Kurz das Glück bestaunt

 

Im_WaldSchon fast weg. Die Gedanken packen schon den Koffer und mit der Aussicht zeitnah in die zauberhaften Wälder und Aussichten der Vogesen zu entschwinden, wringe ich auch gerne noch bis Samstagabend mein Gehirn aus. Ein Vergnügen. Daneben noch die Erinnerungen an lieben Besuch, mit dem sich in den letzten Tagen neben der Arbeit ganz wunderbar gut essen, spazieren gehen und reden ließ und die Entdeckung einer neuen Lieblingsspaziergehzeit: Der Tagesausklang. Diese kurze Spanne, wenn die warme Frühlingssonne der noch kühlen Abendstimmungen weicht und alles plötzlich in ein unfassbar strahlend weiches Aprikosenlicht taucht und am Waldrand auch schon der erste Dunst aus dem Unterholz kriecht, während am Himmel das helle Blau zwischen den Wolken fast gläsern wirkt.

Innehalten und den weichen Schein auf dem Gesicht genießen, die Schlehen riechen und den Abendvögeln lauschen und für einen Moment dieses große Glücksgefühl verspüren, das einem manchmal das Herz aufs Schönste schmerzen lässt. Und plötzlich wieder wissen: Hier und jetzt, da will ich sein. Und schon jetzt ahnen, dass man sich nach schönen Frankreichtagen auch wieder auf den Moment freut, in dem sich das Tal vor einem öffnet und am Ende das Dorf liegt und Heimat winkt.

Und so müssen die leckeren Rezepte der letzten Zeit warten und werden in Worte gefasst, wenn es weniger nach draußen und weg von der Tastatur zieht.

Zum Glück gibt es Erich Kästner, man ist nicht allein mit seinen Brausepulvergedanken, nur kaum einer bringt so viel Schmunzeln in und zwischen die Zeilen.

Besagter Lenz ist da…

Es ist schon so. Der Frühling kommt in Gang.
Die Bäume räkeln sich. Die Fenster staunen.
Die Luft ist weich, als wäre sie aus Daunen.
Und alles andre ist nicht von Belang.

Nun brauchen alle Hunde eine Braut.
Und Pony Hütchen sagte mir, sie fände:
Die Sonne habe kleine warme Hände
und krabble ihr mit diesen auf der Haut.

Die Hausmannsleute stehen stolz vorm Haus.
Man sitzt schon wieder auf Cafeterrassen
und friert nicht mehr und kann sich sehen lassen.
Wer kleine Kinder hat, der führt sie aus.

Sehr viele Fräuleins haben schwache Knie.
Und in den Adern rinnt’s wie süße Sahne.
Am Himmel tanzen blanke Aeroplane.
Man ist vergnügt dabei. Und weiß nicht wie.

Man sollte wieder mal spazieren gehn.
Das Blau und Rot und Grün war ganz verblichen.
Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!
Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehn.

Die Seelen laufen Stelzen durch die Stadt.
Auf dem Balkon stehn Männer ohne Westen
und säen Kresse in die Blumenkästen.
Wohl dem, der solche Blumenkästen hat!

Die Gärten sind nur noch zum Scheine kahl.
Die Sonne heizt und nimmt am Winter Rache.
Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache,
doch es ist immer wie zum ersten Mal.

(Erich Kästner)

Zum Geburtstag ein Reisetipp mit viel Wald…und köstliche Tarte au Chocolat

VogesenGeburtstage sind mir irgendwie egal. Also meine eigenen. Ich mache nicht viel fest an der Zahl, die sich da jährlich ändert. Ich bin niemanden sauer, der ihn vergisst und ich werde verlegen, wenn man mir Geschenke macht, obwohl ich mich natürlich freue, es bereitet soviel Freude etwas auszupacken, von dem man nicht weiß, was es ist. Aber ich werde dann immer furchtbar verlegen und kriege einen roten Kopf. In der großen Stadt Berlin habe ich den Geburtstag nur immer als Vorwand genutz,t um einmal all die unterschiedlichen Leute zusammen zu kriegen, die einen so verstreut durch das Jahr begleiten. Denn dann kommen alle.

Dieses Jahr habe ich mir aber etwas anderes gewünscht und wir sind für ein paar herbstlich stürmische Tage in das kleine Haus in den Vogesen gefahren, das uns auch schon ein Sommer Highlight war.

Und ich kann gar nicht müde werden mich für diesen ganz wunderschönen Landstrich im Norden Frankreich zu begeistern. Gar nicht weit weg (aus dem Rhein-Main-Gebiet waren es knappe fünf Stunden Fahrzeit) liegt es deutlich näher als etwa Berlin, aber entführt einen in eine völlig andere Landschaft. Wer bei Strasbourg über den Rhein fährt schlängelt sich erst einmal durch den Elsass. Bis die Hügelkette am Horizont immer näher rückt.   

Eine seltsame Landschaft, die deutsch anmutenden Ortsnamen, die im Französischen recht putzig klingen, verweisen auf die turbulente Rolle, die dieser schmale Landstrich in der deutsch-französischen Vergangenheit oft innehatte. Neben unbestreitbar schönen Fleckchen, die die Region aufweist, geizen die Ortschaften entlang der Schnellstraßen mit ihren Reizen und strahlen selbst im Sommerlicht eine gewisse Tristesse aus. Also schnell durch gefahren und dann beginnt der Urlaub, sobald man bei St. Marie aux Mines  die Wahl zwischen Tunnel und Pass trifft. Wenn man sich bei guten Wetterbedingungen den Berg hinaufschraubt, wird man mit sattem Grün und wunderschönen Perspektiven belohnt.

Vogesen WälderDas ist es, womit dieser Landstrich mein Herz erobert hat, mit den ständig neuen Ausblicken, die sich dem Auge bieten. Sich scheinbar stapelnde Hügel und Berge, nicht einschüchternd hoch, aber doch Garant für ein paar schöne Steigungen, sommerliche Bergsonne sowie unprätentiöse kleine Skigebiete im Winter. Die Vogesen sind ein versteckter Schatz, die meisten Frankreichurlauber zieht es in den sonnigen Süden, an die markante Küste der Bretagne oder in die so beeindruckenden Städte Paris und Bordeaux, während die bescheidenen Berge der Vogesen zu unrecht mit einem trüben Bild assoziiert werden.

Nebelig kann es durchaus sein, selten habe ich einen Landstrich mit soviel Wasser gesehen, bei jedem Spaziergang sprudelt und gurgelt es früher oder später neben dem Weg entlang und im Herbst verwandelt sich mancher Weg in einen eiligen kleinen Bachlauf, mit dem man sich eine Strecke teilt.

Aber wenn die Wolken aufreißen und die Sonne scheint, kann man staunen und beobachten, wie sich der Nebel in Wolken von den Wäldern hebt und wenn sich manchmal ein leichter Schleier vor den eigenen Blick legt, weiß man, dass man gerade mit dem Kopf in einer zarten Wolke wandert. Und damit man nicht verloren geht im Reiz der verwunschenen Wälder, hat der Club Vosgien für eine Beschilderung der Wanderwege gesorgt, die entsprechenden Karten gibt es vor Ort in den Supermärkten und in den meisten Tabakläden.

Vos_3_collageUnd dann liegt es nur noch an einem, sich feste Schuhe anzuziehen und los zu streifen durch sommerlich zirpende, herbstlich farbenfrohe oder frühlingsfrische Mischwälder.

Und wenn man die Wege abseits der Touristenmagnete wählt, kann man in ziemlicher Einsamkeit die Landschaft genießen und sich bei den vielen plötzlich auftauchenden kleinen Siedlungen in Tälern und auf Lichtungen fragen, wie es wohl wäre, das Leben auf so einem typischen kleinen Vogesen-Hof. So ganz und gar, durch alle Jahreszeiten?

Das war es, was ich für meinen Geburtstag wollte. Das und eine Paleo-Version einer Tarte au Chocolat, weil so dekadent-köstlicher Kuchen einen Anlass braucht. Dann habe ich auch kein Problem meinen eigenen Geburtstagskuchen zu backen. Wie auch anders. Es war ein Experiment und ich werde es wiederholen.

Tarte au Chocolat

Boden
150 Gramm fein gemahlenes Mandelmehl
75 Gramm gemahlene Mandeln
gute 75 Gramm Butter
4 Esslöffel Xucker
2 Teelöffel Vanille
1 großes Ei, gequirlt
1 Prise Salz

Belag
200 Gramm dunkle Schokolade (ab 85% Kakaoanteil)
140 ml Kokosmilch (schön gerührt, dass man sowohl die festen Teile und das Wasser hat)
Prise Vanille

  • Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  • Aus den Zutaten für den Teig ganz unkompliziert einem festen Teig Kneten. Ich mache es zumeist mit der Hand, um so die Butter besser einzuarbeiten.
  • Eine Tarte-Form buttern und den Teig darin gleichmäßig verstreichen, an den Rändern etwas hochziehen, mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen und dann für ca. 20-25 Minuten durchbacken, bis er schön goldbraun ist. Zum Ende hin shcauen, dass er nicht zu dunkel wird.
  • Den Boden aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.
  • Im Wasserbad die Schokolade in der Kokosmilch  schmelzen, die Vanille hinzugeben und alles schön glatt rühren.
  • Die Schokoladenmasse auf den Boden geben und die Tarte für ein/zwei Stunden in den Kühlschrank geben, damit der Belag sich setzt und hart wird.

Danach ist Selbstdisziplin gefragt. Schokoladiger geht es kaum!

Guten Appetit!

Herrlich unspektakulär und die vielen Rezepte der Buchmesse

Paleo lebenWandern, Lesen, Zeit haben. Herbstsonne genießen, Essen planen und durchatmen. An Menschen denken und ein Päckchen packen. Neue Träume auf ihre Realitätskompatibilität überprüfen. Versuchen, nicht so viel fotografieren zu wollen und mehr bewusst für die Erinnerung zu sehen… Eine kleine Rauszeit.
Denn am liebsten bin ich zwar daheim, aber die sonnigen Herbsttage ziehen einen noch weiter fort vom Schreibtisch mit dem Arbeitstelefon. Und das, was muss an Arbeit, kann bei dem veränderten Arbeitsmodell ja zum Glück einfach mal eingepackt und mitgenommen werden. Es geht tatsächlich und mein Kopf ist entspannt wie seit Jahren nicht. In den letzten Jahren hatte ich oft Probleme, schnell vom Alltags- in den Urlaubsmodus umzuschalten. Ein blödes Konzept, das einem da aufgedrängt wird. Rechtzeitig, also frühzeitig den Urlaub planen müssen und dann hoffen, dass alles gut wird. Zum ersten Mal ist es umgekehrt, sich Zeitfenster spontan nehmen, durchschlüpfen und sich überraschen lassen, da man gar nicht die Zeit hatte, sie mit Erwartungen zu überfrachten. Die Tendenz hatte ich durchaus. Mein Vorfreude-Konzept war oftmals ein stark ausgeprägter Wunsch nach Flucht aus dem Alltag. Ernüchternd war dann meist die Feststellung, dass die Rauszeit begrenzt und der wiedereinsetzende Alltag effektiv in der Zersetzung von Erholung war. Auch in arbeitsintensiven Zeiten versuche ich jetzt mir meine Momente zum Durchatmen zu nehmen und mir immer wieder bewusst zu machen, was ich möchte und was mir gut tut. Und manchmal heißt das nur, abends mal alle Telefone unbeachtet zu lassen, in der Mittagszeit einen kleinen Spaziergang zu machen oder eben schnell zu entschlüpfen, wenn es gerade geht. Sei es nur in den nächsten Wald oder für ein paar Tage in ein kleines Haus in einen ferner gelegenen Wald, mit anderem Licht und anderen Gerüchen und Raum für neue Gedankenimpulse.
Vor gut einem Jahr habe ich meinen Job in der großen Stadt Berlin in den Endspurt geschickt. Haben wir unsere Wohnung gekündigt, ohne genau zu wissen, ob es alles gut geht. Zwei Festanstellungen, die wir aufgegeben haben, eine grobe Vorstellung, wo wir hinwollen und eine intensive Gedankenwälzphase, wie man die eigenen Fähigkeiten in ein anderes Arbeitsmodell übertragen kann. Zugebenermaßen hatte ich oftmals unruhige Gedanken im Kopf rumpeln, ob das alles gut geht, ob ich mich nicht zu sehr an das Leben in der Stadt gewöhnt habe, ob wir genauso gut gemeinsam arbeiten wie leben können. Ob wir realistisch planen.
Ich habe Sicherheiten immer gemocht, aber das Leben beweist einem auch immer wieder, dass es wirkliche Sicherheiten nicht in der Form gibt, dass sie in Stein gemeißelt im Regal stehen und einfach bleiben, egal ob finanziell oder emotional, man muss immer auch selbst etwas dazu beitragen, dass es weiter geht, dass es gutgeht, dass sich immer ganz viel ändert und dass das gar nicht so verkehrt sein muss. Ich glaube diese Unsicherheiten auszuhalten und sich nicht an bestimmten Vorstellungen festzubeißen, ist die größte Sicherheit, die man sich selbst geben kann. Und wenn man sie sich nicht selbst gibt, sondern an bestimmten Zielen, seien sie materieller oder zwischenmenschlicher Natur, festmacht, dann wird man unweigerlich wieder in Unsicherheiten getrieben.
Das Umdenken ist anstrengend und ein andauernder Prozess, aber er befreit ungemein und macht viele Dinge plötzlich einfacher, denn man ist weniger getrieben und entwickelt eine neue Art der Bescheidenheit. Insofern bescheiden, dass man annimmt, was man erreicht hat und wertschätzt, was einem umgibt und nicht immer noch mehr oder anderes möchte, weil es einen vermeintlich eine neue Sicherheit bietet oder einen Schritt weiter in einem Plan bedeutet, der vielleicht gar nicht der eigene ist.
Das soll nicht abgehoben klingen, es ist nur eine Erkenntnis, die sich durchsetzt in meinen Kopf und in dem, wie ich mein Leben gestalte. Fixe Ideen, können zu Träumen werden, können Gestalt annehmen. Wenn man bereit ist, etwas dafür zu tun. So abgedroschen es klingen mag: Von nichts kommt nicht.
Zwei Stunden Yoga bedeuten keine wahre spirituelle Erfahrung und ein teures, schönes Kleid machen mich nicht zu einem schöneren Menschen.
Aber wir werden darauf trainiert, allen Bereichen in unserem Leben mit einem Konsumentenverhalten gegenüber zu treten. Bei dem man nimmt und einfordert und konsumiert aber nicht selber investiert und gibt.
Der besondere Mensch fragte mich an unserem ersten Tag in dem kleinen Haus, was ich dem Tag bringen möchte. Nachdem ich den Satzbau erst einmal in Gedanken hin und her gewendet habe, das klang so seltsam, machte es Klick und machte Sinn und ich fand es richtig. Was der Tag uns bringen soll… Immer sollen die Dinge und Menschen und Momente uns etwas bringen – wir sind einfach eine Spezies mit der Tendenz zu ausgeprägtem Egoismus. Und wir schaffen es ja sogar noch das Geben in eine narzisstische Handlung zu verdrehen. Da macht das Umdrehen Sinn. Was bringe ich dem Tag, der Zeit, die ich habe? Das heißt nicht, dass ich nun die Pläne für eine Revolution entwerfe, aber es kann in der persönlichen Konsequenz ganz einfach und einschneidend in der Frage enden: Habe ich meine Zeit sinnvoll genutzt? Habe ich etwas zurückgegeben? Man vergräbt solche Gedanken oftmals tief und in einer narzisstisch geprägten Gesellschaft wie der unseren werden viele für sich die Frage positiv beantworten, aber werden im Endeffekt nur ihren Egoismus befriedigt haben. Denn das lernen wir ja, konsumieren und erfüllte Konsumwünsche mit etwas Erreichtem gleichsetzen. Dabei kann es etwas kleines sein, wie sich zu überlegen, wem man vielleicht einmal besser zuhören sollte, oder wo man nicht so genervt oder fordernd sein sollte.
Würden wir in Zeiten und in einer Gesellschaft leben, die uns aus Prinzip im Nachdenken fördern und uns mehr Raum und Zeit zum reinen Denken lassen würde, wäre diese Gesellschaft sicher eine andere.
Und was dann auch überflüssig wäre, wären diese Regalmeter an Ratgebern, die einem auf der Buchmesse an allen Ecken ansprangen. Egal welches der dort ausstellenden Länder, die Tendenz war deutlich: Die Menschen wollen Antworten und Rückversicherung, weil sie tief drinnen eben doch spüren, dass etwas nicht in der Balance ist.
Aber sie wollen es schnell, sie wollen die schnelle vegetarische Küche, die 15 Minuten Yoga täglich, sie wollen in drei Dates zum finanzstarken Versorger-Traummann, mit zwanzig Tricks zum Manipulationsgenie im Meeting, in zwei Wochen zur Traumfigur, in drei Schritten zur perfekten Gastgeberin, mit simplen Kniffen schöner Wohnen, auf hundert Seiten zu perfekten Eltern und einen funktionierend Paar und in drei Bänden glücklich und zufrieden werden.
Statt all dieser Bücher, die Ausgeburt der Marketingmaschinerie einer Industrie sind, sollte man vielleicht kleine mentale Kneifzangen verteilen, die einem laut ins Hirn brüllen, bis ein Aufwachen einsetzt. Denn der leise Stupser wird nichts bringen. Aber man kann sich auch ganz gut immer mal wieder selber kneifen und Entscheidungen und Motive prüfen und sich vor allem frei machen von all dem, was und wie wir sein sollen. Und dann braucht es nicht die große Bühne oder den vor sich her getragenen Erfolg. Nein, dann lässt es sich ganz zufrieden, herrlich unspektakulär, leben.
Das ist einen Versuch wert.

Beeren-Tage im Kopf und auf dem Teller: Johannisbeeren-Tarte

Johannisbeeren-TarteGroseille – das ist die französische Johannisbeere. Und während ich mir im kurzen Frankreich Urlaub bei den Schildern am Wegesrand den Kopf zerbrach, was sich hinter diesem Wort verbirgt, macht es Sinn wenn ich an die Johannisbeeren-Pracht denke, die wir dort im Garten vorfanden. Aber mit Essens-Vokabeln ist das so ein Ding. Sie verschwinden immer doch recht schnell aus dem aktiven Wortschatz. Sei es drum. So verschwenderisch viele Johannisbeeren begrüßten uns im Garten, dass der Kopf sich gleich in Gang setzte und verschiedene Verarbeitungsformen durchspielte. Geworden ist es dann eine Tarte. Die habe ich auch direkt nach der Ankunft zuhause noch einmal nachgebacken um den Geschmack von Urlaub etwas zu erhalten.

Ich liebe Saures und so rangieren die roten Beeren ganz oben auf meiner Sommer-Freuden-Liste und selbst gepflückt aus dem Garten haben sie dann noch eine Süße, die sich eher erahnen lässt, die den Beeren aus dem Supermarkt oft fehlt.

Ja aber Urlaub…und dann in der Küche stehen und Sachen machen? Ja, unbedingt! Aus mehreren Gründen: Kochen ist für mich eh grundsätzlich Entspannung, egal ob ich gerade vor mich hin murmle und leicht panike…einfach nicht beachten oder in einem ruhigen Tonfall Zuarbeiten anbieten. Denn ich liebe alles in, auf und um den Herd. Und das ist auch ein Grund warum ich gerne ein Plädoyer für Urlaub in Ferienwohnungen und -häusern halten würde: Das Abenteuer fremder Küchen. Daheim, inmitten des eigenen Sammelsuriums an Kochgerätschaften (zumindest bei mir ist es ein wirklich stümperhaftes Durcheinander an teilweise uraltem Handwerkszeug) sind die meisten Handgriffe ja oft schon unbewusst und selbstverständlich, aber ein unbekannter Herd kann eine echte Herausforderung sein. Und neben den fremden Küchen ist es einfach das Vergnügen sich durch fremde Supermarktsortimente zu wühlen oder am Wegesrand in Hofläden zu stöbern und zu erkunden, was andere Länder an Paleo-Tauglichem bieten.  In Frankreich hat das besonders viel Spaß gemacht. Die traditionelle französische Küche ist ja Gott sei Dank nicht dem Fehler des Fett-Verzichts aufgesessen und so gibt es im Supermarkt herrlich fettes Confit de Canard, und Rilletes  und und und….Über Essen lässt es sich auch wunderbar eintauchen in andere Länder. Und warum nicht das Abenteuer wagen und einfach auch selber kochen. Zumal ich in der Hinsicht Essengehen echt eigen geworden bin, das gebe ich unumwunden zu. Aber es ist nun einmal so, dass ich gerne weiß, was ich auf dem Teller habe und lieber selber koche, bevor ich zweifelhaftes Fleisch und Gemüse esse und es mir nachher schlecht geht, weil da doch Mehl oder Maisstärke an der Soße war.Und gerade in touristisch stark frequentierten Gegenden heißt es auch erst einmal suchen, bevor man dann eine Küche findet, die sich nicht auf Massenabfertigung verlegt hat sondern Qualität bietet.  Aber für den nächsten Streifzug durch die Vogesen steht durchaus eine Auberge auf dem Programm, denn dort wird zumeist die elsässische Spezialität Choucrute Garnie  serviert, ohne Kartoffeln eine ganz hervorragende Paleo-Mahlzeit in Hunger entfachender Bergluft. Da das Elsass an die Vogesen grenzt und man daher nie so genau weiß wo man gerade ist, finde ich  kann diese Spezialität auch durchaus in den Vogesen verortet werden.

Beim ersten Urlaub nach der Essens-Umstellung im letzten Jahr wanderte noch der eine oder andere wehmütige Blick in Richtung des französischen Kuchenangebots, da ich aber einfach weiß und erfahren habe, wie besch… es mir geht wenn ich ein kulinarisches Auge zukneifen würde, haben die Dinge den Reiz verloren und für die Urlaubs-Extras backe ich lieber selber. In diesem Falle eine Tarte, mit den Beeren aus dem Garten. Die gelebte Landhaus-Idylle – gruselig schön. Wunderbar.

Streng genommen ist die französische Tarte ein Mürbeteig-Kuchen ohne Zucker. Ich habe aber ein Ei und anderes unter gemogelt und nenne es Tarte vor allem wegen der Dünne des Bodens.

Johannisbeeren-Tarte

Teig
120 Gramm Mandelmehl
60 Gramm gemahlene Mandeln
1 Ei
70 Gramm Butter
2 Esslöffel Xucker
Prise Salz
1 Teelöffel Vanille

Belag
3-4 große Tassen Johannisbeeren
4 Esslöffel Xucker
2 Teelöffel Vanille

  • Die Beeren mit dem Xucker und der Vanille erhitzen und einkochen bis ein schön saftiges Mus entsteht, in dem die Beeren noch erkennbar sind.
  • Den Ofen auf 180 Grad erhitzen.
  • Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und in Ermangelung eines Rührgeräts mit den Händen gründlcih verkneten. Duch die Körperwärme wird die Butter weich und es entsteht ein klebriger weicher Teig.
  • Eine Tarte-Form großzügig buttern und den Teig in der Form  gleichmäßig flach festdrücken, an den Rändern etwas hochziehen.
  • Das Beerenmus auf dem Boden verteilen.
  • Für ca. 20-30 Minuten in den Ofen geben, bis der Rand schön durchgebacken ist. Ich mag es tatsächlich wenn das Braun in Dunkle tendiert.

Ein Nachbacken empfiehlt sich ebenso wie das gesunde Maß.

Guten Appetit!

Idyllen, rote Beeren, bunte Seiten und schöner scheinen

Lektüre und Genuss Für ein paar Tage haben wir die dörfliche Idylle im Taunus mit der noch abgeschiedeneren Idylle eines kleinen Dorfes in den Vogesen getauscht. Eine Handvoll Häuser auf einem Hoch-Plateau, Vogel-Gezwitscher-Stille, Sonnenschein über Heugeruch und ein Garten voller Johannisbeeren.

Tage zwischen Faulenzen am See, Wanderungen durch die Berge und Abende am Grill mit Blick über die Felder. Es gibt so Orte und Stimmungen, die möchte festhalten und hineinschlüpfen wie in einen kuscheligen Lieblings-Pulli, damit das Wohlbehagen weiter anhält.  Und gleichzeitig ist da die innere Stimme, die einem sagt, dass das so einfach nicht ist.

Diese ganz idyllischen Momente und Orte werden ja so besonders dadurch, nicht Teil des Alltags zu sein, sondern Abstand von eben diesen. Deshalb sollte man diese Momente für das genießen, was sie sind und sich nicht zu sehr darauf versteifen, sie festhalten zu wollen. Ich glaube dieses Ausblenden der Alltags-Realität lässt auch so manchen modernen Easy-Jet-Auswanderer scheitern, der plötzlich feststellt, dass das Leben im Lieblings-Urlaubs-Domizil im Alltag ein anderes ist.

Aber egal. Auswandern will ich nicht. Nicht im Moment und obwohl Frankreich einfach mein erklärtes Lieblingsland ist. Ich stehe einfach noch unter eine watteweichen Idylle-Schock weil alles so wunderschön war, dass es einem fast unangenehm ist.

Und in dieser Idylle habe ich die Chance genutzt ein wenig zu blättern – in ein paar der einschlägigen Einrichtungs-Magazinen, die dort lagen und da war er wieder der leichte Wut-Knoten angesichts der Dreistigkeit, mit der uns Marketing-Abteilungen und Redaktionen zu fortwährendem Konsum anhalten wollen.  Aber das sind doch so schöne Inspirationen…Ja, das bestreite ich auch gar nicht und ertappe mich selbst dabei, wie die Überlegungen kreiseln ob man das ein oder andere Regal vielleicht nachbauen kann. Aber da ist nicht nur der Faktor Inspiration, da ist einfach auch das Bild, das einem sagt, wie ein schönes Zuhause auszusehen hat und was es dafür braucht und ich denke nur zu oft, hängt dann das Glück an der Anschaffung des nächsten Teppichs, Beistelltischchens, Sessels….und ja, so eine Einrichtung wird dann schnell ein Konsum-Kreislauf, passt doch der alte Tisch dann nicht mehr so recht zu den Stühlen, braucht es hier noch weitere Anschaffungen oder dort.

Ich verstehe das. Auch ich mag es schön. Heißt: Ich will mich in meinem Zuhause wohlfühlen, nicht erschlagen werden von Möblierung sondern mit der Einrichtung unterstützen, was ich in den Räumen tue. Ich lebe in diesen Räumen.  Aber ich finde es gibt Grenzen. Ich finde es immer am schönsten, wenn Dinge nach und nach ihren Weg und ihren Platz finden und was ich dabei vermeide, ist in die Preis-Falle zu tappen. Denn seien wir ehrlich, so manch einer kauft sich mit dem Designer-Sofa die offizielle Bestätigung seines guten Geschmacks.  Denn, wer weiß, was ich da Namhaftes im Wohnzimmer stehen habe, ordnet mich dann automatisch/unbewusst ein in die Kategorie der Connaisseure und Design-Liebhaber. Und ja, Design-Handwerk wird mit einem Preis beziffert und ist eine kreative Leistung, aber ich finde es mitunter überzogen und ich glaube nicht, dass man dann noch so ganz ungezwungen diese Möbel bewohnt.

Nur mal als Gedankenspiel: Wenn ich auf die hypothetische einsame Insel gehe und nur drei Gegenstände mitnehmen darf, dann wird wohl kaum  ein Möbelstück dabei sein oder besser: Es sollte nicht. Denn was gibt es mir langfristig?

Wir sind tendenziell zu verhaftet im Materiellen. Wir schreiben uns zwar oftmals eine Bescheidenheit auf die Fahnen und kaufen regional und ökologisch und teilen Autos und engagieren uns, aber ich finde gerade in den Bereichen Einrichtung und Mode, schlägt es dann manchmal durch: Diese falsche kleine Stimme, die uns sagt, wie gut es uns ansteht ein Paar Schuhe für 500 Euro oder einen Tisch für 3000 Euro zu besitzen. Dass wir das wert sind.  Und da sind wir wieder bei den von mir so geschätzten Outfit-Posts, ich glaube Einrichtungen rangieren kurz danach.  Wir sollten es einfach nicht nötig haben. Unser guter Geschmack ist nicht mehr wert, wenn wir ihn in teuren Zahlen materialisieren, wir machen ihn nur scheinbar unangreifbar und merken nicht wie wir uns in einer Konsum-Schleife verstricken. Denn es werden immer neue Moden und Impulse kommen und uns wieder am Geldbeutel kitzeln. Und ich denke dann an die vielen Wohnzimmer in denen die oft belächelte Vitrine oder Pressholz-Schrankwand steht… Das ist das Gegenstück zum Convinience-Essen für mich. Wir müssen das nicht schön finden oder gut heißen, aber wir dürfen uns nicht anmaßen den Geschmack anderer Leute abzuwerten. Denn andersrum verstehen diese es vielleicht auch nicht, was sich manch einer da mühsam auf dem Flohmarkt erjagt hat.  Und auch hier klafft die Gesellschaft auseinander zwischen denen, die sich etwas leisten können und wollen und denen die es oftmals nicht können. Und so wird das Bild der Einrichtung eines Menschen blitzschnell in die Verortung des Person mit einbezogen, die wir immer wieder und ständig betreiben. Und dann sind wir manchmal positiv überrascht und registrieren das volle Bücherregal oder machen innerlich Abstriche weil wir den Teppich eine unverständliche Wahl finden.

Und um zurück an den Aufgangspunkt zu kommen: Mich stören die Bilder, die diese Deko- und Wohn-Magazine vermitteln. Sie generalisieren und schaffen eine Art gemeinhin anerkannten guten Geschmack und dieses Verständnis sickert uns Konsumenten durch und durch und ehe wir uns versehen, machen wir uns wieder einmal abhängig.  Abhängig von durch-inszenierten Räumen und Vorstellungen. Denn neben den reinen Produktvorstellungen sind da ja oft noch die Blicke hinter private Gardinen und da sieht man dann die stolzen Designer des Privaten, die den Magazinen ihre zwanglos kreativ-chaotisch inszenierte Wohnung/Haus/… zeigen und wir kriegen dann gleich noch die nächste unterschwellige Botschaft mit dem Samtkissen reingehämmert, denn huch, die haben ja alle auch so schöne Berufe und Kinder und einen Mann und lieben es Gäste zu bewirten und das Haus zu gestalten und und und…Tja, eigentlich sollte uns das also auch alles möglich sein also schnell her mit dem Einrichtungs-Hobby auch wenn wir vier linke Daumen und Zehen haben.  Und wenn wir keine Kinder haben, dann müssen wir zumindest sehr sehr erfolgreich sein oder in verantwortungsvoller Position arbeiten, gerne mit kreativer Komponente.  Mit den bekannten Einrichtungsmagazinen großer Verlage aber auch mit den kleinen, unabhängigeren, kriegen sie die intelligente,  stilbewusste Frau, die ihnen als Zielgruppe bei den Frauenmagazinen durch die Lappen gegangen ist.  Und ja, man selber sagt sich, man suche nur eine Inspiration.

Nein, ich denke es ist wichtig, wenn man auch in seinen Kaufentscheidungen unabhängig bleiben will, öfter einen Schritt zurückzutreten.  Sich einmal kritisch zu fragen warum und für wen solche Zeitschriften geschrieben werden. Nein, tatsächlich sitzen da nicht nur farbverliebte Menschenfreunde in den Verlagen und sind total unabhängig von der Marketing-Abteilung. Leider sind die Botschaften oft so subtil, dass sie selbst gut gemeinte Vorsätze aushöhlen. Also lieber  eine  nüchterne Bescheidenheit als Grundlage meiner Kaufentscheidungen – das schließt die Schönheit des Zuhauses nicht aus. Und bei größeren Anschaffungen vielleicht auch einmal die schwierige selbstkritische Frage, was ich mir da eigentlich gerade kaufe: Design, Qualität oder um die einschlägigen Argumente  mal zu provozieren, vielleicht doch ein Stück Status oder Sicherheit? Dann, ist das keine gute Kaufentscheidung und jeder Kauf wird nur die Brücke zum nächsten sein.

Nun, wir brauchen zwar tatsächlich dringend Stühle in der Küche aber diese vermeintlich leichte Lektüre bunter Magazine hat mich so aufgewühlt, dass das eine sehr nüchterne Entscheidung werden wird.

Aber statt in Konsum-Kritik möchte ich lieber noch in Erinnerungen an Garten-Stunden und rote Beeren schwelgen.

Deshalb hier ein schnelles Rezept für Zauberwasser

1 große Handvoll Johannisbeeren
1 gestrichener Esslöffel Xucker
1 Liter kaltes Wasser (je nach Karaffe)
2 Stängel Minzblätter

  • Die Johannisbeeren kalt abwaschen und durch ein ganz feines Sieb in eine Karaffe pressen. Nun durch das Sieb mit dem Beerenmus, den Liter Wasser in Karaffe gießen, so dass auch der letzte Saft ausgespült wird und nur die festen Teile zurückbleiben.
  • Denn Xucker in das Beerenwasser rühren, die Minzblätter zugeben, etwa 5-10 Minuten kaltstellen und durchziehen lassen.
  • Vor dem Trinken noch einmal aufrühren und kalt genießen.

Das Sauer macht auf jeden Fall fröhlich!

Schokoladen-Tage in Bologna

MuffinSchokoladen-Tage sind eigentlich immer. Aber nur mit 85% Kakao und mehr und mit Bedacht. Aber so ein Stück zum Kaffee oder Tee – darf sein, muss (manchmal) sein.

Zuletzt hat die Schokolade in Form von Muffins die Reise nach Italien mit angetreten.

Wer den Paleo-Weg verfolgt, weiß, dass Reisen ihre Tücken haben. Ist die Ernährungslage vor Ort doch nicht immer so einfach zu gestalten wie mit der sorgsam gefüllten Speisekammer daheim. Aber es hat auch seinen ganz eigenen Reiz, sich durch die Supermärkte und Spezialitäten anderer Länder zu suchen und das ein oder andere Highlight zu finden.

Da die letzte Reise nach Italien noch ungezählte Panini und Cornetti beinhaltete (von Pasta ganz zu schweigen), haben wir vorgesorgt und uns ein paar besonders leckere Sachen einfach mitgenommen. So gab es zum fantastischen italienischen Espresso in Bolognas Strada Maggiore, der meinen Koffein-Konsum wieder extrem hochgeschraubt hat, eben Paleo-konforme Schoko-Muffins… das hat dem Italien-Erlebnis nicht geschadet. Im Gegenteil.

Meine Zutaten

(Ursprünglich ist das Rezept ein Kuchen, vor Jahren hat ihn eine Freundin gebacken und seitdem gehört er zu meinen Lieblingen, einfach auch weil er so schnell zubereitet ist)

200 Gramm bittere Schokolade (mind. 85%)
200 Gramm gemahlene Mandeln
200 Gramm Butter
4 Eier
2 Teelöffel Vanille
Prise Salz
1 Teelöffel Natron
4 Esslöffel Xucker

  •  Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  •  Schokolade, Butter und Xucker im Wasserbad schmelzen, bis eine homogene Masse entsteht.
  •  Die Mandeln, Natron, Salz, Vanille und die Eier unterrühren. Das ganze ergibt einen zähflüssigen Teig.
  •  Den Teig auf Muffin-Förmchen verteilen. Bei mir waren 14 Stück aus Papier. Auf ein Backblech und für ca. 20-25 Minuten in den Ofen, bis sich der Muffin gut aus dem Papier lösen lässt.
  •  Als Goodie kann man extra Schokolade als Topping nehmen oder man gibt Birnen und Walnüsse oder Kirschen in den Teig…
  •  Am besten schmeckten die Muffins ab Tag 2 aber nach dem Geruch, der aus dem Backofen kommt, müssen sie den erst einmal erleben…

Guten Appetit!!

Fernweh-Fisch-Kokos-Frikadellen

collageMeine intensivsten Erinnerungen sind bei mir tatsächlich mit Essen verknüpft, ich kann mich sehr präzise an bestimmte Gerichte und Essenssituationen erinnern, die sich mir eingebrannt haben.
Besonders schön ist es dann, wenn plötzlich Erinnerungen durch bestimmte Geschmäcker und Gerüche wachgerufen werden.  An grauen Tagen wie diesen lässt sich so etwas auch wunderbar nutzen, um sich über das Essen an ferne warme Orte zu entziehen.

Deshalb eine etwas wilde Fischkreation, die mich, dank der Gewürze, an den Aufenthalt auf einer kleinen Insel im Indischen Ozean erinnert.

Aber Vorsicht: Wer keine Frittier-Gerüche in der Küche mag, sollte jetzt neu suchen. Selbst ich gerate da manchmal an meinen kleinen inneren Spießer – aber der Geschmack macht es wett!

Meine Zutaten:

250-300 Gramm Kabeljau
1 mittelgroße Süßkartoffel (auch etwa 250 Gramm) gekocht
2 Eier
3-4 Esslöffel Kokosraspeln
Currypulver
Cayenne-Pfeffer
Salz
Schwarzer Pfeffer
Spritzer Zitrone/Limette
2-3 Esslöffel gehackter frischer Koriander
Eine Prise geriebener Ingwer
Kokosöl

  • Die weichgekochte Süßkartoffel schälen und mit der Gabel  grob zerdrücken.
  • Das Fischfilet ebenfalls mit der Gabel grob teilen.
  • Fisch und Süßkartoffel mit einem Ei vermengen. Zitronensaft, Koriander, Salz, Pfeffer, Cayenne-Peffer, Ingwer und großzügig Curry dazu geben und alles ordentlich mischen.
  • Das zweite Ei in einem kleinen Teller verquirlen, die Kokosflocken auf einen zweiten Teller geben und dazu stellen.
  • Nun aus der Fischmasse 5-6 gleichmäßige Kugeln formen und diese erst im Ei und dann in den Kokosraspeln wenden.
  • Soviel Kokosöl in einer Pfanne erhitzen, dass die Fischbällchen bis ca. zur Hälfte darin schwimmen. Und nun von beiden Seiten je ca. 6 Minuten frittieren/braten, bis sie eine goldbraune Färbung haben.

Vorsicht: Bei den Kokosraspeln wird aus Braun sehr schnell Schwarz.

Ich esse die Frikadellen gerne so, aber lecker ist als Begleitung auch ein einfacher grüner Salat mit etwas saurem Apfel (Elstar), einfach nur mit Salz, Pfeffer und einem milden Olivenöl angemacht.

Guten Appetit!