe Leute. Damit macht Ihr es Euch verdammt einfach, oder seid ein wenig naiv in der Vorstellung davon, wie wir unser Leben gestalten. Manch einer denkt vielleicht, wir hätten nix zu tun. Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Und die erste Lektion, die man sich im Falle eines Daheim-Büros  hinter die Ohren schreiben sollte, ist die, dass hier nichts vermischt werden darf. Mal eben 20 Minuten kochen, dann eine Wäsche anmachen, eine Pressemitteilung schreiben, Fenster putzen und im Zweifel abends noch mal an den Schreibtisch… Wer so anfängt, geht unter, sobald der Stress einsetzt.

Man sollte denken, als ob man sein eigener Arbeitgeber wäre und deshalb macht man mit sich einen Arbeitsbeginn aus und der wird eingehalten. Verspätungen, weil Stau im Badezimmer war, werden nur soweit toleriert, wie auch in anderen Arbeitsstellen und sollte der Abend auf dem Dorf mal zu spät werden, heißt es morgens Zähne zusammen beißen und Haltung zeigen. Ja und warum dann die Selbständigkeit?
Ha, das ist das Schmankerl fürs Fleißigsein: Wenn ich dann konzentriert meine anstehenden Punkte abgearbeitet habe, meine Akquiseliste weiter abgegrast habe (hier zählt Qualität statt Quantität), die Verwaltungsaufgaben auf den neuesten Stand gebracht habe, einen Überblick habe, was in den nächsten Tagen und Wochen ansteht, meine Finanzen überblicke und dann um 15 Uhr feststelle, dass ich heute richtig gut durch gekommen bin, dann kann ich zu meinem Privatleben übergehen und all die anderen Dinge tun. Noch ein, zweimal die Emails gecheckt und dann sollte das Büro auch zu sein. Denn es gibt die Abende, wo die Deadline einem ihren kalten Atem ins Ohr bläst und man weitermachen muss, aber wenn das gerade nicht der Fall ist, sollte man seine Zeit tunlichst gut nutzen. Sprich, sie bewusst genießen und gestalten. Dann ist sie das Gegengewicht zum Stress.
Das ist die Freiheit, die ich in den letzten Jahren vermisst habe: Die Arbeit an den wirklich anstehenden Aufgaben auszurichten und nicht stumpf jeden Tag neun Stunden und mehr am Schreibtisch sitzen zu müssen.

Ganz ehrlich, bei diesen Kopfarbeiten sind die Ergebnisse nach sechs bis sieben konzentrierten Stunden eh nicht mehr so unverbraucht wie am Morgen. Das Konzept ist nicht auf die Arbeitsleistenden zugeschnitten. Ich wette, dass die meisten Arbeitnehmer in diesen seltsamen Kopf-Schreibtisch-Jobs viel produktiver wären, wenn sie wüssten, dass sie frei werdende Zeit anders nutzen können. Sie wären sicherlich auch zufriedener. Und so schleicht sich aber weiter der ein oder andere Kaffee mit Kollegen ein, man liest doch noch einen Online-Artikel, der irgendwie zum Thema passt, checkt das Smartphone, schaut in den Email-Eingang, trinkt noch einen Kaffee und und und.. Diese Fremdbestimmung meiner Tage, wollte ich durchbrechen. Und selber verantwortlich sein.  Das heißt, ich muss selber schauen, dass Arbeit reinkommt, kann aber auch selber den Prozess gestalten. Ich muss meinem eigenem Qualitätsanspruch gerecht werden und sollte der Kunde mal murren, bin da nur ich (und der besondere Mensch, der der zweite Kopf des Büros ist) und ich kann nicht (nicht einmal unbewusst) die Verantwortung abwälzen.

Das ist sicherlich weniger Sicherheit im Finanziellen. Auch dafür ist man selber verantwortlich und muss immer auch für Zeiten mitplanen, in denen die Auftragslage vielleicht nicht so brummt. Das lässt einen anders und tatsächlich deutlich bewusster planen, wenn es um Anschaffungen oder längerfristige Dinge geht. Auf der anderen Seite, in starken Zeiten, kann man eben auch die Welle nutzen und sich einen Puffer aufbauen bzw.  kommt  heimlichen Wunschprojekten einen Schritt näher.

Ich hätte es früher nicht gedacht, aber ich mag diese vermeintliche Unsicherheit. Sie zwingt mich hinzusehen, genau zu sein. Nicht pedantisch, sondern verantwortlich. Ich fühle mich unabhängiger und empfinde das Mehr an Verantwortung auch als mehr Raum für Kreativität. Und ich kann diesen Raum auch nutzen, um anders mit den Menschen umzugehen, mit denen ich arbeite, denen ich begegne. Denn man sitzt nicht in einem Hierarchie-Kästchen fest und  muss, bewusst oder unbewusst, Reviere verteidigen oder Expertise unter Beweis stellen. Ich bin mir sicher, dass jeder in seiner beruflichen Laufbahn auf Kolleginnen oder Kollegen gestoßen ist, die die Arbeit durch diese energieziehenden Spielchen erschweren. Leider ist so etwas oft schwer zu greifen. Aber das wäre ein anderes Thema.
Ich weiß um mein Können und die Qualität meiner Arbeit und deshalb möchte ich, dass man mir mit dem Respekt begegnet, den ich anderen auch entgegenbringe. Und als mein eigener Chef kann ich eben auch entscheiden, wen ich mir nicht als Energiefresser ans Bein binden möchte.

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist, dass es Blödsinn ist zu denken, unsere Ernährungsweise wäre nur dem geschuldet, dass wir so viel Zeit haben, vermeintlich. Wir haben die Umstellung begonnen, als wir noch in festen Jobs mit zum Teil unregelmäßigen und langen Arbeitsphasen sowie vielen Reisen waren. Und… Tatataaa – es hat geklappt. Denn jeder macht sich doch etwas zu Essen im Lauf eines Tages… Oder kenne ich sonst nur Menschen, die sich dem Convinience-Glück verschrieben haben? Glaub ich nicht. Eher vielleicht müssen Berührungsängste mit einem Umdenken abgebaut und eine tief sitzende Bequemlichkeit überwunden werden, denn ein Umdenken oder eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Nahrung hätte für jeden vernünftig denkenden Menschen Konsequenzen. Und würde wohl auch den ein oder anderen kulinarischen Abschied bedeuten. Ich verstehe, dass das zögern lässt und weiß aus bester Erfahrung, dass eine solch radikal Umstellung, ein solcher Ausbruch aus tradierten Ernährungslehren nicht einfach ist. Aber welchen schöneren Grund kann es geben, als ein gesundes Leben. Und zwar bevor einen vielleicht eine Krankheit zum Umdenken zwingt. Jeder muss das für sich wissen. Aber bitte, hört auf mich voll zu nölen, dass das so kompliziert und umständlich ist und wir nur, weil und bei mir ist ja alles ganz anders und überhaupt…Wer nicht will, will nicht. Punkt. Das ist das Gute an den freien Entscheidungen. Sie müssen nicht zwangsweise weise sein, aber jeder kann, wie er will. Nur habt dann auch Verständnis, dass ich irgendwann keinen Bock mehr hab, die Fixierung auf das Thema Ernährung zu bedienen und hört auf, Leute, die anders essen und sich damit gut fühlen, gesund sind und, oje, sogar abnehmen, als Projektionsfläche zu nutzen für die eigenen Unsicherheiten oder Probleme beim Thema Essen.
So. Vielen Dank. Jetzt geht es mir besser.

Dazu beigetragen hat sicher auch das Herbstschwein.

Herbstlich geschmorte Schweineschulter mit Cidre, Apfel und Ingwer

Es gibt so wunderbar warm machende Gewürze, dass ich versuche so viele wie möglich davon einzubauen, sobald es kälter wird. Außerdem liebe ich den Duft von Ingwer , Zimt und warmen Äpfeln, das ist für mich so ein Inbegriff von Wohligkeit, dass mir ganz kitschig zumute wird.

1 kg Schweineschulter (hier  vom Hällischen Landschwein)
1 kleine Steckrübe
3 kleine Zwiebeln
2 kleine (Boskoop) Äpfel, oder andere säuerliche Exemplare
1 kleine Petersilienwurzel
1 Stück Ingwer (ca. 5 cm)
0,4 l herben Cidre
Die Samen aus drei Kardamom-Kapseln (oder gemahlenen Kardamom)
Eine halbe Zimtstange
Eine kleine scharfe Chilischote, gehackt
4 Lorbeerblätter
Pfeffer
Salz
Öl

  • Das Schulterstück abspülen, trockentupfen, salzen und pfeffern und von allen Seiten kurz scharf im Öl anbraten. So dass es ein schönes Brataroma gibt.
  • Die Zwiebeln vierteln, den Ingwer schälen und fein hacken und zusammen mit der Zwiebel, den Kardamomsamen und der Chilischote zum Fleisch geben.
  • Die Petersilienwurzel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Steckrübe schälen und grob würfeln. Den Apfel waschen, entkernen und grob würfeln. Alles zu dem Fleisch hinzugeben.
  • Mit dem Cidre aufgießen, die Lorbeerblätter und die Zimtstange dazu und noch etwas salzen und würfeln. Deckel drauf und für 1,5- 2 Stunden schmoren.

Es riecht fantastisch und wärmt schön, ohne zu übersättigen.

Guten Appetit!

Ich will Dir fressen – ne, doch nicht

Frucht Gummi PaleoIch bin ja noch mit Hallo Spencer groß geworden.  Einmal die Woche wurde die Sesamstraßen-Routine von dieser rückblickend etwas irren und deshalb so sympathischen Truppe abgelöst. Besonders eingeprägt hat sich mir der Jungdrache Poldi, der seinem Umfeld zumeist mit dem Ansatz begegnete „Ich will Dir fressen!“ – in ausufernden Dialogen, die man sich heute wahrscheinlich zurück ins Kinder-Programm wünscht (ich habe weder Kind noch Fernseher), wurde dieser Wunsch natürlich pädagogisch wertvoll anders gelöst. Dennoch – der Satz hat sich eingebrannt und bis zur Umstellung auf die Paleo-Ernährung auch das Gefühl mein Umfeld anfallen zu wollen, wenn ich in einem Hungerloch steckte.  Für die Menschen in meiner Nähe besteht nun  keine Gefahr mehr und ich selbst bin froh, der Welt ausgeglichener und freundlicher entgegen zu treten und nicht innerlich von einem abfallenden Blutzucker-Spiegel beherrscht zu werden.

Tatsächlich vergesse ich manchmal das Essen für lange Zeiträume – der Körper nimmt sich was er braucht und er braucht viel viel weniger als ich immer dachte. Zusätzlich ist das Intermittent Fasting ein fester Bestandteil des Lebensrhythmus geworden.  Nun ist das so ein Thema, wo es schwer fällt eine verbindliche Richtlinie vorzugeben, da muss jeder ausprobieren und schauen was man am besten verträgt. Wir sind gerade bei einer Mischform angelangt. Einen Tag in der Woche heißt es „Eat Stop Eat“ dabei beträgt das Fastenfenster 24 Stunden und um es sich einfach zu machen, kann man den Beginn der Fastenzeit in den Nachmittag legen, so hat man die Schlafenszeit in die Fastenzeit integriert. Und dazu ergeben sich gerade von alleine 16/8 Tage.

Gerade bei periodischen Fasten gilt einmal mehr, dass man nicht blind einem Schema folgt sondern auf den Körper hört und die Lebensumstände mit einbezieht. Wenn ich die Fasten-Perioden unkompliziert in meinen Alltag einbinden kann, ohne mich unter Druck zu setzen, bin ich auf einem guten und gesunden Weg. Das periodische Fasten sollte jedoch nicht in Stress ausarten oder die Form einer versteckten Essstörung annehmen, so kann jeder positive Effekt ins Gegenteil verkehrt werden.

Ich merke einfach ganz konkret, dass mich das periodische Fasten klarer macht und ich mich besser und länger konzentrieren kann. Der innere Poldi ist zum Schweigen gebracht. Und die Abhängigkeit von der Mahlzeiten-Aufnahme sinkt. Zudem hat das periodische Fasten eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, in die es sich lohnt einzulesen, genauso wie in die unterschiedlichen Modelle.

So, nun will ich mein Umfeld ja nicht mehr anfallen aber dafür produziere ich andere Dinge, die ich mir gerne einverleibe.  Nachdem nun selbst gemachtes Frucht Gummi durch eine Vielzahl von Blogs wanderte, habe ich mich in die Küche gestellt und auch einmal experimentiert.

Da ich nicht so ein Freund von Fruchtsäften bin, habe ich genommen, was die Speisekammer hergibt. Variationsmöglichkeiten gibt es zahlreiche…ich werde sicher mehr machen.

Zitrus-Ingwer-Grüner-Tee- Gummis (noch etwas sperrig im Namen aber super!!)

Saft einer großen reifen Grapefruit
Saft von zwei Zitronen
Schale von einer unbehandelten Zitrone in Streifen geschnitten
1 großzügiges Stück Ingwer, geschält und in Streifen geschnitten
2 Esslöffel Xucher (in diesem Fall wollte ich es eher sauer halten)
2 Teelöffel milder Grüner Tee
12 Blatt Gelatine (ca. 3 fache Menge der Rezeptangabe, abhängig von der verwendeten Flüssigkeitsmenge)400ml Wasser

  • Die Gelatine-Blätter in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Wasser mit dem Ingwer, der Zitronenschale und dem Xucker erhitzen, dann 5-10 Minuten kurz vorm Siedepunkt ziehen lassen. Zwischendurch probieren, es soll nicht zu bitter werden. Den Zitronen und Grapefruit-Saft hinzugeben und die Teeblätter und das ganze weitere 4 Minuten ziehen lassen.
  • Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb abgießen und dann die eingeweichten und ausgedrückten Gelatine-Blätter unterrühren.
  • Das Ganze in ein flacheres Gefäß mit planem Boden füllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Die geschmackliche Basis war so lecker, dass ich sie beinahe getrunken hätte. Die Mischung lässt sich ohne Gelatine auch perfekt als Eistee trinken. Oder für Gäste mit Sekt aufgießen oder mit weniger Gelatine zu einem Wackelpudding verarbeiten….oder oder…

Ach ja: Menschen mit ästhetischen Ambitionen nutzen Silikonförmchen für eine formschönere Präsentation. Ich mag kein Silikon, deshalb lebe ich sehr gut mit der Würfelform, sie tut dem Geschmack keinen Abbruch, aber ich suche noch nach geeigneten kleinen Ausstechformen…..

Guten Appetit!