Heimat-Sein und Kuchenduft-Sicherheit mit Mandelkugeln

Mandel Kugeln Low CarbHeimat. Das rutschte mir heute so raus, als wir uns über die Autobahn, an Idstein vorbei, dem mittlerweile vertraut neuem Zuhause im Taunus näherten. So unattraktiv in ihrer Unbeirrbarkeit die Autobahn in ihrer grauen Geradlinigkeit auch war und so beängstigend dicht sich die Menschen in der Isolation ihrer  zu schnell fahrenden Autos auch drängten, war da doch auch der Blick über, dem Auge schmeichelnden Hügel in einen herbstlichen Himmel und es fühlte sich einfach an, wie sich nach Hause kommen anfühlt. Dabei war ich gar nicht lange weg, aber  die Freude, wieder dort anzukommen, wo ich am liebsten bin, war so eindeutig, dass ich kurz die Frage in den Raum stellte, ob das kleine Dorf jetzt eigentlich unser Zuhause oder doch schon Heimat ist.

Ich habe mich mit Heimat immer schwer getan. Der Ort in dem ich aufwuchs, ist nicht mein Geburtstort, wir sind öfter umgezogen als andere und da mein Auszug sich mit räumlichen Veränderungen in den elterlichen Begebenheiten überschnitt, hatte ich fortan auch kein Kinderzimmer mehr, in das ich zurückkehren konnte. Das fand ich anfangs befremdlich und hatte so eine gewisse Sehnsucht, mit der Rückkehr in die Heimatstadt auch jedes Mal wieder in alte Rahmenbedingungen zurückkehren zu können. Wenn schon Erwachsenwerden, dann doch bitte mit der Sicherheit immer mal wieder zurück unter die Decke der eigenen Geschichte schlüpfen zu können und sich in der Sicherheit des Bettes aus Jugendtagen vom Taumel und den Schrecken der großen Welt erholen. Dachte ich.  Und in Ermangelung dieses imaginierten Horts der Sicherheit badete ich mich ein bisschen in dem Bild des aus dem Nest gefallenen Vogels.
Einige Jahre und Wohn- und Lebenserfahrungen später muss ich sagen, dass mir da eine dieser wertvollen Lektionen vermittelt wurde, die man erst im Nachhinein so richtig wahrnimmt, wenn überhaupt. Ich definierte für mich Heimat als etwas, das in etwa der Kuschel-Ästhetik der Rama-Familie entsprach, so mit Familienmittagessen am Sonntag, Hohes C zum Frühstück  und frisch gewaschenen, weichgespülten Wäschestapeln für die  Rückkehr in die Studentenwelt. Dabei war ich nicht in einem solch gekünstelten Arrangement groß geworden, woher dann also diese plötzliche Sehnsucht nach etwas, das mich erstickt hätte, wenn es sich plötzlich in die Realität verwandelt hätte. Meine Eltern haben mich immer ernstgenommen, ich habe, seit ich alt genug war, immer gerne eine Zigarette mit meinen Eltern geraucht und ich musste mir zwar Kritik gefallen lassen, aber meine Lebensweggestaltung lag ganz bei mir. Trotzdem, oder gerade deshalb, war da eine Zeitlang die Überzeugung, gar keine Heimat zu haben, da ich sie nicht an so oberflächlichen Maßstäben festmachen konnte. Irgendwann betonte ich dann Berlin als meine Heimat, stand ja dann auch im Ausweis – Und Du so? Ich bin aus Berlin…Obwohl auch das immer untermalt war mit dem Gefühl einer gewissen Endlichkeit – da musste noch mehr sein. Nur lange Jahre habe ich mir das nicht eingestanden. Hatte ich doch endlich einen benennbaren Ort, der noch dazu was hermachte. Mit einer gewissen Faszination begegnete ich immer wieder Menschen, die eine tiefe Verbundenheit zum Ort und zu den Leuten ihrer Herkunft pflegten, auch über die Distanz hinweg. Jedes Jahr Weihnachten oder zu anderen Terminen war das Wiedersehen vorprogrammiert. Bei mir gestaltete sich das irgendwie anders. Ich dachte halt nur, immer diese Gewissheit der wiederkehrenden Routine sei Heimat und somit etwas, das ich vermisste.

Aber wenn ich selber mal an solch wiederkehrenden Ritualen teilnahm merkte ich, dass es nicht so harmonisch war, wie ich mir das verklärt hatte. Natürlich, die Freude des Wiedersehens, aber oftmals auch der große heimliche Abgleich, wie sieht er sie aus, was machen die anderen Dolles und die eigene Inszenierung. Fühlte sich nicht so an wie sich Heimat anfühlen sollte. Dann die Momente mit den lieben Freunden in der großen Stadt Berlin, die gemeinsamen, ganz besonderen Entdeckungen und Erlebnisse, die sich so lebendig anfühlten, dass man sie nie wieder vergessen wollte, das behagliche Gefühl des Beisammen- und Aufgehobenseins. Heimelig, Aber schon Heimat? Immer noch geplagt von Heimat-Wohlfühl-Sehnsüchten dann weiterziehen durch dies seltsame Erwachsenwerden und den eigenen Weg finden. Entscheidungen treffen, Ziele definieren,  Abwägungen, mutig sein, sich aufmachen. Und dann plötzlich heute: Heimat. Laut ausgesprochen. Auf der Rückfahrt aus der Heimatstadt des besonderen Menschen und die wunderbar warme Erkenntnis, dass ich eine Heimat habe, schon eine ganze Zeit.

Diese Heimat ist bei diesem Menschen und das ist sie, weil sie in allererster Linie in mir selbst liegt. Und wenn ich mir selbst diese Heimat  gestalten kann, wenn ich mir selbst dieses heimelige und sichere Gefühl geben kann, dann ist die Heimat überall. Überall dort wo ich bin. Und sie ist nicht gebunden an einen Ort oder bestimmte Dinge. Denn im Prinzip kann ich erst dann selbst bestimmen, was und wo für mich Heimat ist, wenn ich die materiellen Dinge dafür gar nicht brauche. Erst dann ist mein Zuhause auch meine echte Heimat und dann kann es auch ein Mensch sein und ich für einen Menschen.

Und ganz ehrlich, Paleo hin oder her, wenn es Besucher glücklich macht, würde ich ihnen schweren Herzens auch ein Glas Hohes C hinstellen zum Frühstück.

Lieber aber backe ich etwas heimelig Duftendes für das extra bisschen Wohlfühl-Kitsch.

Mandelkugeln

200 Gramm feines Mandelmehl aus blanchierten Mandeln
5-6 gute Esslöffel Gucker
40 Gramm Butter
1 Eiweiß
Vanille
Zimt
Dunkle Schokolade (90%)
Gehackte Mandeln

  • Die Butter schmelzen und den Xucker hineinrühren.
  • Mandelmehl,  Vanille und Zimt mischen. Die Butter-Xucker-Masse hinzu geben, das Eiweiß unterrühren und nun alles schön gründlich mit den Knethaken kneten bis eine geschmeidige, Masse entsteht, die sich gut zu Kugeln formen lässt.
  • Die Kugeln in den Mandelsplittern wälzen und auf ein Backblech mit Backpapier geben.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad ca. 15 Minuten backen, sie sollen goldbraun aber nicht zu dunkel werden.
  • Abkühlen lassen, die Schokolade schmelzen und nun jeden Mandelball nach Geschmack mit Schokolade krönen.

Wenn diese fest ist: Guten Appetit!

 

Beeren-Tage im Kopf und auf dem Teller: Johannisbeeren-Tarte

Johannisbeeren-TarteGroseille – das ist die französische Johannisbeere. Und während ich mir im kurzen Frankreich Urlaub bei den Schildern am Wegesrand den Kopf zerbrach, was sich hinter diesem Wort verbirgt, macht es Sinn wenn ich an die Johannisbeeren-Pracht denke, die wir dort im Garten vorfanden. Aber mit Essens-Vokabeln ist das so ein Ding. Sie verschwinden immer doch recht schnell aus dem aktiven Wortschatz. Sei es drum. So verschwenderisch viele Johannisbeeren begrüßten uns im Garten, dass der Kopf sich gleich in Gang setzte und verschiedene Verarbeitungsformen durchspielte. Geworden ist es dann eine Tarte. Die habe ich auch direkt nach der Ankunft zuhause noch einmal nachgebacken um den Geschmack von Urlaub etwas zu erhalten.

Ich liebe Saures und so rangieren die roten Beeren ganz oben auf meiner Sommer-Freuden-Liste und selbst gepflückt aus dem Garten haben sie dann noch eine Süße, die sich eher erahnen lässt, die den Beeren aus dem Supermarkt oft fehlt.

Ja aber Urlaub…und dann in der Küche stehen und Sachen machen? Ja, unbedingt! Aus mehreren Gründen: Kochen ist für mich eh grundsätzlich Entspannung, egal ob ich gerade vor mich hin murmle und leicht panike…einfach nicht beachten oder in einem ruhigen Tonfall Zuarbeiten anbieten. Denn ich liebe alles in, auf und um den Herd. Und das ist auch ein Grund warum ich gerne ein Plädoyer für Urlaub in Ferienwohnungen und -häusern halten würde: Das Abenteuer fremder Küchen. Daheim, inmitten des eigenen Sammelsuriums an Kochgerätschaften (zumindest bei mir ist es ein wirklich stümperhaftes Durcheinander an teilweise uraltem Handwerkszeug) sind die meisten Handgriffe ja oft schon unbewusst und selbstverständlich, aber ein unbekannter Herd kann eine echte Herausforderung sein. Und neben den fremden Küchen ist es einfach das Vergnügen sich durch fremde Supermarktsortimente zu wühlen oder am Wegesrand in Hofläden zu stöbern und zu erkunden, was andere Länder an Paleo-Tauglichem bieten.  In Frankreich hat das besonders viel Spaß gemacht. Die traditionelle französische Küche ist ja Gott sei Dank nicht dem Fehler des Fett-Verzichts aufgesessen und so gibt es im Supermarkt herrlich fettes Confit de Canard, und Rilletes  und und und….Über Essen lässt es sich auch wunderbar eintauchen in andere Länder. Und warum nicht das Abenteuer wagen und einfach auch selber kochen. Zumal ich in der Hinsicht Essengehen echt eigen geworden bin, das gebe ich unumwunden zu. Aber es ist nun einmal so, dass ich gerne weiß, was ich auf dem Teller habe und lieber selber koche, bevor ich zweifelhaftes Fleisch und Gemüse esse und es mir nachher schlecht geht, weil da doch Mehl oder Maisstärke an der Soße war.Und gerade in touristisch stark frequentierten Gegenden heißt es auch erst einmal suchen, bevor man dann eine Küche findet, die sich nicht auf Massenabfertigung verlegt hat sondern Qualität bietet.  Aber für den nächsten Streifzug durch die Vogesen steht durchaus eine Auberge auf dem Programm, denn dort wird zumeist die elsässische Spezialität Choucrute Garnie  serviert, ohne Kartoffeln eine ganz hervorragende Paleo-Mahlzeit in Hunger entfachender Bergluft. Da das Elsass an die Vogesen grenzt und man daher nie so genau weiß wo man gerade ist, finde ich  kann diese Spezialität auch durchaus in den Vogesen verortet werden.

Beim ersten Urlaub nach der Essens-Umstellung im letzten Jahr wanderte noch der eine oder andere wehmütige Blick in Richtung des französischen Kuchenangebots, da ich aber einfach weiß und erfahren habe, wie besch… es mir geht wenn ich ein kulinarisches Auge zukneifen würde, haben die Dinge den Reiz verloren und für die Urlaubs-Extras backe ich lieber selber. In diesem Falle eine Tarte, mit den Beeren aus dem Garten. Die gelebte Landhaus-Idylle – gruselig schön. Wunderbar.

Streng genommen ist die französische Tarte ein Mürbeteig-Kuchen ohne Zucker. Ich habe aber ein Ei und anderes unter gemogelt und nenne es Tarte vor allem wegen der Dünne des Bodens.

Johannisbeeren-Tarte

Teig
120 Gramm Mandelmehl
60 Gramm gemahlene Mandeln
1 Ei
70 Gramm Butter
2 Esslöffel Xucker
Prise Salz
1 Teelöffel Vanille

Belag
3-4 große Tassen Johannisbeeren
4 Esslöffel Xucker
2 Teelöffel Vanille

  • Die Beeren mit dem Xucker und der Vanille erhitzen und einkochen bis ein schön saftiges Mus entsteht, in dem die Beeren noch erkennbar sind.
  • Den Ofen auf 180 Grad erhitzen.
  • Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und in Ermangelung eines Rührgeräts mit den Händen gründlcih verkneten. Duch die Körperwärme wird die Butter weich und es entsteht ein klebriger weicher Teig.
  • Eine Tarte-Form großzügig buttern und den Teig in der Form  gleichmäßig flach festdrücken, an den Rändern etwas hochziehen.
  • Das Beerenmus auf dem Boden verteilen.
  • Für ca. 20-30 Minuten in den Ofen geben, bis der Rand schön durchgebacken ist. Ich mag es tatsächlich wenn das Braun in Dunkle tendiert.

Ein Nachbacken empfiehlt sich ebenso wie das gesunde Maß.

Guten Appetit!

Schoko-Tage-in-Berlin-Cookies

Natürlich könnte man es sich einfach machen und auf Reisen „cheaten“ . Aber die zweimal, die ich das gemacht habe, wurden umgehend vom Körper kommentiert. Ja klar, das ist doch nur eingebildet und herbeigeredet – nein, es ist tatsächlich so, dass der Körper sensibilisiert wird und plötzlich „Dreck“ als solchen erkennt.
Deshalb bleibe ich konsequent, auch wenn dies mitunter bedeutet, dass einem Außenstehende einen Spleen attestieren oder es als unangenehm empfinden, wenn man im Restaurant genau nachfragt, was in den Saucen ist und darum bittet die  Kartoffeln wegzulassen. Ganz ehrlich – das ist nicht mein Problem, da projizieren die Leute dann ihre eigenen Unsicherheiten und fühlen sich unwohl, weil man vermeintlich unbequem ist. Nicht alle, aber viele reagieren so. Was schade ist. Denn freundlich nachgefragt, ist dies kein Affront gegen Kellner, sondern kann auch ein netter Einstieg in ein Gespräch sein.

Aber das ist ein Thema für sich.

Morgen geht es also wieder in die große Stadt Berlin, die alte Heimat. Sicher, es gibt das wunderbare Sauvage Restaurant, das köstliche Paleo-Küche bietet aber da waren wir schon oft und die Preise sind, bei aller Qualität, nicht für jeden Anlass passend. Ich würde es dennoch jedem empfehlen, der die Vielseitigkeit „steinzeitlicher“ Ernährung kennenlernen möchte.  Es ist für mich immer noch eines der Highlights im ausufernden Berliner Restaurant-Betrieb und ein Erlebnis für Freunde hochwertiger Küche, egal ob Paleo oder nicht.
Also diesmal nicht Sauvage,  sondern eine kleine Vorratstasche und weil wir so lange Auto fahren, gibt es ein Ausnahme-Goody für unterwegs. Ich bin übrigens gut im Ausnahmen finden. Irgendwie muss der Back-Wahn ja gerechtfertigt werden:
Paleo-Schoko-Kokos-Cookies!!

Mein Rezept

100 Gramm Mandelmehl
1 Esslöffel Kokosmehl
3 großzügige Esslöffel reines Kakao-Pulver
½ Tafel bittere Schokolade, gehackt (mind. 85% Kakao)
60 Gramm Butter
1 Prise Salz
3-4 Esslöffel Xucker
2 Teelöffel Vanille
1-2 Handvoll Kokos-Chips

  • Ofen auf 190 Grad vorheizen.
  • Alle Zutaten zu einem geschmeidigen festen Teig kneten.
  • Kleine Kugeln formen (etwa 16 Stücke), auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und zu Plätzchen drücken.
  • Für ca. 10-12 Minuten in den Ofen (sie sollen nicht zu dunkel werden!) Dann den Ofen ausschalten und noch weitere 5 Minuten darin ruhen lassen.
  • Jetzt die Cookies aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Wer kann, wartet einen Tag! Es lohnt sich.

Guten Appetit!

Paleo Snack Attack

crackerSchön, wenn man Lösungen für die ganz eigenen Luxus-Probleme findet. In diesem Fall für Paleo Snacks.

Ich war nie so ein überzeugter Süß-Esser, zu Junk-Food-Zeiten waren Chips und alles Salzige viel attraktiver für mich und das waren auch die Sachen, die ich in der Anfangszeit der Ernährungs-Umstellung vermisst habe. Wohlwissend, dass sie voller Sch… stecken.
Aber Vernunft und Gier  mussten erst das neue Kräfte-Verhältnis testen.

Ich muss sagen, ich war ganz schön abhängig vom konventionellen Essen und seinen vielfältigen Erscheinungsformen.
Als, nach den haarsträubenden Informationen zu den Negativ-Wirkungen von Gluten, klar war, dass Getreide nun keinen Platz mehr im Nahrungsplan hat, wurde ich zwei Wochen lang von Laugen-Brezel-Fantasien gepeinigt und hätte mich am liebsten in der S-Bahn festgeschnallt um  sicher zu gehen, dass ich nicht einen der (miesen) Berliner Bahnsteig-Bäcker überfalle. Ich bin tatsächlich stark geblieben.

Und nachdem in der ersten Zeit in erst einmal ein Sortieren angesagt war: Was darf in der Küche bleiben und was kommt weg. Und nach den ersten, zugegebenermaßen, grausigen, Backversuchen hielten dann neue Rezepte sowie Sicherheit im Umgang mit neuen Zutaten und große Experimentierfreude bei uns Einzug.

Eines Tages stolperte ich dann über ein Rezept für Paleo Cracker! Mittlerweile sind diese in verschiedenen Variationen erfolgreich getestet worden und auch Normal-Esser waren begeistert. Sie sind schnell gemacht, zu schnell, was es schwer macht, sie nicht öfter zu produzieren und Maß zu halten.  Aber die Vernunft siegt (immer öfter).

Die Cracker schmecken einfach so oder zum Essen. Und sie eignen sich super als Reise-Proviant!

Das Rezept (ein Blech)

200 Gramm Mandelmehl
½ Teelöffel Salz
großzügig Kräuter nach Wahl (ich bevorzuge zwei Variationen: Oregano/Chili oder Curry/Cayenne-Pfeffer)
1 Eiweiß
2+1 Telöffel Olivenöl
1 Teelöffel grobes Salz

  • Backofen auf 190 Grad vorheizen.
  • Alle Zutaten mit 2 Teelöffeln Olivenöl zu einem festen Teig kneten.
  • Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein Backblech legen.
  • Die obere Lage Backpapier entfernen, den Teig mit einer dünnen Klinge in Cracker-Form vorschneiden.
  • Das restliche Olivenöl über den Teig träufeln und das grobe Salz verstreuen.
  • Nun für 8-10 Minuten in den Ofen (nicht zu dunkel werden lassen) und dann die Hitze abstellen und die Cracker weitere 10 Minuten im Ofen lassen.

Wer es schafft das Backblech abkühlen zu lassen ohne, dass es dann halb leer ist, ist gut!

Die Cracker schmecken auch sehr gut mit etwas Butter oder zu Guacamole.

Also dann, mäßigt Euch!

Guten Appetit!

Tröstliche Apfeltaler

IMG_3185Tröstlich, weil die Verbindung von Zimt und Apfel in Form von etwas Gebackenem eine unglaublich entspannende Wirkung auf mich hat. Zudem ist dies ein Rezept, bei dem eigentlich nichts schief gehen kann.

Erstmals habe ich sie in einem wahren Backrausch zu Ostern probiert und jetzt sind sie eine gern gesehene Bereicherung des Frühstücks, wie das Foto zeigt – schmecken sie doch unglaublich wunderbar mit noch etwas Butter darauf. (Auf dem Foto ist zudem noch etwas geriebener Apfel mit Zitrone, Zimt und Xucker in eine schnelle „Apfel-Marmelade“ verwandelt worden.)

Und da diese Taler so leicht gelingen, sind sie ein guter Einstieg für Menschen wie mich, die dem Backen eher unsicher gegenüberstehen. Ich liebe es, wild nach Lust und Laune Gerichte zu improvisieren, aber beim Backen war ich lange schüchtern – kommt es doch auf Mengen-Verhältnisse an. Aber jedes gelungene Paleo-Backwerk ist ein kleiner Erfolg, über den man sich freuen darf und der ein bisschen mutiger macht. Ein Gericht ist sozusagen die Brücke zum nächsten und diese Reise ist Genuss und Vergnügen.

Meine Zutaten

200 Gramm gemahlene Mandeln
1 Esslöffel Kokosmehl
1 Teelöffel Natron
2 Eier
3-4 Esslöffel Xucker (gestrichen)
Prise Salz
Zimt
Vanille
Xucker

  •  Ofen auf 180 Grad vorheizen
  • Die Eier in einer Schüssel mit dem Xucker quirlen.
  • Die Äpfel dazu reiben.
  • Nun alle trockenen Zutaten mischen. Zimt und Vanille muss jeder nach Belieben dosieren. Ich mag es sehr zimtig.
  • Die Mehlmischung zu der Eiermischung geben und ordentlich verrühren. Am besten mit den Händen, das geht fix.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig in kleinen Häufchen darauf platzieren und diese anschließend zu Talern drücken. Im Schnitt ergeben es bei mir 16 Stück.
  • Nun das Ganze für ca. 15 Minuten in den Ofen und dann abkühlen lassen.

Lecker schmecken die Apfeltaler auch mit etwas Zimtbutter oder natürlich einfach nur so.

Einen Earl Grey dazu und dann passt das.

Guten Appetit!