Ein bisschen kritisch mit mir und fix in der Küche: Chicorée-Lieblingssalat

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Der pinke Elefant und der unkomplizierte Salat.

Ganz ehrlich, so ein wenig samstägliche Selbstkritik tut mitunter not und ziemlich gut. Manchmal wüsste ich gerne, wie das Unbewusste es dann doch schafft sich einen Schleichweg zu suchen. Es ist immer derselbe Mechanismus. Mann nehme einen pinken Elefanten der persönlichen Wahl und der Versuch, ihn aufs Nichtzubedenken-Gleis zu schieben, führt unweigerlich dazu, dass er ganz sicherlich unfassbar leise angeschlichen kommt und einen erschrickt. Danke auch.

Der pinke Elefant der mir gerade kurz einen halben Herzstillstand bescherte hat, heißt Konsum. Der ist extra fies. Der kann nämlich das Kostüm wechseln und verkleidet sich gerne als kluge Entscheidung, echtes Schnäppchen oder kluge Investition – die Argumentationsvielfalt kennt da keine Grenzen und nur zu gerne kneifen wir mal ein Auge zu.

Selbstkasteiung und Selbstverleugnung im Verzicht – darum sollte es nicht gehen. Für mich war nur Ende letzten Jahres deutlich zu erkennen, wie gut es mir geht. Nachdem so viel Gutes in die Kleidersammlung gewandert war, blieb mir noch immer mehr als genug und das waren nur die Sachen für die kühleren und kalten Tage. Wenn der Frühling seine zarten Bande wieder wehen lässt, werde ich sicherlich die nächste Ausräumrunde starten und bin mir sicher, es bleibt mir mehr als genug. Es mangelt also nicht. Warum ertappte ich mich dann im Sale beim Blick auf ein wunderschönes Seidenkleid, das ich gar nicht brauche (und ein entsprechendes – gut gehegt – eh noch auf seinen Einsatz in diesem Sommer wartet) und war schon fast überzeugt von der Argumentation, dass knappe 80% Rabatt eine solche Investition nun wirklich lohnend machen. Denn eigentlich hatte ich mir ein paar Rezepte zur Inspiration angeschaut und überlegt, ob es heute ein Filmabend sein könnte und zack – „Willkommen in Ihrem Einkaufswagen“. Das war ein kurzer Schreck. Zumal ich mir im Januar irgendwann vorgenommen hatte, dass ich für die nächsten Monate keinen Euro für Klamotten ausgeben und stattdessen meinen Kleiderschrankinhalt neu lieben lernen möchte. Menschen schreiben ja ganze Bücher über ihre „Shopping-Diät“, was an sich ja fast schon wieder ein wenig traurig ist, dass Verzicht so aus der Regel fällt. Aber es ist gut. Und eigentlich auch sehr befreiend. Gerade, wenn man eh nicht wahllos kauft, sondern schon bewusst konsumiert und somit schon viel Denken in Kaufentscheidungen steckt, kann es gut tun, diese einmal völlig hintenan zu stellen. Mache ich es oder nicht – fällt aus, und stattdessen wird neu gewertschätzt, was man besitzt. So die Theorie. Bis zur Karambolage mit besagtem pinken Elefanten. Aber zum Glück hat sich meine Vernunft wie ein Airbag dazwischen geschaltet, statt mich dem kurzem Moment des „Gekauft“-Highs zu überlassen. Also Seite wieder zugemacht. Kopf geschüttelt, Katze gekrault, Muffins gebacken und mir selbst nen Vogel gezeigt.

Aber trotzdem bleibt der Ärger darüber, wie beeinflussbar man doch ist, auch wenn wir es gerne abstreiten. So sehe ich einen engen Zusammenhang damit, dass ich momentan berufsbedingt wieder sehr mit dem schwierigen Thema Mode und der damit verknüpften Welt der oft hohlen Begehrlichkeiten beschäftigt bin. Das hatte mich eigentlich zusätzlich darin bestärkt, mein eigenes Ding mehr zu würdigen, aber der ständige Blick auf Outfits und Produktvorstellungen scheint auch bei mir den Pawlowschen Konsumenten-Reflex loszutreten. Auch wenn ich nach Jahren der Veränderungen und des bewussteren Handelns gerne sagen würde, dass es anders ist. Ist es nicht. Also weiter dran bleiben. Und auch wenn es weh tut im Kopf – immer wieder mal ehrlich hinterfragen, warum man was kaufen möchte. Denn im Ernst: Ich mag zwar meinen eigenen Stil, aber ich liebe das Revierleben in Gummistiefeln, den Matsch der Pferdeweide und die entspannte Kleiderordnung des Homeoffice. Wie oft käme er da zum Einsatz, der Pastelltraum? Eben. Habe ich mir auch gesagt.

Und auch wenn es gerade noch wunderbar apfelkuchig durchs Haus duftet, liebe ich momentan kleine Mahlzeiten, die ich gut im Voraus oder ohne viel Aufwand zubereiten kann. Es ist zu viel anderes im Gange, da bleibt die Küchenmuße mal etwas im Hintergrund. Das ist ok.

Schneller Chicorée-Salat

(2 Portionen)

  • Zwei nicht zu kleine Chicorée waschen und in Streifen schneiden.
  • Einen festen sauer-süßen Apfel in kleine Würfel schneiden.
  • Eine großzügige Handvoll Walnusskerne in Stücke hacken und in der Pfanne rösten bis sie duften.
  • 100 Gramm Speckwürfel in der Pfanne knusprig rösten.
  • Alles vermengen und mit Olivenöl, Kürbiskernöl, dem ausgelassenen Fett vom Speck, Apfelessig sowie Pfeffer und Salz abschmecken.

Das könnte ich gerade immerzu essen. Es ist ein guter Salat zum Winterende. Er macht satt und irgendwie warm (auf der Gefühlsebene), durch den Apfel klingt aber schon etwas Neues, Frisches mit. Das mag ich.

Guten Appetit

 

 

 

 

 

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Moralische Dilemma statt Besinnlichkeit und Trostpflaster zum Dessert: Maronen-Kokos-Lebkuchen-Eis mit warmem Apfelmus

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Kulinarische Trostpflaster: Maronen-Kokos-Lebkucheneis

Sie fliegt dahin die Zeit und zieht mich mit in ihrem Sog. Mitunter stemme ich dann vehement die Fersen in den Boden, hangle mich langsam zurück und finde ihn wieder, den Augenblick. Das zarte Gebilde des Moments, der nicht rast und unter dem Gewicht zu vieler Pläne ächzt, sondern der sich mal ganz unverstellt geben darf. Die Stunden auf dem Pferderücken beim Ausritt durch den Wald, der ruhige, konzentrierte Ansitz im Revier, die Stunden in der Küche mit neuen Rezeptideen und einem Hörspiel, das Lachen beim Tanzkurs mit dem besonderen Menschen. Sie sind kostbare Glitzerstücke im Alltag, diese Stunden des (gemeinsamen) Erlebens. Sie inspirieren mich, tragen die Gedanken ein Stück weiter und auf wunderbare Umwege, verlangsamen mich, wenn ich zu schnell losrennen will, um alles zu schaffen. Sie sind die Würze des Alltags. Die Teestunde für das Seelchen und die Erdung, wenn alles an einem zieht. Ein Anker, den ich brauche, denn bei den Bildern und Nachrichten unserer Tage wird mir das Herz auf eine bisher unbekannte Weise schwer und das Gefühl, das sich heran schleicht, ist kein gutes.

Ich bin ein Sensibelchen. Im besten Sinne und im schwersten, wie ich momentan feststelle. Bei der Verteilung der Empathie habe ich eine große Portion abbekommen, so viel, dass es mich mitunter Kraft kostet, das Mitfühlen im Rahmen zu halten und mich nicht verwundbar zu machen. Ich verdiene mein täglich Brot mit Kommunikation, um diese sinnvoll zu gestalten muss man vor allem auch erst einmal Zuhörer sein und sich einfühlen können. Dabei aber die Distanz bewahren. In der Arbeit, da geht das gut und hilft mir sehr, doch gerade merke ich, wie schwer es mir fällt, mich abzugrenzen von Themen, die mir als Privatperson unter die Haut gehen.

Das Grübeln und das Durchdenken, das gehört zu mir, das weiß ich längst und wir haben uns einigermaßen gut arrangiert, das Hamsterrad im Kopf und ich. Wir haben einfach gemeinsam beschlossen, dass wir aus dem Hamsterrad eine Landkarte machen, die wir gedanklich erlaufen, Umwege unbedingt erwünscht.

Aber nun schleichen sich die Gedanken auf Pfade, bei denen ich mich frage, ob ich sie bewusst in eine Sackgasse laufen lassen darf. Wie weit soll ich denken und wo muss ich umdrehen oder beiseite treten, um mich zu schützen? Plötzlich stellen sich moralische Dilemma in den Weg, die für manch einen vielleicht nicht nachvollziehbar sind, als (mit-) fühlender Mensch aber wohl zum Reisegepäck gehören. Aber bevor sich dieser Gedankenstrom in Bildern verläuft, zurück auf Los.

Ich kann mein Leben, das ich als reich (im tieferen Sinne) und glücklich wahrnehme, und für das ich unendlich dankbar bin, im Moment mitunter nur schwer aushalten. Als ich mich im Sommer für die Arbeit mit geflüchteten Menschen gemeldet habe, war der Auslöser eher das Gefühl einer grundsätzlichen moralischen Verantwortung, dass man anderen Menschen helfen sollte und die Ohnmacht anhand der völlig neuen Bilder, die uns plötzlich überfluteten. Einer Verantwortung, die den Werten entspringt, mit denen ich groß geworden bin und die bisher, wenn man mal ehrlich ist, nie außerhalb ihrer Komfortzone auf den Prüfstand gestellt wurden. Mittlerweile ist es mir ein persönliches Anliegen geworden, mich nach meinen Kräften und Möglichkeiten zu engagieren. Gerne hätte ich dafür noch mehr Zeit. Aber das ist zuverlässig gerade nicht drin. Und wenn man sich engagiert, dann sollte es regelmäßig sein. Denn in der Arbeit mit Menschen sitzen am anderen Ende: Menschen. Keine Empfänger unserer Wohltätigkeit. Sondern Menschen, die dasselbe Anrecht auf Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit haben, das wir ja auch für uns einfordern. Menschen, denen man mit derselben Aufmerksamkeit begegnen sollte wie allen anderen Begegnungen auf seinem Weg auch. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, denn die Wege, die diese Menschen hinter sich haben, sind für uns in unseren bisher so behaglichen Blasen nicht nachvollziehbar. Natürlich trägt jeder von uns sein eigenes Gepäck mit sich herum und wenn ich zurück blicke, weiß ich, dass auch in meiner Geschichte einiges leichter hätte laufen können und Stolpersteine da waren. Aber diese liegen hinter mir und ich bin jetzt hier rund habe es überstanden und statt auf Persönliches zurückzugreifen, um mich zu entschuldigen, kann ich das, was ich auf meinem Weg an Erfahrungen gesammelt habe, in Energie umsetzen, die ich für etwas Positives einbringen kann.

Das versuche ich und bin auf einmal mit Geschichten konfrontiert und Menschen in Kontakt, die mir unter die Haut gehen. Verglichen mit vielen anderen Modellen, leben wir ein Leben mit bescheidenen Maßstäben, das ist gewollt und hat nie gestört, aber auf einmal sehe ich, wie unglaublich gut es uns geht. Wie viel Überfluss selbst noch in unserer vermeintlichen Bescheidenheit steckt. Welche Möglichkeiten uns (relativ) problemlos offenstehen. Auf welche Ressourcen wir zurückgreifen können, dank der vielen Menschen um uns herum.

Was, wenn so etwas alles wegbricht? Wenn die Freunde und die Familie in der Unsicherheit des Heimatlandes geblieben oder nicht mit einem angekommen sind? Wenn man all seine Energie auf das Ankommen verwendet hat und dann nicht aufgeben kann, sondern weiter machen muss, um Fuß zu fassen, eine neue Sprache und Kultur mit ihren Codes zu lernen? Von vorneherein behaftet mit dem Stempel Flüchtling?

In der letzten Deutschstunde sind wir persönlich geworden. Und ich habe gefragt, was der Mensch, der mir gegenüber sitzt, vor seiner Flucht in Afghanistan gemacht hat. Ich war so beeindruckt von seiner Wissbegier und seiner Zielstrebigkeit im Lernen. Warum hat mich das so überrascht? Habe ich ihm, beeinflusst von zu vielen Bildern, nicht zugetraut, was er leistet? Nein, ich glaube ich hatte bis zum ersten Termin im örtlichen Erstaufnahmelager nicht über die Menschen hinter den Zahlen nachgedacht, nicht über sie nachdenken können, weil ich nicht mit ihnen in Kontakt gekommen bin.

Jetzt ist er da der Kontakt und ich will nicht in der Position der Lehrenden sein. Ich will, soweit es die Situation erlaubt, einem Mitmenschen auf Augenhöhe begegnen. Und manchmal reicht es auch zuzuhören und sich Dinge sagen zu lassen, die nicht nur leicht sind.

In Afghanistan war er Ingenieur und er sagt selbst, dass von den 100 Leuten in seinem Zelt viele dabei sind, die sich sehr schwer tun mit dem Lernen und dem Ankommen, weil sie vorher schon keine Chance hatten und auf wenig Vorbildung aufbauen können. Er schläft nur 3-4 Stunden pro Nacht. Der Lärm nimmt nie ganz ab. Musik, Telefongespräche, Streitereien, Aggression, Alkohol und einfach die ganz normalen Spannungen, wenn zu viele zu unterschiedliche Menschen auf Lange Zeit und auf zu engem Raum zusammen sind. Er sammelt Prospekte, um das Lesen zu üben und spart auf die nächste Telefonkarte für den Anruf in der Heimat. Er geht nicht oft in die Stadt, es fällt ihm schwer, wie die Menschen an ihm vorbei sehen. Nicht das indifferente Nichtwahrnehmen, das man im Alltag pflegt, sondern das bewusste Nichtsehen, weil jemand anders aussieht und direkt in die Schublade gewandert ist. Und ganz ehrlich, wer von uns läuft tatsächlich ohne diese Schubladen herum? Das fühlt sich an wie ertappt und ist nicht schön, aber es ist so wichtig zu hören. Er möchte nichts geschenkt bekommen. Also wird ihm jetzt einfach alles geliehen, was ich angemessenerweise geben kann und dann soll er es einfach weiter verleihen, vielleicht geht das. Ich rede dabei von kleinen Dingen- Wörterbüchern, Büchern.
Neben ihm sitzt ein Junge, er sollte volljährig sein, sonst säße er nicht hier bei den Anderen. Aber die Volljährigkeit mag ich ihm nicht abnehmen. Er verschwindet fast, so sehr ist er bemüht nicht aufzufallen und er spricht unglaublich leise und tut sich mit der lateinischen Schrift schwer. Aber jedes Wort ist ein kleiner Erfolg und ich wünsche ihm von Herzen, dass er irgendwann die Traurigkeit aus dem Blick verliert.

Die Rückkehr in den gewohnten Alltag fällt an diesen Tagen schwer. Ich fange an vieles in Frage zu stellen, bewege mich durch meine Wünsche und sortiere aus. Besonders zu schaffen macht mir die bevorstehende Adventszeit. Die Zeit der vielbeschworenen vorweihnachtlichen Behaglichkeit hat eben nicht nur ihre kerzenflammende Behaglichkeit, sondern trägt auch Gier in sich. Was wünsche ich mir unter dem Baum? Die Werbung treibt noch einmal alle an. Es muss eine festliche Garderobe her und noch ein Teil und hier ein Rabatt und und und…

Ich habe mich im Lauf der letzten Jahre zu einem bewussteren Konsum erzogen. Weniger aus dem Effekt, nicht nach kurzlebigen Moden und wohl überlegt, nicht schön geredet. Was übrig bleibt, das ist in seinem Ausmaß völlig ok. Aber selbst das will mir nun nicht mehr schmecken. Dabei weiß ich, dass ich aus Solidarität und Mitgefühl nicht mein Leben aufgeben kann, das wäre falsch. Ich trage ja auch eine Verantwortung für mich und meine Lieben. Aber ich kann noch ehrlicher sein. Was brauche ich wirklich, wo ich doch alles habe. Was kann nicht noch warten und kann stattdessen in ein Geben verwandelt werden. Es geht nicht darum sich zu geißeln und sich das Glück zu verbieten. Aber das Glück kann nicht der Konsum sein. Das Glück muss doch etwas Tieferes sein. Wir können nicht einfach so weitermachen, während um uns herum alles im Wandel ist und so vielen Menschen mit einem klein wenig von dem geholfen wäre, das wir für uns in Anspruch nehmen. Das alte Lied: Wenn jeder nur ein klein wenig mehr geben würde als bequem ist, würde es niemandem wehtun, aber so vielen so viel geben. Sagt der gesunde Menschenverstand, aber der genießt nicht das Ansehen, das er verdient hätte.

Ich hadere also. Oft geht es mir richtig beschissen und Berichte über wachsende Zahlen, hinter denen Menschen stecken, die so viel aufgegeben haben, treiben mir Tränen in die Augen. Die wachsende Zahl an Übergriffen entfacht derweil die Wut und Fassungslosigkeit erfasst mich bei so manch einer akademischen Metadiskussion, an denen man bei den aktuellen Themen nicht vorbei kommt.

Im ganz kleinen privaten Kreis bleibt das moralische Dilemma, wie glücklich kann ich sein, bei so viel Leid und Missstand, den ich sehe? Wo liegt für mich die Balance?

Statt Vorfreude auf Zimtgeruch gehe ich mit dem Gefühl in die kommende Adventszeit, dass etwas unwiderruflich vorbei ist.

Für die Glitzermomente, die es braucht, um für sich und andere mit dem Herzen dabei zu sein, kann mit Kleinigkeiten nachgeholfen werden.

 Maronen-Kokos-Lebkuchen-Eis mit warmem Apfelmus

1 Dose möglichst cremige Kokosmilch (90%)
3-4 Esslöffel Maronenmehl
2- 3 Esslöffel Xylith
Prise Salz
1-2 Teelöffel Lebkuchengewürz (nach gewünschter Intensität)
großzügige Prise Vanille

Apfel in der Schale in Stücke geschnitten (meine waren Fallobst aus dem Dorf, wunderbar rot und süß und zu mehlig zum Essen)
geriebene Orangenschale
Zimt
etwas Wasser

Eis

  • Alle Zutaten für das Eis schön gründlich miteinander verquirlen und einen Moment stehenlassen und schauen, ob man noch mehr Xylith hinzu geben möchte. Ich bin eher zurückhaltend, da das Maronenmehl schon süßlich ist und die feine Kastaniennote nicht überdeckt werden soll.
  • Nun für gute 3 Stunden (oder bis es den gewünschten Gefriergrad erreich hat) in die Tiefkühltruhe geben und regelmäßig umrühren. Ich mag es gerne, wenn es noch etwas cremig ist.

Apfelmus (für eine einmalige Portion reichen zwei große Äpfel)

  • Die Apfelstücke mit zwei Fingerbreit Wasser, dem Zimt und der Orangenschale aufsetzen und auf kleiner Hitze gemächlich einkochen, dabei regelmäßig umrühren. Wer es stückig mag, lässt es stückig. Genauso gut kann man es aber auch fix pürieren.
  • Ich habe mehrere Kilo Äpfel eingekocht und die Gläser mit dem Apfelmus im Dampfkochtopf eingekocht, damit sie mich im Winter weiter erfreuen.
  • Nun das warme Apfelmus auf das Eisgeben und die wunderbar tröstliche Kombination von apfelsauerer Süße und herbstlich weicher Kastanie genießen.

Guten Appetit und Kopf hoch!

Lieblingswetter, Lieblingsstücke und Lieblingsessen: Eine Art Persischer (Blumenkohl) Juwelenreis mit Datteln, Feigen und Mandeln

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Herbstliebe: Juwelenreis aus Blumenkohl

Das goldene Herbstwetter versetzt mich alljährlich wieder in absolute Höchststimmungen. Die Luft bekommt eine knisternde kalte Note, die die Gedanken erfrischt, Morgende sind in Nebelkissen verpackt und scheint die Sonne, tut sie dies golden vor dem fast metallischen Blau eines Herbsthimmels.

Kaum eine Zeit im Jahr begeistert mich so sehr wie die Zeit, wenn die Luft nach Herbst riecht und sich beim Anblick der bunten Blätterpracht ein wenig angenehme Melancholie in die Freude mischt. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Oktoberkind bin oder dass ich mich auf die Leseabende am Ofen freue, auf Ausritte im Herbstwald und dick eingepackte Spazier- und Reviergänge. Vom Draußen scheine ich gerade nicht genug zu bekommen und habe, angesichts eines seltsamen Energieüberschusses, wieder vorsichtig mit der Lauferei begonnen. Vorsichtig, weil ich meine strapazierten Knie schonen will und auch deshalb, weil ich nie wieder an den Punkt kommen möchte, an dem meine Tageslaune davon abhängt, ob ich es zum Joggen und dabei zu dem mir gesetzten Pensum geschafft habe. Hallo Sportsucht. Da gleitet man wohl schneller rein, als einem bewusst wird, wenn man es zu verbissen angeht. Angesichts der Vielzahl an öffentlichen (Wettkampf) Läufen habe ich auch das Gefühl, dass immer mehr Menschen auch im Laufen den Wettbewerb, das Kräftemessen und die Leistung brauchen. Da kann dann auch der Gesundheitsaspekt abhanden kommen. Also bewege ich mich sehr entspannt und in meinem Tempo durch den herbstlichen Buchenwald, dessen hohe Stämme an eine lichtgesprenkelte grüne Kirche erinnern. Genieße Ein- und Ausblicke am Feldrand und gehe es bewusst an. Und bin überrascht, die morgendlichen Atemübungen und der veränderte Lebensstil sorgen für eine viel bessere Grundkondition als noch zu Zeiten in der großen Stadt, wo ich den Hochzeiten auch noch etwa 20 Kilo mehr auf die Laufstrecke gebracht habe. Der Kampf gegen mich selbst spielt diesmal weniger eine Rolle, die Entspannung steht im Vordergrund. So werde ich unverkrampft die überschüssige Energie los, die sich durch die langen Tage am Schreibtisch anstaut und die sich durch Betriebsamkeit anderer Art scheinbar nicht abbauen lässt.

Der Herbst ist auch die Zeit, in der ich mich wieder meiner Nähmaschine annähere. Seit einigen Monaten habe ich mir eine ziemliche Konsumverweigerung im Bezug auf Kleidung auferlegt. Schon beim letzten Ausräumen der Winterkleidung habe ich gemerkt, dass ich eigentlich alles habe. Auch nachdem ich jetzt ganz brutal durch meinen Schrank gegangen bin und vieles Gutes als Spenden weitergegeben habe, bleibt mir eine abwechslungsreiche Garderobe. Ich will noch freier werden von der medial verstärkten Vorgabe der Modeindustrie, zu jeder neuen Saison irgend etwas Neues anschaffen zu müssen. Das heißt nicht, dass man keine Freude am Schönen haben kann. Ich will es nur bewusster gestalten und mich freier machen von Trends, die nur dazu führen, dass im Zweifel seltsame Schrankleichen in den eigenen Besitz wandern, die vermeintlich mal total en vogue waren. Ich spreche aus Erfahrung. Der besondere Mensch meint immer eine Spur Exzentrik würde ich wohl nie aus meinem Stil kriegen, aber das finde ich ok, ich setze aber auf Stücke, die zeitlos sind. Auf bessere Verarbeitung und Materialien. Ich will Textilmüll vermeiden und die textilen Sklaventreiber nicht unterstützen.

Ein Schritt dahin ist auch, wieder mehr selbst zu machen. Das erste Lieblingsstück, das im Zuge der herbstlichen Nählust eingezogen ist, ist inspiriert von diesem sympathischen Blog. Ich habe einen dicken Wollstoff verwandt und noch Ärmel dran gesetzt und plötzlich hielt ich in den Händen, was ich mir gewünscht hatte: Eine super kuschelige, bequeme und dabei schöne Strickjacke für kalte Tage. Ganz wichtig: Mit Taschen. Der Vorteil am Selbstgemachten ist auch, dass man online mittlerweile eine gute Auswahl an Biostoffen bekommt. Weiter geht es für mich sicher mit einigen Modellen aus diesem netten und hilfreichen Buch, das meine Gebete erhört zu haben scheint und auf komplizierte, fiese Schnittmuster verzichtet. Das ermöglicht einen intuitiveren Zugang zum Nähen und mit etwas Verständnis dafür, wie Kleidungsstücke funktionieren, bietet es super Anleitungen, die sich noch weiter entwickeln lassen.
Das treibt mich gerade um. Und ist auch Ausgleich zu den Momenten, in denen die Last der Nachrichten unserer Zeit zu sehr drückt. Denn bei aller Achtsamkeit und Auseinandersetzung muss man auf eine gesunde Balance achten, damit einen die Schreckens- und Trauermeldungen nicht lähmen. Das ist die Kehrseite der ständig verfügbaren Information. Wir müssen bewusster filtern und uns auch ein Stück weit vor der Informationsflut schützen, ohne untätig zu werden und die Augen zu verschließen. Kein Leichtes.

Auch in der Küche hält Herbst Einzug. Meine Lieblingsgewürze sind die warmen Noten. Zimt, Anis, Muskat, Nelke, Ingwer, Cayennepfeffer – sie alles haben etwas Rundes, Beruhigendes, Wärmendes. Und so war es naheliegend, den Tausendsassa Blumenkohl geschmacklich ein herbstliches Upgrade zu geben. Inspiriert vom persischen Juwelenreis habe ich improvisiert und mit dem, was der Gewürzschrank hergab, ein neues Lieblingsgericht gekocht.

Quasi Blumenkohl) Juwelenreis mit Datteln, Feigen und Mandeln
(ca 3-4 Portionen als Beilage)

1 großer Kopf Blumenkohl, gewaschen und entweder grob gerieben oder im Mixer auf Reiskorngröße gehackt
4-5 getrocknete Feigen, weich und ohne harten Stiel, in kleine Stücke geschnitten
5-6 getrocknete Datteln, entsteint und in kleine Stücke geschnitten
1 Handvoll Mandelstifte oder gehobelte Mandeln
Frisch geriebene Schale einer halben, ungespritzten Orange
Kurkuma
Lebkuchengewürz
Cayennepfeffer
Salz
schwarzer Pfeffer
Butter

  • Zwei Esslöffel Butter in einer großen Pfanne schmelzen, die Mandeln, Datteln und Feigen hinzugeben und sacht anrösten, bis die Mandeln eine leichte Farbe haben.
    Den geraspelten Blumenkohl dazugeben und mit zwei weiteren Esslöffeln Butter auf mittlerer Hitze regelmäßig rühren, damit nichts ansetzt. Die Orangenschale hinzugeben sowie etwa einen knappen Esslöffel Kurkuma, eine großzügige Prise Salz, etwas frischen schwarzen Pfeffer und einen Teelöffel Cayennepfeffer. Alles gründlich vermengen, bis die Masse eine gleichmäßig gelb-goldene Farbe hat.
  • Dann einmal abschmecken, um ein Gefühl für den Grundgeschmack zu bekommen. Nun nach und nach das Lebkuchengewürz hinzugeben, umrühren und immer wieder abschmecken, damit es nicht zu intensiv wird. Ich habe etwa einen Esslöffel genommen, aber es ist individuelle Geschmackssache, wie stark die Gewürze hervortreten sollen.
  • Der Reis sollte nicht zu schwer und weich-klebrig werden, sondern noch eine körnige Konsistenz mit buttriger Note haben.

Dazu gab es Wildbratwürste, aber auch Hühnerfleisch oder Lamm stelle ich mir gut vor. Ich werde weiter probieren.

Guten Appetit!

In die Praxis und am Essen feilen: allerlei knusprige low carb Fritten-Varianten

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Wertvolle Praxis und Fastfood Freuden: Low Carb Pommes

Fertig. Gebangt, gezittert und geschenkt gab es nichts, aber nach 11 Monaten, über 300 Stunden samstäglichen Unterrichts, diversen Abenden in der Lerngruppe und einem Privatleben, das dem Jagdschein untergeordnet wurde, haben sich die Energie und Mühe ausgezahlt – ich bin frischgebackene Jungjägerin.

So ganz glauben kann ich es noch nicht. Nach all der Lernerei liegt da nun diese Urkunde und wartet nur darauf mir den ersten Jagdschein einzulösen. Ein wenig unwirklich. Auch der erste Arbeitseinsatz im Revier liegt bereits hinter uns – wir sind untergekommen, werden ein wenig an der Hand genommen und müssen aber auch Einsatz zeigen. Mein rechter Arm hat sich beim in-den-Boden-Hämmern von Zaunstäben bereits an die Grenzen gebracht – trockene Erde kann sehr hart sein und so ein ordentlicher Hammer schwer. Bisher war ich auch noch nicht in der Verlegenheit mehr als kleine Nägel in Wände zu schlagen, warum auch. Das will ich jetzt ändern. Und ein wenig stolz ist man dann auch auf das Geschaffte und ich freue mich auf die regelmäßigen Arbeitsansätze.
Erst war mir der direkte Übergang in die praktische Arbeit gar nicht so recht, ich habe gemault und wollte erst einmal ein paar freie Samstage und Zeit und und. Warum eigentlich? Eigentlich liegt es mir viel mehr weiter zu machen, dann denke ich gar nicht erst zu viel nach, was ich alles kann und schaffe, sondern werde in die Situationen geworfen und kann weiter lernen und mir neue Dinge aneignen.

Denn zu unterschätzen ist es nicht, für jemanden wie mich ist es eine völlig andere Welt. Trotz aller Liebe zur Natur war mein Leben immer eher vom klein- und später großstädtischen Umfeld geprägt. Natur gab es nur in Dosen. Für die Erholung oder leichthändig bei Freunden im Schrebergarten. Jäger kannte ich nicht, auch wenn es da das heimliche Interesse gab – sie waren mir fremd und es ergaben sich keine Berührungspunkte. Bis eben vor einem Jahr. Und nach all der Lernerei ist man nun auf einmal mitten drin in einer ganz eigenen Gemeinschaft, wird beglückwünscht zum Jagdschein, bekommt Tipps und Hilfe angeboten und ist aufgefordert sich einzubringen und anzupacken.

In meinem Leben bin ich noch nie in so kurzer Zeit in so viele neue Situationen gestürzt worden wie im letzten Jahr. Eine gute Schule und manchmal unbequem, habe ich doch mitunter Phasen einer seltsamen sozialen Unsicherheit, so Tage, an denen ich mich nichts Neuem aussetzen und nur vertrauten Ritualen und Gesprächen frönen möchte. Ja, diese Phasen setzen natürlich immer dann ein, wenn Neues anklopft und deshalb werden sie ignoriert, aber ich nehme sie kurz zur Kenntnis und frage mich, warum da anscheinend immer noch so Unsicherheiten sitzen. Was kann denn schon schief gehen? Man muss ja eigentlich niemandem etwas beweisen – außer eben sich selbst, gefühlt. Ich versuche einfach, mich offen in neue Situationen zu begeben, abzuwarten und hinzuschauen, wie die Menschen und Dinge so stehen. Ich muss nicht gleich den Kasper geben. Es ist angenehm sich in die Rolle der ruhigeren Zeitgenossen zu begeben, die nicht jede Situation wie eine Szene betreten und Reviere markieren wollen. Das findet sich ja auf allen Ebenen des Lebens, vom Hobby im Verein über den professionellen Kontext bis hin zum freundschaftlichen Zusammentreffen. Ich finde immer mehr Gefallen daran, vielleicht auch als unscheinbar wahrgenommen zu werden, will nicht so viel preisgeben. Möchte ganz in der Situation sein, aber stehe nicht für Spielchen zur Verfügung – das ist spannend und verschiebt mitunter Dynamiken und schafft Spannungen oder schönes Neues, wo man gar nicht damit gerechnet hätte.

Und ich höre hin, wenn ich Feedback bekomme. Denn so eine richtige Fremdeinschätzung ist ja selten. Man bekommt Lob oder Kritik und dazu oft die Agenda des Gegenübers, ob man will oder nicht. Aber so einen ersten Eindruck bekommt man nicht oft mitgeteilt und man sollte diese sammeln und ernst nehmen. In diesem Fall war es ein Mitjägerin aus dem Unterricht, die mir im Gespräch nach den Prüfungen erzählte, sie wäre anfangs irritiert gewesen und hätte gedacht, ich wäre so etwas wie eine vegane Jagdgegnerin, die den Kurs unterwandert (gemeinsam mit dem besonderen Menschen).

Das ist spannend, denn ich persönlich saß da ja mit meiner Binnensicht, die voll motiviert und sehr neugierig war. Aber ich war mir schon bewusst, dass wir vielleicht etwas aus dem Rahmen gefallen sind. Wobei ich mich nach wie vor schwer damit tue, das an Konkretem festzumachen. Es war das Gefühl, hier sind wir mal anders und nicht die anderen. Eine Lektion dieser Zeit war auf jeden Fall, dass ich mich bis zum Wegzug aus Berlin in einer recht homogenen sozialen Blase bewegt habe. Studium, Freundeskreis, Unternehmungen, Urlaub, Arbeitsumfeld, Kunden – das war, bei aller gelebten Individualität, schon recht übersichtlich in der Diversität. In der Hinsicht war das letzte Jahr mit all seinen neuen Bekanntschaften eine dringend notwendige und gute Schule, die sich hoffentlich fortsetzen wird. Wir sagen ja gerne von uns wie offen und kommunikativ wir sind, wie gut wir uns auf neue Situationen und Menschen einstellen können und wie wir so reden… Aber das sagen wir von uns, weil wir meist nicht so wirklich raus müssen aus der Komfortzone. Unsere Rollen sind meist klar definiert und aus denen heraus agieren wir. Das fühlt sich dann schon seltsam an, im Privaten plötzlich etwas zu tun, wo man sich völlig neu orientieren und mitunter auch das eigene Verhalten in Frage stellen muss. Die Lektion, mich nicht (ob bewusst oder unbewusst) aufs innere hohe Ross zu flüchten, möchte ich beherzigen. Gelegenheiten zeichnen sich genug am Horizont ab.

Und ich muss hinnehmen, dass dann auch erst einmal über meine zarte Hämmerei gescherzt wird – das muss auch echt dämlich ausgesehen haben. Wichtig ist, dass ich mich anstrenge einen Beitrag zu leisten und nach 40 Zaunstäben und drei Stunden Hammerschwingen dürfte es das nächste Mal auch schon leichter von der Hand gehen.

Weiter lernen und arbeiten am ich.

Neben all dem Neuen erhalte ich mir meine Kochzeiten. Ausprobieren und experimentieren am Herd entspannen mich so ungemein. Und nachdem wir vor kurzem die Burger wieder entdeckt haben, kamen nun die Fritten dran. Wenn auch nicht frittiert, sondern aus dem Ofen.

Aber nach einigen Versuchen tatsächlich knusprig und super lecker! Und sowohl paleotauglich als auch low carb.

Steckrüben und Knollensellerie-Fritten aus dem Ofen (Für 2 Personen)
Ich habe auch mit Süßkartoffel experimentiert, aber diese wird mir bei allem guten Geschmack dann doch zu weich.

1 mittlere Steckrübe (ca. 1 Kilo) oder Knollensellerie
Olivenöl
Salz
Scharfe Paprikaflocken
Zimt
Kreuzkümmel

  • Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Die Steckrüber oder Sellerie schälen, und in Scheiben von etwa einem 1 cm Dicke schneiden. Die Scheiben dann in Stifte schneiden (ca. 0,5- 1cm, nach Geschmack).
  • Die Stifte in eine Schüssel geben und mit großzügig Gewürzen und etwa 3 Esslöffeln Olivenöl mischen, so dass alle gleichmäßig mit Gewürzen und Öl bedeckt sind. Bei der Würzung kann man Schwerpunkte nach Geschmack setzen, ich betone gerne die Schärfe mit Extra viel Paprikaflocken und lasse die anderen Gewürze nur anklingen. Curry ist auch einen Versuch wert. Nur beim Salz bin ich generell großzügig.
  • Die gewürzten Stifte auf dem Backrost verteilen. Ganz ohne Backpapier einfach aufs Rost geben. Um Sauerei zu vermeiden, mache ich meist ein Backblech mit Burgern oder Frikadellen, das ich unter den Fritten in den Ofen schiebe und parallel mitbacke. So kann das Öl von den Fritten einfach auf das Blech tropfen und der Ofen bleibt verschont.
  • Darauf achten, dass das Blech nicht zu voll ist, die Fritten sollte nicht aneinander, sondern mit kleinen Abständen liegen.
  • Nun für 30-40 Minuten in den Ofen, bis die Oberfläche schön gebräunt und knusprig ist.
  • Wer die Muße hat, wendet die Fritten auf der Hälfte der Zeit, ich finde es tut nicht Not, da sie auf dem Rost nicht im Fett weich werden.

Dazu passt ein Dip nach Wahl oder einfach Butter.

Guten Appetit!

Nervenflattern – Nerven stärken und Ablenkungsmanöver: Koriander-Minz-Butter-Wildlachs mit grünem Spargel vom Blech

Lachs vom Blech

Nervennahrung: Wildlachs mit grünem Spargel vom Blech

Am Wochenende, da gab es diesen zauberhaften Moment, da wollte ich mir das Essen am allerliebsten so als Bild an die Wand hängen. Die Freude wäre von kurzer Dauer gewesen – es war Wildlachs, und seit ich einmal in einer befreundeten WG Nahrungskunst als „Work in Progress“ beim verfallenden Entstehen zuschauen konnte/musste/durfte, habe ich für mich beschlossen eine Grenze zu ziehen, zwischen leiblichem und Kunstgenuss.

Sei es drum – er war nicht nur vorher schön anzusehen, sondern auch nach dem Ofen eine Freude. Eine Wonne. Und hat sich ganz weit oben platziert auf der Liste der Gerichte, die ich gerne für liebe Menschen koche. Und das elegante Filetieren schaffe ich mir durch Wiederholung sicherlich auch noch drauf. Momentan ist es eher der Lachs-Massaker-Teller, der den Gast erreicht, aber Freunde verzeihen so etwas. Und die wollen ja auch keine Berührungsängste vor der Inszenierung, sondern einen schönen Abend und was in den Magen.

Aber gerne doch. Ein weiterer Vorteil: Mal abgesehen von einem begleitendem Salat und einem netten Dessert, kommen hier alle Bestandteile des Essens auf ein Blech und gemeinsam in den Ofen, dadurch ist man gleich viel ungeteilter in seiner Aufmerksamkeit und somit entspannter und sitzt mit am Tisch, statt mit einem halben Ohr im Gespräch und zwei Händen zwischen Herd und Arbeitsfläche zu tänzeln.

Deshalb bin ich ein solcher großer Fan von Eintöpfen, Backblechgerichten, Schmortöpfen… Ab einem gewissen Punkt macht sich dieses Essen quasi von alleine.

Und schnell geht es zudem, das Vorbereiten des Fisches. Fast zu schnell, denn momentan sind Rezeptideen vor allem Ablenkungsmanöver für die Kopfmaschine. Denn da läuft es sich gerade heiß und die Aufregung wächst, dabei möchte ich so gerne entspannt sein. Muss entspannt sein. Am Samstag ist Schießprüfung. Die letzte Etappe im Prüfungsmarathon für den Jagdschein. Schriftliche und mündliche Prüfung sowie Praxis liegen erfolgreich hinter uns (der besondere Mensch teilt die Begeisterung ja) und nun folgt der eine Teil, auf den man sich nicht mit Lernen vorbereiten kann, sondern wo man sich unter Kontrolle haben muss. Ich möchte es so gerne schaffen! Die Motivation ist da. Voll und ganz. Umso mehr seit wir das traumhafte Revier besucht haben, in dem wir eventuell als Jungjäger unterkommen könnten. Ich möchte raus und anfangen in der Praxis zu lernen. Außerdem möchte ich so gerne ein Wurst-Seminar machen. Eigene Wildwurst herstellen… Ich glaube tatsächlich, ich habe mir selten etwas so sehr gewünscht wie den erfolgreichen Abschluss dieser Prüfung. Wenn es nicht klappt, ist es ok, muss es ok sein, das macht ja eigentlich nichts mit mir als Mensch. Aber nach einem knappen Jahr Lernerei möchte ich raus. Also koche ich und backe und überlege mir Rezepte und Variationen und tue mir körperlich Gutes, in der Hoffnung, so auch meine Nerven zu verwöhnen. Und am Samstag vor der Prüfung werde ich extra früh aufstehen. Ein wenig Pilates machen, um dem Körper Nervosität zu nehmen, Atemübungen machen für die Konzentration und ordentlich frühstücken, auch wenn er flattert, der Prüfungsmagen. Und dann werde ich mich der Situation stellen und egal, wie es ausgeht, so oder so bin ich schon jetzt ein bisschen stolz auf das, was ich da neben Arbeit und Privatem geleistet habe. Das kann man ruhig mit gutem Essen belohnen.

Koriander-Minz-Butter-Wildlachs mit grünem Spargel
(für 4 Personen)

Ein Wildlachs (ohne Kopf), ca. 1,3 kg
1 kg grüner Spargel
1 Bund Frühlingszwiebeln
5 Esslöffel frischer Koriander, gehackt
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Tomaten-Minz-Butter
150 g Butter, Zimmertemperatur, weich
2 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Minze, gehackt (getrocknet oder frisch)
1-2 Esslöffel scharfe Paprikaflocken
etwas schwarzer Pfeffer
Salz

  • Als erstes die Butter zubereiten, indem alle Gewürze und das Tomatenmark in eine Schüssel zur Butter gegeben werden und das Ganze dann mit einer Gabel durchgedrückt wird, bis sich eine gleichmäßige Masse ergeben hat. Die fertige Butter ruhig etwas ziehen lassen.
  • Den Fisch unter kaltem Wasser abspülen, trockentupfen und auf ein leicht eingeöltes Backblech legen. Von innen salzen und pfeffern, 2-3 Esslöffel des Korianders in den Fisch geben, sowie die knappe Hälfte der Minz-Butter im Fisch verteilen.
  • Den Fisch zuklappen und noch ein paar Butterflocken oben auf die Haut geben.
  • Den Spargel waschen und die Enden einen knappen Zentimeter abschneiden, je nachdem, wie frisch er ist, reicht auch die Hälfte. Sind die Enden sehr holzig, hier einen Zentimeter schälen.
  • Die Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden, mit dem Spargel, dem restlichen Koriander sowie Flocken der Minzbutter vermischen und zu dem Fisch auf das Blech geben, vermischen und zu dem Fisch auf das Blech geben.
  • Ofen auf 180 Grad vorheizen und großzügige 35-45 Minuten im Ofen garen, bis die Haut des Fisches knusprig ist und Falten bildet.
  • Nun nur noch filetieren und mit dem Spargel servieren.

Dazu passt ein schlichter Salat, mit einem Spritzer Zitrone.

Guten Appetit!

Kleiner Tipp: Von der Minzbutter mache ich gerne mehr, sie schmeckt nämlich auch vorzüglich zu Lamm oder auf Burgern, aufs Omelett oder oder….

Es schaffen wollen und das Grillen planen: Low Carb Blumenkohlsalat mit Bacon-Mayo

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Lernen und genießen: Low Carb Blumenkohlsalat mit Bacon Mayonnaise

Seit 10 Monaten beherrscht die Jungjägerausbildung die Wochenenden und seit Jahresanfang auch diverse Abende unter Woche. Heute war er plötzlich da, der letzte reguläre Unterrichtstag. Ein Gefühl, wie früher kurz vor den großen Ferien. Nur statt der Zeugnisse steht nun der Prüfungsmonat an. Vier Teile sind es, nächsten Samstag geht es in schriftlicher Form los. Wie viel Wissen hat sich verfangen im letzten Jahr? Welche Lücken müssen noch gestopft werden, neben der intensiven Kopfarbeit im Arbeitsalltag? Wo lässt sich noch ein Stündchen abzweigen für einen Blick in die Bücher und die Bearbeitung alter Prüfungen zur Selbstkontrolle? Kann ich mein Lernen auf den letzten Metern noch effektiver gestalten. Ist das Nervosität, die da wie ein kleines Nagetier in meinem Hinterkopf sitzt und leise vor sich hinraspelt?

Wer sich Prüfungen jedweder Art stellt, nimmt auch die Möglichkeit des Scheiterns in Kauf. Wer immer nur auf Nummer sicher geht, kann auf eine Kette von Erfolgen zurückblicken, aber testet nicht den eigenen Mut. Bin ich auch bereit zu scheitern? Würde ein Misserfolg mich in Frage stellen? Einer unserer Ausbilder meinte, wir sollten uns nicht verrückt machen, es wäre die unwichtigste Prüfung unseres Lebens. Ich finde, das stimmt nur bedingt. Denn keine andere Prüfungssituation in meinem Leben ist so sehr einer freien Entscheidung entsprungen. Ihr liegen keine äußeren oder institutionellen Zwänge und Vorgaben zugrunde. Sie ist etwas, was ich für mich gewählt habe. Jetzt bin ich gespannt, was ich daraus mache oder ob ich in eine zweite Runde muss. In einem Monat weiß ich mehr, bin entweder etwas gedämpft oder unglaublich erleichtert.

Und wenn es läuft wie geplant, was dann? Dann kommen wir hoffentlich in einem tollen Revier unter. Zarte Bande sind geknüpft. Die Zeit der Jungjägerausbildung ist eigentlich in Wahrheit die Befugnis, das Lernen in der Praxis zu beginnen. Dann wird die Theorie der Praxis ausgesetzt. Ich kann es kaum erwarten und habe einen tiefen Respekt vor diesem Prozess.

Aber davor heißt es lernen, lernen, verstehen, diskutieren, bestimmen. Der Kopf ist gerade in Hochform. Lernen kann einen in einen ähnlichen Rausch versetzen wie ein erfolgreicher langer Lauf. Es lohnt, sich selbst im Auge zu behalten. Den Druck rauszunehmen, die Freude zu behalten.

Mache ich mir zu viel Stress, steige ich kurz aus. Gehe raus in den Frühling vor der Tür, der einen momentan in himmelblaue Stimmungen versetzt.

Oder ich koche. Gutes Lernen hat viel mit guter Ernährung zu tun. Wir können unsere Energie und damit auch unsere (Denk-)Leistung steigern, wenn wir genau hinhören und in Belastungszeiten sorgsam mit uns umgehen, statt auf schnelle Kicks und Glücklichmacher zu setzen.

Ein Rezept der letzten Tage, ein Übungslauf fürs Grillen nach den Prüfungen:

Blumenkohlsalat
Der Blumenkohl ist der Tausendsassa der Low Carb-Küche. Wie Kartoffeln oder Reis besticht er durch eine gewisse Neutralität im Geschmack und lässt sich wunderbar in diversen Formen integrieren. Hier vertreibt er die Kartoffeln für eine leichtere Variante des geliebten Mayonnaise Salats zum Grillen.

1 großer Blumenkohl
1-2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
körniger Senf
Salz
Pfeffer
8 – 10 ausgebackene Baconstreifen (das Fett auffangen)

Mayonnaise:
2 große oder 3 kleine Eigelb
1 TL Senf (Dijon)
250 sehr mildes Olivenöl
Baconfett
1-2 TL Zitronensaft
Salz
Prise Xylit
Den Salat am Vorabend zubereiten und an einem kühlen Ort durchziehen lassen!

  • Blumenkohl in kleine Röschen schneiden, gut waschen und ruhig etwas weicher als bissfest blanchieren.
  • Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Radieschen in feinere halbe Scheiben schneiden.
  • Den Bacon ausbraten und das Fett auffangen.
  • Für die Mayonnaise, die Eigelbe mit dem Rührgerät in einem hohen Becher kurz aufschlagen, den Senf dazugeben und wieder aufschlagen.
  • Das ÖL mit dem noch weichen Baconfett mischen und 1/5 tröpfchenweise zur Ei-Senf-Mischung geben, bis sich eine glatte Creme ergibt.
  • Das restliche Öl-Fett-Gemisch langsam unter ständigem Rühren zugießen, bis die Mayonnaise die gewünschte dickcremige Konsistenz hat.
  • Zitronensaft dazu geben und mit Salz und Xylit abschmecken.
  • 1-2 Esslöffel körnigen Senf unter die Mayonnaise rühren und nach Belieben salzen und pfeffern.
  • Blumenkohl, Frühlingsgszwiebeln und Radieschen in eine Schüssel geben und die Mayonnaise unterheben. Zum Schluss den knusprigen Bacon in Stücken untermengen.

Der Salat schreit nach Bratwurst und ersetzt jeden traditionellen Grill-Begleiter mit Leichtigkeit!

Guten Appetit!

Wie hätte ich es denn gerne: Von den lieben Zweifeln, schönen Vernunftsmomenten und Sonntagsverwöhnung mit Auberginen French Toast

Richtige Entscheidungen und Auberginen French Toast

Vernünftig sein, glücklich sein – und manchmal Auberginen French Toast

Zehn Tage Ausnahmezustand im Kopf. Da war sie, die charmante Anzeige im Internet, mit Bildern die uns irgendwie ansprachen und doch nichts sagten. Ein erster Besuch folgte: Ein Wohnhaus in einer Hofgemeinschaft auf dem Gelände einer alten Sägemühle. Ganz weit draußen, im Schatten einer Burg. Der wohl schönste Wohnraum, den ich jemals gesehen habe: Ein einziger Raum mit massiven Säulen, die für Gliederung sorgten, nicht zu hoch, damit man nicht verloren geht – in den Raum integriert die Küche, mein Lieblingsraum und absolutes Muss an jedem Wohnort, hier möchte ich die Freunde sitzen haben, während es aus den Töpfen dampft und mich unterhalten. Ein Wohn-Koch-Essraum irgendwo zwischen Industriecharme und Hobbithöhle. Im ersten Stock die Überraschung: Die Höhe Berliner Altbauten – da ließe es sich doch bestimmt schlafen und arbeiten, nicht wahr? Heizung über eine Holzheizung in Kombination mit einer Solartherme – so wie wir es am liebsten selber machen würden, wäre ein eignes Haus in Planung. Überall Dielenboden, eine Haustür, die das Licht von drinnen nach draußen und draußen nach drinnen durch bunte Scheiben schickt… Da wurde Inventur gemacht im Kopf – die Räume aufgeteilt und Ideen gesponnen…

Der besondere Mensch und ich wissen, dass wir gut darin sind, gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Aus fixen Ideen und Spinnerei wird bei uns schnell ein Plan und an Mut mangelt es auch nicht – wir wissen, dass sich immer eine Lösung findet, wenn man bereit ist, etwas in Bewegung zu setzen. Eine Hochzeit nur für uns, mit der keiner gerechnet hat? Berlin verlassen? Die festen Jobs und Chancen aufgeben und etwas Eigenes auf die Beine stellen? Die Lebensgewohnheiten massiv umgestalten? Menschen ins Leben kommen und daraus gehen lassen? Ich bereue keinen dieser Schritte und manchmal wird mir schwindelig, wenn ich sehe, wie reich unser Leben geworden ist, wie viel wir machen und was für wichtige Impulse dadurch entstehen. Da darf ich nicht zu oft drüber nachdenken und ich klopfe mir dafür nicht extra auf die Schulter und will Lob – nein, ich bin unheimlich dankbar und auch ein wenig demütig. Ich finde, wenn es gut läuft, sollte man nicht aufhören daran zu arbeiten, immer noch eine bessere Version von sich selbst zu erarbeiten. Lernen fürs Leben und Arbeit am Selbst. Noch umsichtiger im Umgang mit Menschen sein und niemals die Bodenhaftung verlieren. Realistisch bleiben und genügsam. Das klingt so trocken und freudlos, nicht wahr? Ich bin überzeugt, dass eine gewisse Selbstgenügsamkeit und Bescheidenheit die wichtigsten Elemente sind, wenn man sich einfach und wahrhaft über das freuen möchte, was einem im Leben geschieht, was man möglich macht, was Andere schenken. Und das schafft wahre Zufriedenheit und nicht das Streben nach immer mehr.

Naja, es ist ein Lernen nicht wahr? Bei 200 Quadratmetern Wohntraum setzte bei uns kollektiv die Vernunft aus. Und die Schlaflosigkeit begann. Die Chancen standen gut für uns, aber wo blieb der letzte Funken, der sonst Treibstoff für die Verwirklichung unserer Pläne ist? Die Entscheidung war gefasst, wir machen das – wir richten uns ein offenes Haus ein. Aber warum hingen da nicht-greifbare Wolken über dem Kopf? Wir schlugen eine zweite Besichtigungs-Runde vor. Ein sehr nettes Gespräch mit dem Vermieter, in dieser Hinsicht ein gutes Gefühl, aber dann auf der Fahrt im Auto – Stille… Und nicht diese freudige Ich-kann-mein-Glück-nicht-fassen-Stille, sondern diese Wer-spricht-es-zuerst-aus-Stille.

Was sollen wir zu zweit mit dem grauen Katzenplüsch auf 200 Quadratmetern? Warum so viel Platz? Brauchen wir das? Ist das realistisch, geht man da nicht verloren? Möchten wir alle kreative Wohnraum-Gestaltungs-Energie mobilisieren und das Einrichtungsprojekt zum Mittelpunkt machen, das komische Gefühl im Bauch mit Geschäftigkeit betäuben und dann in einem Jahr wieder von vorn beginnen, weil wir merken, es passt nicht für uns? Ja klar, als Mieter hat man nicht viel zu verlieren – Umziehen geht ja immer. Aber es zahlt sich langfristig aus, aufs Bauchgefühl zu hören. Und das haben wir getan – wir haben abgesagt. Die Kisten im Kopf wieder ausgepackt und wir sind plötzlich erfüllt von einer neuen Zuneigung für das so nette alte Haus, in dem wir wohnen dürfen. Hier spiegelt sich auch die Sonne im Holz und der Kamin faucht und plötzlich zeigen sich Stellen, an denen sich noch etwas drehen lässt. Wie zur Bestätigung wurde mir prompt und unverhofft eine Lampe geschenkt, die eine völlig neue Stimmung in unserem sehr puristischen, fast mönchischem Schlafzimmer einziehen lässt. Mit etwas Glück können wir hier in der Gegend mit auf die Jagd gehen, nach den Prüfungen und hier in der Ecke gibt es den besten Reitunterricht, der uns jede Woche bei Wind und Wetter aufs kleine Pferd und in den wildschönen Wald bringt… Schätzen und neu bewerten, was man hat, ist manchmal vielleicht die wichtigste und schwerste Übung. Ich schlafe auch wieder ruhiger.

Noch etwas sei hinzugefügt: Umzüge sind immer auch das Einfallstor für wilde Konsummomente. Da muss ein neuer Teppich her, das alte Regal passt nicht zum neuen Boden oder oder oder… Gründe lassen sich immer finden. Wir versuchen dabei immer einen klaren Kopf zu behalten. Es muss nicht immer alles sein. Und wer wie wir alte Dinge mag und Möbel schätzt, die eine Geschichte hinter sich haben, der sollte sich den Wohnsitz außerhalb der Großstädte zu Nutze machen und einmal entdecken, was bei den Kleinanzeigen auf ebay alles verschenkt wird. Ich wollte es kaum glauben. Aber nur weil ich gerne eine Ottomane aus den 50ern hätte, werde ich nicht umziehen. Sie fehlt mir nicht zum Glück.

Und weil heute Sonntag ist und alles so aufregend war, habe ich ein neues Rezept getestet. Eines mit Sonntagsfrühstücksfaktor:

Auberginen French Toast

2 mittelgroße Auberginen
2 große Eier
Salz
Zimt
Vanille
Xylit
Ghee

  • Die Auberginen schälen und Scheiben schneiden (max. 0,5 cm).
  • Auf ein Backblech legen, leicht salzen, gute 2 Minuten liegen lassen, umdrehen und die andere Seite salzen.
  • Die Eier mit etwas Xylit, Vanille und Zimt quirlen.
  • Die Auberginenscheiben in die Eiermasse tauchen, dabei mit einer Gabel einstechen, damit das Ei einziehen kann.
  • Die Auberginen im heißen Ghee von beiden Seiten kräftig Goldbraun anbraten.

So lecker! Und bei dünnen Scheiben würde niemand die Aubergine durchschmecken. Etwas Xylit und Zimt mischen und oben drauf geben oder Kompott oder…

Guten Appetit!