Eis, das – Eso-Skepsis, die

Paleo EisOh ja, Die Gewohnheiten sind träge Tierchen. Ich nehme mir jeden Morgen vor der Snooze-Taste die kalte Schulter zu zeigen und einfach mal direkt aufzustehen aber die erschlichenen zehn Minuten unter der Decke sind so kostbar, gerade weil man weiß, dass sie gleich vor bei sind. Und deshalb haue ich auf den Wecker und keife die Augen noch einmal extra fest zu.

Ein anderes Ritual, das etwas seltsam klingt auf den ersten Blick, ist, dass der Tag hier in der Regel mit Atem-Übungen beginnt.  Ich hatte tatsächlich starke innere Widerstände zu überwinden. Ein Blick auf das zugegebenerweise kitschige CD-Cover und ich begab mich in die totale Verweigerungshaltung und habe erst einmal losgepoltert, dass ich keinen Bock auf irgendeinen halbgaren Esoterik- Spiritualitäts-Kram habe. Da bin ich raus. Das war dann ok, aber als der besondere Mensch, mit dem ich lebe und den ich gerade auch für seinen kritischen Geist schätze, in der Folge immer entspannter wurde, wenn er sich zum Atmen zurückzog, wurde ich neugierig. Das wollte ich erst nicht zugeben, aber nach und nach habe ich mitgemacht. Und ich merke, dass es mir hilft morgens anzukommen. Fokussiert in den Tag zu starten und mich auch schneller entspannen zu können. Die Konzentration auf das Atmen ist auch ein guter Gradmesser um zu schauen, ob ich mich gerade innerlich mit irgendwelchen Reizthemen rumschlage und diese vom Schweinehund in die Verdrängungskiste gewühlt werden. Denn wenn ich innerlich angespannt bin und auf irgendwelchen Themen rum kaue fällt es mir schwerer mich davon frei zu machen und nur auf das Atmen zu konzentrieren. Wenn ich diese Hürde aber überwinde, hilft es mir in der Regel auch, um mich dann zu einem späteren Zeitpunkt hinzusetzen und zu überlegen, was mich da eigentlich stresst. Wie bei allem ist es eine Kopfhürde, die uns oft zurückschrecken lässt vor dem, was uns fremd ist. Und gerade Meditations- und Atemtechniken, wenn sie nicht gerade aus dem gesellschaftlich akzeptierten Yoga-Mainstream kommen, sind ja leichtes Ziel für Spott, Häme und Misstrauen. Ich denke bei allem was man tut, ist die beste Bewertung die persönliche, ehrliche Einschätzung ob es mir gut tut oder nicht. Wenn diese Bewertung positiv ausfällt, sollte es einem auch egal sein, was andere sagen.

Und bei allem was man tut sollte man Zwänge vermeiden. So gibt es zum Beispiel auch Tage, an denen ich lieber Pilates mache statt zu meditieren. Dann mache ich das. Und da sind auch Tage wo die Snooze-Taste ganz besonders extra verlockend daher kommt, aber an denen nehme ich den Kampf mit dem Schweinehund auf und freue mich.

Diese fiese kleine Stimme versuche ich auch dann zur Rede zu stellen, wenn sie versucht mir wieder ein Comfort Food schmackhaft zu machen. Denn, das gibt es einfach nicht in komplett gesund – das ist einfach eine Spielart des Essens, die Mäßigung verlangt, wenn man nicht dem Selbstbetrug erliegen will.

Dessen bin ich mir bewusst. Meistens. Neulich wohl nicht. Denn als ich wieder klar denken konnte, stand Karamel-Walnuss-Eis im Gefrierschrank…

Das Rezept

Zwei Dosen Kokosmilch
200 Gramm Walnüsse
Pfeilwurzelstärke
Butter
Xucker
Salz
Vanille

  • Drei bis vier Esslöffel Xucker in zwei gehäuften Esslöffeln Butter mit einer Prise Salz (ich nehme gerne etwas mehr) und etwas Vanille in einem Topf schmelzen und karamellisieren lassen. Dabei regelmäßig rühren und drauf achten, dass das Karamell nicht zu dunkel und somit bitter wird.
  • Das Karamell mit der Kokosmilch aufgießen.
  • Drei Esslöffel Pfeilwurzelstärke mit drei Esslöffeln Wasser glattrühren und unter die Kokos-Karamell-Milch rühren zum Binden/Andicken.
  • Nach Geschmack noch etwas Vanille und Xucker einrühren und alles kurz sieden lassen und dann unter Rühren abkühlen lassen bis es in einer Form in den Gefrierschrank wandern kann.
  • Nun die Walnüsse in einem Esslöffel Butter anrösten. Vom Herd nehmen und in der Pfanne noch einmal vier Esslöffel Xucker mit drei Esslöffeln Butter, Salz und Vanille karamellisieren lassen. Die Walnüsse in das Karamell rühren bis es eine schöne Mischung gibt und diese zum Aushärten kaltstellen.
  • Das Eis, in Ermangelung einer Eismaschine, regelmäßig durchrühren. Wenn es beginnt an den Rändern zu gefrieren, die karamellisierten Walnüsse etwas zerhacken und in die Eismasse rühren. Ein paar der Nusssplitter aufheben.

Das Eis braucht bei uns ca. drei Stunden bis es komplett gefroren ist.

Nun Servieren und mit ein paar karamellisierten Nusssplittern bestreuen.

Wenn möglich – mäßigen!

Guten Appetit!

 

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Statisten am Grill

Paleo SalatAngesichts des wunderbaren Sommers, der gerade alle dunklen Gedanken des viel zu grauen Frühjahrs vergessen lässt und einen in Sachen Wetter sehr milde stimmt, kann man sich gar nicht oft genug um den Grill versammeln.
Wenn ich ehrlich bin, könnte ich die nächsten Wochen jeden Abend grillen – da hätte ich kein Problem mit. Ich würde trotzdem geifernd vor Vorfreude ungeduldig mit dem Besteck klappern und auf die erste Köstlichkeit warten. Seltsam ist nur, dass ich selber nicht gerne am Grill stehe. Ich schaue gerne zu und bereite auch gerne alles an Salaten und Fleisch vor, aber  aufs Feuer dürfen es andere legen. Ich finde ja, man sollte nicht reflexhaft Klischee-mäßige Rollenverteilungen beschwören, aber in diesem bestimmten Fall muss ich sagen: die Damen meiden zumeist das Feuer.
Dafür wissen die Männer meist nur zu gut Bescheid, wie das zu laufen hat und was, wie lange, wo auf das Rost und überhaupt…aber ist doch schön wenn jeder seine Rolle findet für so einen gemeinsamen Abend!
Und genauso wie es diese verschieden Positionen im Grill-Spiel zu besetzen gilt, ist ein Stück Nackensteak irgendwie noch besser wenn es einen kleinen Begleiter bekommt. Ich weiß, Puristen werden die Stirn runzeln aber ich finde Salate, die zu viel zu später Stunde dann traurig im Dressing schwimmen und trotzdem Abnehmer finden, gehören dazu!

Und da Nudelsalat und Kräuter-Baguette ja von der Liste gestrichen sind, zumindest für mich, bleibt immer noch genug Platz für das fleischige Grill-Gut.
Ein gern gesehener Gast beim Grill-Vergnügen ist so was wie ein perfektes Paar: Als ob man zwei Lieblings-Freunde nimmt und verkuppelt und diese dann tatsächlich ein ganz wunderbares und entspanntes Paar abgeben (in der Realität würde ich dies außerhalb des Küche nie zu wagen versuchen aber…): Süßkartoffel-Avocado-Salat.

Den Salat sehe ich dann immer etwas wehmütig schwinden und hoffe innerlich auf Reste. Denn was vom Grillen übrig bleibt, kann einem oftmals noch einen köstlichen Folge-Tag bescheren.

Mein Rezept (für ca. 5-6 Gäste) – am Vortag vorbereiten

5 mittelgroße Süßkartoffeln
4 reife aber nicht zu weiche Avocados
Saft einer halben Zitrone
Olivenöl
Chili-Flocken
Salz
Pfeffer
Eine Hand Koriander-Blätter
Wer hat: Blüten und Blätter von Kapuziner-Kresse.

  • Denn Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Die Süßkartoffeln schälen, in Spalten oder großzügige Stücke schneiden und in etwas Zitronensaft und Olivenöl wenden. Auf ein Backblech geben und im Ofen schön durchbacken (ca. 20 Minuten).
  • Die Süßkartoffeln aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und dann über Nacht oder zumindest einige Stunden in einer Olivenöl-Zitronensaft-Mischung mit etwas Salz und Pfeffer ziehen lassen.
  • Eine halbe Stunde vor dem Servieren, die Avocado in Stücke schneiden und unter die Kartoffeln heben. Den Koriander und einige Blätter und Blüten der Kapuziner-Kresse hacken und unter heben.
  • Das Ganze Salzen und mit Chili-Flocken würzen.
  • Nun bei Bedarf noch etwas mit Olivenöl und Zitronensaft ergänzen, wem es zu trocken ist und einige Blüten als Deko für das Auge (lecker!).

Guten Appetit!

Sommer am Grill – einfacher geht es nicht

Paleo GrillenIm Grunde ist es ja gar nicht so schwer für Gäste zu kochen, die selber nicht Anhänger der Paleo-Küche sind. Nach Abfragen der gängigsten Unverträglichkeiten und Allergien bildet sich zumeist rasch eine gemeinsame Schnittstelle an Lebensmitteln, die für ein gemeinsames Essen in Frage kommen.  Mit etwas Kreativität hat man dann die Chance dem Besuch praktisch vor Augen zu führen, dass man als Moderner Steinzeit-Esser nicht mit der Keule im Schoss am rußenden Feuer sitzt und mit den Zähnen das rohe Fleisch von den Knochen reißt!

Nein! Und ich möchte manche Errungenschaften  unserer modernen Gesellschaft nicht missen. Sie machen das Leben so bequem.  Ich finde zwar im zwischenmenschlichen Bereich, auf der gesellschaftlichen Ebene, haben wir uns eher zurück als weiter  entwickelt:  Ich denke nicht, dass die vielfältigen narzisstischen Störrungen, an die wir uns heute als normal gewöhnt haben, in früheren Gesellschaften tragfähig gewesen waren.  Naja, sie haben sie letztlich verdrängt. Aber das ist wieder ein Abschweifen. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich meinen Gefrierschrank sehr mag. Der steckt mitunter voller Köstlichkeiten, die ein glückliches Weideleben hinter sich haben.

Und das sind die Produkte, dich ich Besuch gerne vorsetze. Denn etwas zu Essen findet sich immer,  ich habe es am Anfang der Paleo-Reise einfach als schwer empfunden für andere zu kochen, weil ich mir selber Druck gemacht habe und dachte ich müsste irgendjemanden durch besonders unkompliziertes Essen seine Vorurteile nehmen. Also so etwas wie ein kleiner missionarischer Auftrag.

Ganz ehrlich – das ist mir mittlerweile egal. Gäste werden bei uns gut satt und wir sind auch bereit Brot auf den Tisch zu stellen und es gibt Alkohol und und und…und in der der Regel ist das Essen gar kein Problem und die interessierten Nachfragen beantworte ich gerne. Ich finde halt nur nicht, dass die Diskussion lohnt wenn man merkt, da sitzt jemand mit seiner total festgelegten Überzeugung und stellt die Fragen nur um sich darüber lustig zu machen oder um seine Widerlegungs-Argumentation einzuleiten. Das ist ermüdend auf die Dauer. Und auch nichts sehr nett als Gast, finde ich, irgendwie.

Ich habe es an anderer Stelle schon einmal gesagt, das Internet ist voll mit gut recherchierter Quellen zum Thema Steinzeit-Diät.

Und meist ist es einfach der Name, der die Menschen zurückschrecken lässt oder sie komisch schauen lässt. Wir tragen keine Aluminium-Trichter auf dem Kopf und ich tanze auch nicht für gutes Wetter.  Aber ich finde Mediation, eine heutzutage zu wenig beachtetet und zu sehr kommerzialisierte Form des „Zeit für sich Nehmens“ wichtig und ich empfinde einen tiefen Respekt vor dem was uns umgibt. Wer das spinnert finden mag – bitte, gerne. Ist mir ehrlich gesagt egal.

Aber warum ich für mich diese eine Ernährungsform als optimal empfinde, fasse ich gerne kurz zusammen und wer dann hellhörig wird, liest in der Regel selber weiter.  Wie gesagt, die Zusammenfassung ist meine persönliche Bewertung und dem geschuldet, dass ich mich nach über einem Jahr Paleo-Küche so gesund wie nie zuvor fühle und mich freue, wenn ich mit 35 nach meinem Schülerausweis gefragt werde.

Und bei allem Verständnis für Vorurteile was ist verkehrt an:

  • Dem Verzicht auf Industrie-Zucker und Süßstoffe?
  • Dem Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel und die darin enthaltenen unzähligen Zusatzstoffe (Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen)?
  • Dem Verzehr von Fleisch von Tieren, die ausschließlich in Weidehaltung gehalten werden (was die einzig artgerechte Haltung und Fütterung ist)?
  • Dem Verzicht auf landwirtschaftliche Produkte, die in industriellen Maßstäben erwirtschaftet werden und Lebensräume zerstören und keine guten Nahrungsmittel sind (ich denke da an Monsanto, Pestizide und  lokale Arbeitsbedingungen der Feldarbeiter)?
  • Dem Verzicht auf Milchprodukte (außer Butter)?
  • Dem Verzehr hochwertiger Fetter und Öle als Hauptenergiequelle – sowie es die längste Zeit in der Geschichte der Menschheit der Fall war?

Das sind für mich ein paar der Gründe, die auf der Hand liegen. Ich möchte mich gesund ernähren und ich möchte meine Nahrungsmittel nicht aus einer Landwirtschaft beziehen, die verantwortungslos und zerstörerisch mit Natur, Tier und Mensch umgeht und nur auf den Profit schaut. Eigentlich ein verständliches Anliegen, erschreckend nur, dass man dann anfangen muss, sich seine Quellen zu suchen. Aber keine Sorge! Es gibt sie! Die Kette an Argumenten geht noch weiter und jeder kann dort seine persönlichen Erfahrungen einfügen, für viele gibt es eindeutige gesundheitliche Vorteile aber da kann ich nur ermutigen, sich einmal etwas Zeit zu nehmen und zu recherchieren, es ist schon erstaunlich, aus welch unterschiedlicher Motivation heraus die Menschen bei dieser Ernährung landen und (größtenteils) auch bleiben.

Und wer den Segen des Mainstream braucht: Auch die Bild hat die Steinzeit entdeckt. Und das erstaunlich gut zusammengefasst!

So, nun ist es mir etwas leichter ums Herz, aber was ich eigentlich sagen wollte kam noch gar nicht zur Sprache. Nutzt den Sommer! Ladet Freunde und liebe Menschen ein und versammelt Euch um den Grill! Denn zu keinem anderen Zeitpunkt lässt die Steinzeit-Diät  sich unproblematischer einführen als bei einem abwechslungsreichen Grillen, das eh schon immer für eine absolut entspannte und somit tolerantere Grundhaltung sorgt. Und es gibt so vieles, was man auf den Grill legen und dazu essen kann!

Kohle kaufen!

Sommer vor der Tür – Kokos-Erdbeer-Smoothie und Freibad-Spaß

SmoothieDie sonnigen Sommertage wollen genutzt sein – wer weiß wie lange sie sich halten. Statt Sommer-Urlaub steht bei uns noch immer die Erkundung der neuen Heimat Taunus im Vordergrund.
Einschließlich der lokalen Freibäder.  Der Taunus ist leider nicht so reich an Bade-Seen aber im großen Berlin habe ich es in Ermanglung eines Autos auch nur einmal im Jahr an die Havel geschafft, von daher wäre es unsinnig sich zu beklagen. Stattdessen genieße ich die Zeitreise, die jeder Gang ins Freibad bedeutet.

Denn fantastischerweise wird man dort von einer Geräuschkulisse empfangen, die sich wohl auch in den nächsten zwanzig Jahren nicht ändern wird.

Dazu die Gerüche nach warmem Gras, Sonnenmilch und altem Pommes-Fett – auf einmal weiß ich ganz genau wie es war, sich mit den Freundinnen aufs Rad zu schwingen und zu überlegen, ob das Geld noch für eine bunte Tüte mit Schlümpfen reicht.

Gerade wird mir erst bewusst, dass ich seit über einem Jahr kein Weingummi mehr gegessen habe – ich hätte nicht gedacht, dass es mal soweit kommt. Eines der beliebtesten nachmittäglichen Stress-Essen am Schreibtisch, bei dem man völlig die Kontrolle verlieren kann, wie viel man isst, da der Griff in die Tüte so automatisch geschieht.

Und wie dumm ich war, wider besseren Wissens wurde das Gehirn ausgeschaltet und im eigenen Interesse der Werbung geglaubt – das Zeug ist ja quasi fettfrei! Na dann! Her mit dem Zucker und den Konzentrationslöchern und den Energietiefs….und dem Rettungsring fürs Freibad.

Ne, damit ist Schluss. Und ich vermisse es nicht (mehr). Der Zuckerentzug war hart, aber heilsam. Aber ich schweife ab – ein Gang ins Freibad ist das Abtauchen in eigene Erinnerungen und dadurch auch ein Gefühl wie Sommerferien.  Eine gewisse Ausgelassenheit oder kribbelnde Unruhe, die der konstante Lärmpegel erzeugt. Wer sich drauf einlässt, kann dennoch Entspannung finden. Beispielsweise bei dem Gedanken, dass es unglaublich schön ist, nicht noch einmal 14 Jahre sein müssen: Sozial- und Gruppenstudien sind nämlich eine andere Sache, die sich im Freibad auf Vortrefflichste anstellen lassen. Und schnell wird klar: Die, die dort groß werden, haben es verdammt noch mal nicht leicht. Und manche Diskussionen und Verhaltensweisen werden sich wohl nie ändern, die Accessoires sind heute andere aber ob 50er, 80er oder heute – die Grundthemen, die da geklärt und untereinander getestet werden, bleiben gleich.

Vor so viel Umfeld-Beobachtung (etwas, das ich scheinend von meinem Vater geerbt habe und früher einen ganz furchtbaren Wesenszug fand, denn: man starrt Menschen nicht an – heute verstehe ich die Faszination menschlicher Verhaltensweisen besser) kommt man dann kaum zum Lesen und die Zeit verfliegt!

Wenn man es nicht ins Freibad wagt oder wenn die Abkühlung im Planschbecken nicht ausgereicht hat, dann empfehle ich sommerliches „Comfort-Food“!

Und keine Sorge, so lecker es ist, der Körper setzt einem ganz automatisch eine Grenze!

Erdbeer-Kokos-Shake (2 Portionen)

Das Rezept

1 Dose gekühlte Kokosmilch (ich nehme gerne die von Alnatura)
1 Tasse frische Erdbeeren (es geht auch mit gefrorenem Obst aber wenn Saison ist…)
Spritzer Zitronensaft
2 Esslöffel Xucker nach Wahl
1 Teelöffel Vanille

  • Alle Zutaten mit dem Stabmixer schön schaumig pürieren. Wem das Ergebnis zu dickflüssig ist, der kann etwas Wasser hinzufügen.
  • Für ca. 15 Minuten in die Tiefkühlung geben, auf Gläser verteilen und dann ab und mit den Gläsern in die Sonne setzen.

Drei Tipps:

Comfort Food soll kein Essen ersetzen, aber dieser Shake macht wunderbar satt und hat mir früher im Büro schon mal das Mittagessen ersetzt.
Wenn man den Shake im Tiefkühler vergisst, wird ein leckeres Erdbeereis draus.
Sehr zu empfehlen sind auch die Varianten Himbeer-Minze oder Kiwi-Erdbeer.

Sommer genießen!

Es muss bald Sommer sein: Rhabarber-Apfel-Tarte

collage_RhabarberAls ich aufgehört habe, Getreide zu essen, gab es einen ganz bestimmten Kuchen, um den es mir tatsächlich leid tat, ihn nicht mehr zu essen: Die Rhabarber-Baiser-Torte aus dem Schulmuseum Steinhorst  in Niedersachsen. Bei elterlichen Besuchen in der niedersächsischen Heimat war dieser Besuch immer ein kulinarisches Highlight.

Nach den ersten zögerlichen Backversuchen drehe ich dieses Jahr total durch und backe, worauf immer ich Lust habe. In diesem Fall schwankte ich zwischen Apfel- und Rhabarber-Kuchen, Tarte Tatin oder Muffins. Das Ergebnis kam frei Schnauze, aber ist super lecker! Und wie immer: Nicht für jeden Tag, auch wenn es schwer fällt und ich manchmal innehalten muss, um nicht ständig etwas neues Süßes auszuprobieren.

Meine Zutaten

Für den Teig:

150 Gramm Mandelmehl
50 Gramm Kokosmehl
3 Esslöffel Pfeilwurzelstärke
150 Gramm Butter (aus Weidemilch)
1 Esslöffel Xucker
1 Teelöffel Vanille
Prise Salz

Für den Obst-Belag:

2 säuerliche Äpfel (Elstar – sind einfach meine Lieblingssorte –oder Boskop)
5-6 mittelgroße Rhabarberstangen
4-5 Esslöffel Xucker
2 Teelöffel Vanille
1 Ecke Butter
1 Prise Salzetwas Wasser

Für den Baiser-Belag

3 Eiweiß
4-5 Esslöffel Xucker (gehäuft)
Prise Salz

  • Ofen auf 160 Grad vorheizen.
  • Für den Belag:
    Obst schälen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne den Xucker in etwas Wasser auflösen, bis der Sirup etwas dunkelt. Dann die Ecke Butter und das Salz dazu. Die Obststücke in dem Sud zu einem grobstückigem Kompott einkochen.
  • Für den Teig:
    Alle trockenen Zutaten mischen und mit der Butter zu einem weichen, klebrigen Teig mischen. Der Teig ballt sich etwas um die Rührhaken. Diesen Teig dann in eine gefettete Form drücken (Handarbeit) und mit dem Kompott füllen, dabei darauf achten, nicht alle Flüssigkeit aus der Pfanne zu verwenden, sondern eher den breiigen Kompott-Anteil, sonst wird der Kuchen zu feucht.
  • Für die Baisermasse:
    Die drei Eiweiß mit dem Xucker und der Prise Salz zu einer schön glänzenden Masse steifschlagen und auf dem Kuchen verteilen.
  • Ab in den Ofen und ca. 40-45 Minuten backen, bis der Rand schön goldbraun ist, ebenso wie die Baiser-Schicht.

Den Kuchen abkühlen lassen und dann auf schöne Teller und einfach alle Hauptmahlzeiten durch Kuchen ersetzen! Es ist nur einmal im Jahr Rhabarber-Saison!

Guten Appetit!